Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Die Feuerwehr ist ohne Ehrenamtliche undenkbar!

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Landkreis Traunstein - "Wir sind Ehrenamt! Freiwillige Feuerwehr - jederzeit und bayernweit!", das ist das Motto der diesjährigen Feuerwehr-Aktionswoche, die am heutigen Samstag (21. September) bei der Landesversammlung des Landesfeuerwehrverbandes in Dingolfing von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann eröffnet wird.

Bis 29. September wollen die Feuerwehren bayernweit und auch im Landkreis Traunstein mit zahlreichen Veranstaltungen, wie Einsatzübungen, Ausbildungs- und Informationsveranstaltungen oder Tagen der offenen Tür, usw. möglichst viele Menschen - insbesondere Jugendliche - für die starke Gemeinschaft Feuerwehr gewinnen. Insbesondere wollen die Feuerwehren die Unverzichtbarkeit des Ehrenamts als tragende Säule des Hilfeleistungssystems darstellen und den hohen Stellenwert freiwilligen Engagements würdigen. 


4500 Feuerwehrmänner und –frauen gibt es im Landkreis Traunstein. Rund um die Uhr stehen sie bereit und eilen zum Feuerwehrgerätehaus, wenn der Piepser Alarm schlägt. Fünf bis zehn Minuten später sind sie am Einsatzort, löschen Brände oder retten Menschenleben, nicht selten gefährden sie dabei ihr eigenes Leben. Viele glauben, dass die Feuerwehr-Einsatzkräfte ihren Dienst hauptberuflich leisten. Weit gefehlt. Im Landkreis Traunstein sind fast alle 4500 Floriansjünger ehrenamtlich tätig, unentgeltlich, aus Idealismus und mit großem freiwilligem Engagement. In Bayern gibt es mehr als 7000 Freiwillige Feuerwehren, aber "nur" sieben Berufsfeuerwehren - nur in Städten mit über 100.000 Einwohnern. Im Landkreis gibt es zwischen Schnaitsee und Reit im Winkl, zwischen Kirchanschöring und Chieming 80 Freiwilligen Feuerwehren.

Nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz muss jede Gemeinde dafür sorgen, dass in ihrem Gebiet drohende Brand- und Katastrophengefahren beseitigt und wirksam bekämpft werden. Auch bei anderen Notfällen oder Notständen ist eine ausreichende technische Hilfe sicherzustellen. Um dieser Pflicht nachzukommen, müssen die Gemeinden im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit Feuerwehren aufstellen, ausrüsten und unterhalten. Dabei können die Kommunen auf ehrenamtliche Feuerwehrmänner und -frauen bauen, die ihre Freizeit in den Dienst der Sache stellen, sich aus- und ständig fortbilden lassen."Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein - das ist Ehrenamt pur", betont Kreisbrandrat Christof Grundner. Ohne die viereinhalbtausend Floriansjünger und rund 1000 Jugendlichen, die sich in den Wehren engagieren, würde der Brand- und Katastrophenschutz nicht funktionieren. "Ohne Ehrenamtliche ist das Feuerwehrwesen undenkbar!" 


Im Landkreis Traunstein finden ab dem heutigen Samstag zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen der Feuerwehren zur Werbung für die ehrenamtliche, aktive Mitarbeit und die Jugendarbeit der Feuerwehren statt. So geht zum Beispiel in Kirchanschöring am heutigen Samstag ein großer Übungstag mit zehn Feuerwehren und mehr als 130 Teilnehmern über die Bühne. Die Feuerwehren der Marktgemeinde Waging veranstalten am morgigen Sonntag von 11 bis 17 Uhr einen "Tag der offenen Tür" am Feuerwehrhaus Waging und stellen Fahrzeuge, Ausrüstung und ihre Aufgaben vor. In Emertsham steht am Montagabend eine Gemeinschaftsübung auf dem Programm. Dabei wird der Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen simuliert und geübt, wie dagegen vorgegangen werden kann. Weitere Übungen von Aktiven und Jugendfeuerwehr sowie spezielle Aus- und Weiterbildungsaktionen folgen im Laufe der nächsten Woche.

Für alle Interessenten an einer ehrenamtlichen, aktiven Mitarbeit bei der Feuerwehr und für Jugendliche, die für das Ehrenamt in der Jugendfeuerwehr "brennen", stehen die örtlichen Kommandanten und Jugendwarte für Auskünfte und Informationen zur Verfügung.

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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