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Landkreis Traunstein

Karte verzeichnet Gewässerrandstreifen

Beispiel am Mörnbach: Unterschiedlich gehandhabt: Das Bild zeigt Ackerflächen entlang des Mörnbachs bei Bennoberg im Landkreis Traunstein. Links vom Bach mit Gewässerrandstreifen, rechts ohne. Foto: Wasserwirtschaftsamt Traunstein.
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Beispiel am Mörnbach: Unterschiedlich gehandhabt: Das Bild zeigt Ackerflächen entlang des Mörnbachs bei Bennoberg im Landkreis Traunstein. Links vom Bach mit Gewässerrandstreifen, rechts ohne. Foto: Wasserwirtschaftsamt Traunstein.

Wasserwirtschaftsamt Traunstein schließt Überarbeitung ab und legt Übersicht vor.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Landkreis Traunstein - Mehr als 2500 Kilometer Gewässer im Landkreis Traunstein haben Laura Pröbstl und Markus Huber im vergangenen Jahr überprüft. Im Anschluss haben die beiden Mitarbeitenden des Traunsteiner Wasserwirtschaftsamtes eine Hinweiskarte erstellt, die ab 15. März auf der Website der Behörde einzusehen ist. Diese Karte zeigt, wo im Landkreis Gewässerrandstreifen angelegt werden müssen. Der Bayerische Landtag hatte im Jahr 2019 neue gesetzliche Regelungen für Gewässerrandstreifen verabschiedet und war damit einer Forderung aus dem erfolgreichen Volksbegehren „Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern“ nachgekommen.

Besichtigung vor Ort notwendig

Um die Karte mit den Gewässerrandstreifen vorlegen zu können, haben die beiden Experten historische Karten ausgewertet und die Lage vieler Gewässer im Gelände überprüft. Auch das Erscheinungsbild der Bäche und Flussoberläufe sowie deren Nutzung haben sie vor Ort aufgenommen, um eine einheitliche Bewertung zu gewährleisten. Geoinformationssysteme sowie Fotos tragen außerdem dazu bei, die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren, meldet die Behörde.

Randstreifen als Erosionsschutz

Grundsätzlich gilt nach dem bayerischen Naturschutzgesetz, dass entlang natürlicher oder naturnaher Gewässer auf einem mindestens fünf Meter breiten Streifen jede acker- und gartenbauliche Nutzung untersagt ist. Eine Grünlandnutzung ist jedoch weiterhin möglich. Die Randstreifen dienen als Erosionsschutz und sollen dazu beitragen, dass weniger Düngemittel und Pestizide in die Oberflächengewässer geraten. Außerdem können auf den grünen Randstreifen neue Lebensräume entstehen, die Artenvielfalt wird gestärkt und das Landschaftsbild entlang der Gewässer aufgewertet. Dennoch sieht das Volksbegehren nicht für alle Gewässer Randstreifen vor. Ausgenommen sind unter anderem künstliche Gewässer, sowie Gräben, die zur Be- und Entwässerung dienen. Die Gewässerrandstreifenkulisse dient betroffenen Landwirten als Hilfestellung und soll gerade in Fällen in denen eine Einstufung nicht eindeutig erscheint, für Sicherheit und Klarheit sorgen.

Frist für Hinweise und Anregungen

Mit dem Offenlegen der Karte am 15. März beginnt eine sechswöchige Frist, während der das Amt Hinweise und Anregungen aus der Öffentlichkeit entgegennimmt. Nach Prüfung und Einarbeitung der Hinweise stellt das Landesamt für Umwelt die Gewässerrandstreifenkulisse zum 1. Juli über den UmweltAtlas Bayern im Internet bereit. Bei Fragen oder Hinweisen können sich Betroffene sowie Interessierte direkt an das Wasserwirtschaftsamt wenden: poststelle@wwa-ts.bayern.de

Ansprechpartner

Auskünfte über Auswirkungen der Gewässerrandstreifen, insbesondere auf die bestehenden Agrarumweltmaßnahmen (KULAP), erteilt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Traunstein. Für das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) ist die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt in Traunstein zuständig.

Pressemitteilung Wasserwirtschaftsamt Traunstein

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