Pressemitteilung Kreisverband Gartenkultur und Landespflege e.V.

Schwarzes Gold im Garten

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Aus Abfällen wird "schwarzes Gold".

Landkreis Traunstein - Im Zuge der Biotonnen-Einführung im Landkreis Traunstein stellt sich bei Einigen die Frage nach der Verwertung von Garten- und Küchenabfälle.

Das ist einfach und kostengünstig durch die Eigenkompostierung. Es entsteht ein wertvoller Dünger und Bodenverbesserer, der Kompost. "Wir dürfen ihn im ganzen Garten einsetzen", so Kreisfachberater Markus Breier. Der Boden bekommt zurück, was durch Ernte, Pflanzenrückschnitt und sonstigen Entzug entnommen wird. Nährstoffe, wertvolle Humussubstanzen und nützliche Kleinstlebewesen sind enthalten und führen bei regelmäßiger Verwendung zu stabilen, fruchtbaren Böden, gutem Pflanzenwachstum, reicher Blüte und gutem Ertrag. Trockene Böden speichern mehr Wasser, lehmige Böden werden durchlässiger. Die Kleinlebewesen und Mikroorganismen sorgen für reiches Bodenleben –- und das kostenfrei, nachhaltig und umweltschonend. "Durch die Speicherung von Kohlenstoff im Boden trägt Kompostverwendung sogar zum Klimaschutz bei", ergänzt Kreisvorsitzender Florian Seestaller. Den Gartlern gilt Kompost nicht umsonst als "Schwarzes Gold".


Gut kompostieren lassen sich beispielsweise alle Garten- und Grünabfälle wie Gras- und Heckenschnitt, Laub, alte Pflanzen, Gemüse- und Obstreste, Stroh, Heu, Eierschalen. Nicht geeignet sind zum Beispiel Samen- und Wurzelunkräuter, gekochte und nicht-pflanzliche Essensreste (Ungeziefer-Gefahr!) sowie Kleintierstreu von Hunden und Katzen. Die ideale Mischung besteht aus 80% Grünabfällen und 20% holzigem Material. Das Ergebnis ist ein lockerer, nach Waldboden duftender Kompost. Nur Hungerkünstler wie Karthäusernelke, Natternkopf oder Mauerpfeffer, die in fast reinem Sand, Kies oder Schotter wachsen, bekommen keinen oder nur wenig Kompost. Für alle anderen gilt:eine jährliche Gabe von ein bis drei Litern pro Quadratmeter und Jahr deckt den durchschnittlichen Bedarf der meisten Gartenpflanzen mit fast allen Haupt- und Spurennährstoffen ab. Die Ausbringung erfolgt am besten im Frühjahr oder Sommer. Auf weitere Volldünger – egal ob mineralischer Blaukorn oder organischer Biodünger - sollte verzichtet werden! Eine Stickstoffergänzung brauchen darüber hinaus nur starkzehrende Pflanzen im Gemüse- oder Hochbeeet, z.B. Tomaten, Kürbis oder Kartoffeln. Für den Einsatz in Blumenerden oder Töpfen ist sieben sinnvoll. Der Fachhandel hält verschiedene Kompostbehälter bereit, im einfachsten Fall tut es auch ein Haufen im Garten.

Für den Einstieg in die Kompostierung haben der Kreisverband und der Kreisfachberater die wichtigsten Infos als Merkblatt zusammengestellt. Es ist beim Kreisverband unter www.garten-traunstein.de und am Landratsamt Traunstein erhältlich.

Pressemitteilung Kreisverband Traunstein Gartenkultur und Landespflege e.V.

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