Grüne Kreistagsfraktion in Traunstein erarbeitet Schwerpunktthemen

Lokaler Klimaschutz als zentrales Fundament für die soziale und ökonomische Zukunft

Kreisräte Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Traunstein
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Die grünen Kreisräte (v.l.) Marianne Penn, Sebastian Heller, Christoph Bauhofer, Margarete Winnichner, Dr. Michael Hüller, MdL Gisela Sengl, Sepp Hohlweger, Burgi Mörtl-Körner, Hans Kern, Helga Mandl, Willi Geistanger

Landkreis Traunstein/Obing - Die grünen Kreisräte haben in ihrer zweitägigen Jahresklausur in Obing die Agenda für die kommenden sechs Jahre im Kreistag abgesteckt.

Die Meldung im Wortlaut:


Zu Beginn stand aber noch mal der Rückblick auf die Kommunalwahlen am 15. März. Sehr zufrieden waren die grünen Kreisräte dabei mit dem erzielten Wahlergebnis im Landkreis Traunstein, aber höchst unzufrieden mit den Wahlen bei der konstituierenden Kreistagssitzung. Trotz der erstmaligen  Anzahl von vier Stellvertretern des Landrates waren die Grünen, die bei der Kreistagswahl zwei Sitze hinzu gewonnen hatten und jetzt zweitstärkste Fraktion sind, ebenso leer ausgegangen wie bei der Wahl der Sparkassenverbandsräte.

„Landrat Walch hätte zu Beginn der Sitzung sich seinen Hinweis sparen können, wonach die Parteizugehörigkeit im Kreistag keine Rolle spiele, wenn kurz danach die kompetenten und erfahrenen Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen bei den Wahlen samt und sonders nicht zum Zuge kommen“, kritisierte Kreisrat Willi Geistanger aus Siegsdorf, der erfolglos als Landratsstellvertreter kandidiert hatte. „Ein konstruktives parteiübergreifendes Miteinander in der kommunalen Familie sehe anders aus“, so Geistanger.


Klimaschutz zentrales Thema

Für die kommende Kreistagsarbeit sehen die grünen Kreisräte den Klimaschutz als das zentrale Thema. „Die Corona – Krise werden wir medizinisch hoffentlich in absehbarer Zeit in den Griff bekommen“, so Fraktionssprecher Sebastian Heller. Und er führte weiter aus, dass der Klimawandel uns in der Gegenwart und noch mehr die nachfolgenden Generationen existentiell herausfordert. „Sämtliche Planungen und Entscheidungen müssen deshalb immer im Zusammenhang mit dem Klimaschutz gesehen werden“, so Heller weiter.

Deshalb wollen die grünen Kreisräte mit konkreten Initiativen und Anträgen das bisher Erreichte mit Elan weiterentwickeln. Den Takt geben die Pariser Klimaziele vor, bis 2030 den regionalen CO2 – Ausstoß von bislang 8,9 t pro Person auf 3,5 t pro Person zu drücken. „Das in zehn Jahren zu schaffen, fordert von uns enormes Engagement“, so die grüne Kreistagsfraktion.

Neben der CO2 neutralen Energieerzeugung sehen die grünen Mandatsträger zur Bindung der klimaschädlichen Kohlenstoffe vor allem das nachhaltige Bauen, sowie den Umbau der örtlichen Wälder und die konsequente Renaturierung der regionalen Moorflächen. Hier bei wollen die Grünen die Waldbauern und die Forstverwaltung nach Kräften unterstützen. Darüber hinaus gilt es vor allem, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) vehement auszubauen und durch kluge Taktung für die Menschen attraktiv zu machen.

Fraktionssprecher Sebastian Heller setzt dabei auch auf eine konstruktiv kritische Zusammenarbeit mit den anderen Kreistagsfraktionen, denn er ist sich sicher, dass alle mitziehen müssen, um in wenigen Jahren die zwingend notwendigen Klimaziele zu erreichen.

Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen Kreistagsfraktion Landkreis Traunstein

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