Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Im Einsatz müssen die Handgriffe sitzen!

Von Reit im Winkl bis Maisenberg sowie von Pittenhart bis Kirchanschöring stellen derzeit 1540 Atemschutzgeräteträger ihre Fitness unter Beweis.
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Von Reit im Winkl bis Maisenberg sowie von Pittenhart bis Kirchanschöring stellen derzeit 1540 Atemschutzgeräteträger ihre Fitness unter Beweis.

Landkreis Traunstein - Der Einsatz als Atemschutzgeräteträger ist im Einsatzfall unweigerlich mit höchster Konzentration und einem hohen Adrenalinausstoss verbunden.

Diese speziell ausgebildeten Einsatzkräfte sind in der Regel unmittelbar im Gefahrenbereich einer jeden Einsatzstelle gefordert. Eine Voraussetzung um im Ernstfall Menschenleben zu retten, bildet die jährliche Belastungsübung an den Ausbildungsstandorten des Landkreises in Traunstein und Trostberg. Unter strengen Hygieneauflagen sind nun die ersten Übungen gestartet.

Die Coronasituation machte es erforderlich, die Pflichtübung fast völlig neu zu gestalten. Derzeit durchlaufen die 1540 Atemschutzgeräteträger aller Feuerwehren diesen Test. „Mit der Erhöhung der Ausbildungstage, verbunden mit der Reduzierung der Teilnehmerzahlen pro Termin haben es unsere Ausbilder geschafft, ein Hygienekonzept zu entwickeln, welches den behördlichen Segen erhalten hat“, so der Fach-Kreisbrandmeister Stefan Thurner im Gespräch und fügt an, „dass ich schon mächtig stolz auf unsere Leute bin, die sich allesamt konstruktiv eingebracht haben“.

Wolfgang Söldner, der Übungsstreckenleiter in Traunstein erklärt, „mit der Neugestaltung der Abläufe und Wege sowie einer konsequenten FFP 2 Maskenpflicht außerhalb des eigentlichen Durchgangs, kommen niemals zwei unterschiedliche Feuerwehren direkt miteinander in Kontakt. Darüber hinaus ist die Einweisung durch die Ausbilder auf ein minimales Maß reduziert und anhand des verbandseigenen Onlineportals wurden die Teilnehmer bereits im Vorfeld erfasst und deren Ergebnisse am Ende zudem digital übermittelt“.

Darüber hinaus wird neben einer deutlich verbesserten Belüftung der gesamten Anlage und einer konsequenten Flächendesinfektion das Risiko einer Ansteckung minimiert. Die körperliche Belastung unter vollständiger Schutzausrüstung mit angeschlossenem Gerät wird einerseits durch das Steigen auf einer sogenannten Endlosleiter erzeugt. Nach rund 60 Leitertritten in voller Montur gehen die Atemschutzgeräteträger in den eigentlichen Übungsparcours. In dem abgedunkeltem Raum durchsteigen sie Engstellen und Hindernisse bis sie nach rund 20 Minuten den körperlichen Test beendet haben.

„Die Durchführung der Belastungsübungen ist nur möglich, weil alle Beteiligten an einem Strang ziehen“, erklärt Andreas Grabmüller, der Leiter der Übungsstrecke in Trostberg. „Die Mitglieder der Kreisbrandinspektion haben den notwendigen Rahmen geschaffen und stehen uns auch weiterhin regelmäßig mit Rat und Tat zur Seite. Besonders es freut ihn, dass alle Atemschutzausbilder der Ausbildungsstätte die neuen Konzepte mittragen und an verantwortungsvoll umsetzen. „Schon mehrere Teilnehmer bedankten sich dafür, dass sie die Möglichkeit bekommen haben, endlich wieder mit der Ausrüstung zu üben. Alleine das zeigt mir, dass es den Aufwand wert ist“, so Andreas Grabmüller.

In das gleiche Horn blasen auch die beiden Atemschutzverantwortlichen im Landkreis Stefan Thurner und Alexander Erber. „Sowohl die Übungsstreckenleiter als auch die Gerätewarte und Kommandanten in Traunstein und Trostberg aber auch die Kreisfeuerwehrärzte und alle Ausbilder haben an einem Strang gezogen um den behördlichen Segen für den Lehrgangsbetrieb zu bekommen. Wir danken jedem Einzelnen für seinen Einsatz“, so der Tenor der Beiden.

Am 30. Januar sind die ersten Ausbildungen gestartet. An insgesamt 32 Terminen werden nun in den kommenden Wochen 1540 Atemschutzgeräteträger von Reit im Winkl bis Maisenberg und von Pittenhart bis Kirchanschöring den Test durchlaufen, damit die die Feuerwehren in allen Gemeinden auch zukünftig rund um die Uhr genügend einsatzfähiges ehrenamtliches Personal zur Verfügung haben.

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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