Zum Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar

Im Notfall 112 wählen

+
Europäischer Tag des Notrufs 112 am 11. Februar.

Landkreis Traunstein - Bereits 1991 wurde die europaweit gültige Notrufnummer 112 eingeführt.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Dennoch wählen im Notfall bis heute viele Menschen veraltete nationale Notrufnummern, wodurch es mitunter zu fatalen Verzögerungen im Rettungssystem kommen kann. Am heutigen Europäischen Tag des Notrufs 112 appelliert der Kreisverband Traunstein des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) darum an die Landkreisbürger, bei einem Notfall innerhalb der EU immer die 112 zu wählen und zudem die Kriterien für einen aussagekräftigen Notruf zu beachten.


"Die 112 ist die zentrale Notrufnummer für den gesamten EU-Raum. Die Nummer ist in jedem EU-Land vorwahlfrei, kostenlos und wird im Funk- und Festnetz mit Vorrang behandelt. Die 112 verbindet den Anrufer mit der örtlich zuständigen Leitstelle und funktioniert auch wenn das jeweilige Netz am momentanen Standort gerade nicht verfügbar ist", erklärt Jakob Goëss, Rettungsdienst-Leiter beim Rotkreuz-Kreisverband Traunstein. Bei der Integrierten Rettungs-leitstelle (ILS) Traunstein gehen pro Jahr rund 250.000 Anrufe ein. Die Leitstelle alarmiert dann je nach Notfall die zuständigen Rettungs- und Hilfsorganisationen. Alleine der Rettungsdienst des Roten Kreuzes leistet im Landkreis Traunstein pro Tag rund 80 Einsätze.

Wann sollte man die 112 wählen? Ob ein Notfall vorliegt oder nicht, ist für Angehörige, Passanten oder Augenzeugen nicht immer einfach einzuschätzen, insbesondere wenn sie selbst nicht über eine medizinische Ausbildung verfügen. "Im Zweifel ist es besser, gleich die 112 zu wählen. Denn gerade die ersten Minuten sind für die Überlebens- und Genesungschancen des Patienten oft entscheidend", erklärt Goëss. Typische Situationen oder Symptome, die auf einen Notfall hindeuten sind Vergiftungs-symptome, Schmerzen in der Brust, Störungen der Sprache, Lähmungserscheinungen, Störungen des Bewusstseins, Kreislaufkollaps, Atemnot, starker Blutverlust oder starke Schmerzen. "Sollte jedoch klar ersichtlich sein, dass keine Lebensgefahr besteht oder wenn man nur einen ärztlichen Rat einholen möchte, ist die ebenfalls vorwahl- und kostenfreie Nummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes die richtige Wahl", ergänzt Goëss.


Was muss die Leitstelle wissen? Die Integrierte Leitstelle, die man über die 112 erreicht, fragt die wichtigsten Daten ab: Was ist wo geschehen? Welche Verletzungen oder Erkrankungen liegen vor? Wer meldet den Notruf? Wer ist verletzt? Nach Beantwortung dieser Fragen sollte man jedoch nicht auflegen, sondern Rückfragen der Leitstelle abwarten. Die Mitarbeiter der Leitstelle sind zudem darin geschult, Instruktionen in Erster Hilfe zu geben. Ist man sich unsicher, wie man dem Patienten helfen kann bis die Rettungskräfte eintreffen, sollte man die Anweisungen des Leitstellen-Mitarbeiters genau befolgen. Ein weiterer Vorteil der 112 ist, dass die Telekommunikationsbetreiber europaweit gesetzlich verpflichtet sind, den Rettungsdiensten Informationen zum Standort des Anrufers zu übermitteln, um ein rasches Auffinden von Unfallopfern zu ermöglichen.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Traunstein

Kommentare