Neue Datenschutzregeln wie in Österreich besser

Mittelstands-Union fordert Abmahn-Schutz

Landkreis Traunstein - Die Mittelstands-Union Kreisverband Traunstein (MU) fordert sofortige Nachbesserungen bei den neuen gesetzlichen Datenschutzregeln.

"In der Praxis zeigt sich, dass einige der gut gemeinten Datenschutz-Vorschriften völlig unpraktikabel sind. Sie schaden massiv den Mittelständlern und Vereinen im Chiemgau", kritisiert die MU-Kreisvorsitzende Petra Fürst-Zimmermann. Die Mittelstands-Union fordert deshalb die Politik auf, einen klaren Beschluss gegen drohende Abmahnpraktiken zu fassen. "Auch wenn es an sich sehr spät kommt: Die Regierung muss dringend Mittelständler und ehrenamtlich Tätige davor schützen, zur Zielscheibe unseriöser Abmahn-Anwälte zu werden", sagt Petra Fürst-Zimmermann.

Die Mittelstands-Union schaut über die Landesgrenzen hinaus und fordert, dass nach österreichischem Vorbild die Datenschutzbehörden zunächst einmal mahnen müssen, bevor es zu einer Sanktion komme. Dazu habe der Bundesvorstand der Mittelstandsunion einen entsprechenden Beschluss gefasst. Petra Fürst-Zimmermann: "Die Datenschutzbehörden müssen Augenmaß bewahren und sollten Sanktionen erst bei wiederholten Verstößen verhängen." Zudem kritisiert die Mittelstands-Union, dass die seit 25. Mai geltende europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) durch das neue Bundesdatenschutzgesetz in Deutschland noch strenger konkretisiert wurde als in anderen europäischen Ländern. Zum Beispiel sind in Deutschland deutlich mehr Unternehmen und Vereine verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. "Ich habe kein Verständnis dafür, dass die europäischen Vorgaben in Deutschland sogar noch verschärft wurden. Diese nationalen Verschärfungen müssen zurückgenommen werden", fordert die MU-Kreisvorsitzende.

Pressemeldung Mittelstands-Union Kreisverband Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Landkreis TS

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser