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Pressemitteilung CSU Traunstein

Gesundheitspolitiker besorgt über hohe Infektionszahlen

Die bis Mitte Februar verlängerten und weiter verschärften Corona-Regeln werden von einer Mehrheit von 56 Prozent als richtig angesehen, ergab das am Donnerstag veröffentlichte ZDF-“Politbarometer“.
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Die Infektionszahlen mit COVID-19 sind auch im Landkreis Traunstein immer noch sehr hoch. (Symbolbild)

Landkreis Traunstein - Die Infektionszahlen mit COVID-19 sind auch im Landkreis Traunstein immer noch sehr hoch.

Das war Anlass für den Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreis des CSU-Kreisverbandes Traunstein, in einem virtuellen Fachgespräch mit dem Landtagsabgeordneten Klaus Steiner die Lage zu erörtern sowie über staatliche Maßnahmen zu diskutieren.

Besorgt äußerte sich Klaus Steiner über die aktuelle Diskussion, in der wieder schnelle Öffnungen gefordert werden: „Die Situation in Handel und Gewerbe ist z.T. katastrophal, aber wir haben es bei diesem Virus mit einem Feind zu tun, von dem wir noch viel zu wenig wissen.“  Es sei ein ständiges Vortasten auf einer Basis, auf der es auch für die Wissenschaft um immer neue Erkenntnisse gehe und in der Folge ständig Maßnahmen ergänzt und korrigiert werden müssten. „Das Virus gibt den Takt an und diktiert die Maßnahmen, die die Regierungen auf der ganzen Welt, also nicht nur in Bayern, treffen müssen“, erklärte Steiner.

Kreisvorsitzende Dr. Christine Ahlheim hält es für dringend angezeigt, dass die immer noch hohen Inzidenzwerte auch im Landkreis deutlich abgesenkt werden. Dabei sollte jedem klar sein, dass er mit seinem Verhalten dazu beitragen könne, wie lange der Lockdown noch dauert. „Kontakte beschränken, das ist die wirksamste Methode, um das Virus einzudämmen, bevor Impfungen flächendeckend vorgenommen werden können.“ Das gelte auch in der Frühstücks- und Mittagspause bei der Arbeit oder bei gemeinsamen Fahrten im Auto.

Jedem müsse bewusst sein, dass die Gefahr allgegenwärtig ist und durch die Mutanten des Coronavirus noch zugenommen habe, meinte Dr. Ulrich Zissler, stellvertretender Kreisvorsitzender. Die Auswirkungen von Corona seien derzeit noch gar nicht einzuschätzen, da viele Erkrankte unter Langzeitschäden litten. Hier müssten Bundesmittel bereitgestellt werden, um entsprechende Langzeitstudien durchzuführen. 

Einig waren sich alle Teilnehmer, dass im Sommer viel versäumt wurde. Dicht an dicht liegende Badegäste seien auch am Chiemsee die Realität gewesen. Jetzt im Winter waren es die Rodelhänge, an denen Menschen eng beieinanderstehen. Die Folge sei die zweite Welle gewesen, die nun mit schmerzlichen Eingriffen, eingedämmt werden müsse.

Dr. Christine Ahlheim sprach von mangelnder Vorbereitung auf den Herbst. So hätten u.a. eine funktionierende Warn-App, die - anders als die vorhandene App - die Gesundheit der Menschen schütze und nicht vor allem deren Daten, aber auch der flächendeckende Einsatz von Schnelltests in Altenheimen und Schulen ebenfalls dazu beitragen können, eine zweite Welle zu abzufedern. 

Große Erwartungen haben die Mitglieder des Arbeitskreises an eine flächendeckende Impfung. Dr.  Zissler widersprach vehement dem immer wieder von Impfgegnern vorgebrachten Argument, dass die COVID-19-Impfstoffe zu wenig erprobt seien. Im Gegenteil: Die Impfstoffe seien so gut getestet wie selten ein Impfstoff zuvor. Zudem werde an dem angeblich neuen Prinzip der mRNA-Impfstoffe bereits seit rund 20 Jahren geforscht. 

Klare Wort kamen von Dr. Erwin Köck, der in seiner Praxis seit Jahren eine Sterbestatistik führt: „Ich sage allen Leugnern und Querdenkern ganz klar, Corona ist sehr real und wir haben eine deutliche Zunahme an Todesfällen.“ Er schlug intelligente Tracing-Apps vor, die beim Besuch von Geschäften, Restaurants oder Museen zur Pflicht werden müssten.

Steiner verteidigte die Maßnahmen der Staatsregierung: „Wir sind mittendrin im Hase-und-Igel-Spiel mit dem Virus und wir fahren im Nebel, da muss man vom Gas gehen.“ Kritiker sollten sich die Frage stellen, warum alle Staaten Europas mit z.T. weitaus drastischeren Maßnahmen gegen die Pandemie vorgehen. Den Takt gebe das Virus vor und sonst keiner. Er forderte als Entwicklungspolitiker, das Virus grenz- und erdteilübergreifend zu bekämpfen. Sonst würden alle nationalen Maßnahmen allein vor dem Hintergrund von Globalisierung und internationalem Reiseverkehr wirkungslos bleiben.

Pressemitteilung CSU Traunstein

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