Pressebericht vom staatlichen Bauamt Traunstein

Fertigstellung des Fluchtstollens am Wendelbergtunnel in Melleck

+

Landkreis Traunstein - Der Bund hat zur Nachrüstung seiner älteren, bestehenden Tunnel auf den neuesten Standard ein Programm aufgestellt, mit dem auch vom Staatliche Bauamt Traunstein der vor 32 Jahren eröffneten Wendelbergtunnel mit einem Rettungsstollen nachgerüstet werden konnte.

Der neue Rettungsstollen am Wendelbergtunnel besitzt eine Länge von 291 m. Mit einem Ausbruchsquerschnitt von ca. 15 m2 verläuft er vom Nordportal parallel zum Haupttunnel in Richtung Süden bis ca. zur Hälfte des bestehenden Haupttunnels. Am Portal des neuen Rettungsstollens wurde zudem ein asphaltierter Rettungsplatz mit einer Fläche von ca. 760 m2 erstellt. Er grenzt jetzt direkt an die B 21 an und stellt sicher, dass er von Rettungskräften schnell angefahren werden kann und bietet ihnen ausreichend Platz bei Einsätzen.

Deutschlands Straßentunnel wurden in den letzten Jahren zu den sichersten der Welt aufgerüstet. Die neu installierten regelmäßigen Überprüfungen der Sicherheitsstandards sollen dazu führen, dass auch ältere Tunnel immer wieder den neuesten Erkenntnissen angepasst werden.

Die neuen Richtlinien stellen neben der Prävention – also der Vermeidung von Ereignissen in Tunneln – verstärkt auch die Selbstrettung der Tunnelnutzer im Vordergrund. Hierbei hat die Selbstrettung der Verkehrsteilnehmer oberste Priorität. Personen, die sich im Tunnel befinden, sollen sich bei einem Notfall zügig selbst in Sicherheit bringen können, ohne auf das Eintreffen von Rettungskräften warten zu müssen.

Der Bund hat zur Nachrüstung seiner älteren, bestehenden Tunnel auf den neuesten Standard ein Programm aufgestellt, mit dem auch vom Staatliche Bauamt Traunstein der vor 32 Jahren eröffneten Wendelbergtunnel mit einem Rettungsstollen nachgerüstet werden konnte. Der neue Rettungsstollen am Wendelbergtunnel besitzt eine Länge von 291 m. Mit einem Ausbruchsquerschnitt von ca. 15 m2 verläuft er vom Nordportal parallel zum Haupttunnel in Richtung Süden bis ca. zur Hälfte des bestehenden Haupttunnels. Am Portal des neuen Rettungsstollens wurde zudem ein asphaltierter Rettungsplatz mit einer Fläche von ca. 760 m2 erstellt. Er grenzt jetzt direkt an die B 21 an und stellt sicher, dass er von Rettungskräften schnell angefahren werden kann und bietet ihnen ausreichend Platz bei Einsätzen.

Der Rettungsstollen wurde auf ca. 45 m in offener Bauweise erstellt und dann auf eine Länge von 246 m bis zum Durchschlag zum Haupttunnel in bergmännischer Bauweise vorgetrieben. Hierbei vielen im Voraushub ca. 6.750 m³ Moränenmaterial und im Stollenbereich ca. 3.800 m³ bergmännischer Ausbruch an. Der Stollen wurde beim Vortrieb mit ca. 2.500 m² Spritzbeton gesichert. Für die erforderliche Innenschale des Tunnels im Lockergestein wurden zudem 470 m³ Innenschalenbeton verbaut. Die veranschlagte Bausumme von ca. 4 Mio. € konnte dabei leicht unterschritten werden. Die geplante Bauzeit von 2 Jahren wurde eingehalten.

Alle naturschutzrechtlichen Eingriffe, die durch die Maßnahme entstanden sind, konnten mit Ausgleichsmaßnahmen in unmittelbarer Nähe zum Tunnel ausgeglichen werden. Zusätzlich wurden mit der offiziellen Freigabe des neuen Rettungsstollens von den Vertretern der am Bau Beteiligten und der Tunnelpatin mehrere Obstbäume gepflanzt, um das neue Erscheinungsbild des Tunnelportalbereiches zu verbessern und auch dem Artenschutz der angrenzenden Bereiche Rechnung zu tragen.

Entsprechend dem alten Bergmannsbrauch wurde mit dem Anschlag für den neuen Rettungsstollen im Dezember 2017 die Arbeiten am Stollen unter den Schutz der Heiligen Barbara gestellt und eine Tunnelpatin benannt. Diese ehrenvolle Aufgabe übernahm Frau Eva Simon, die Ehefrau des Bürgermeisters der Gemeinde Schneizlreuth. Wie erhofft gewährte der Schutz der Hl. Barbara und die aktive Begleitung und Versorgung der Mineure und Arbeiter durch die Patin während der gesamten Bauzeit ein Kollegiales zusammenarbeiten und sorgte für eine unfallfreie Abwicklung der Baustelle. Als letzte Amtshandlung hat Frau Simon heute die Barbarafigur, die während der gesamten Bauzeit über den Eingang des Stollens wachte, an Ihren neuen und endgültigen Platz im Bereich des Rettungsplatzes gestellt. Möge sie in Zukunft von dort ein ebenso schützendes Auge auf die Verkehrsteilnehmer im Tunnel haben, wie sie es auf die Arbeiter und Mineure während der gesamten Bauzeit hatte.

Pressemitteilung Staatliches Bauamt Traunstein

Zurück zur Übersicht: Landkreis TS

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT