Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

"Sondersignaltrainer" macht Halt im Landkreis

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Der "Sondersignaltrainer" macht Halt im Landkreis Traunstein

Landkreis Traunstein - Auf den Maschinisten der tonnenschweren Feuerwehrfahrzeuge lastet im Ernstfall eine große Verantwortung. Sie sind es, die Mannschaft und Gerät sicher zur Einsatzstelle bringen müssen.

Zahlreiche Studien belegen, dass die Unfallzahlen bei Fahrten mit Blaulicht und Martinshorn höher sind als üblich. Gefahren lauern dabei bei den Fahrzeugführern selbst, insbesondere kommen jedoch viele Verkehrsteilnehmer in Stresssituationen, wenn ihnen ein Fahrzeug mit Sonderrechten begegnet. Dies führt immer wieder zu nicht rationalen Entscheidungen und letztlich zur Steigerung der Unfallgefahren.

Aus diesem Grund hat sich das Bayerische Innenministerium in Zusammenarbeit mit der Versicherungskammer Bayern sowie dem Landesfeuerwehrverband Bayern dazu entschlossen, die Fahrer von Feuerwehrfahrzeugen mit einem Simulator, dem sogenannten "Sondersignaltrainer" zu sensibilisieren. In einem Halbtageslehrgang werden die Maschinisten in den rechtlichen Grundlagen unterwiesen und können anschließend in einer täuschend echten Fahrzeugumgebung Einsatzfahrten trainieren. Diese werden anschließend in einer Videoanalyse ausgewertet und gefährliche Situationen besprochen.

Es lassen sich dabei alle denkbaren Situationen in Bild und Ton einspielen. Egal ob Stadtverkehr oder Überlandfahrten, Fahrten durch die Rettungsgasse auf der Autobahn oder Nachtfahrten. Immer wieder tauchen plötzlich Gefahren auf, die vom Fahrzeuglenker eine Reaktion erfordern. Kreisbrandmeister Martin Hochreiter zeigte sich von den Möglichkeiten des digitalen Trainers begeistert. "So etwas kann man im realen Übungsbetrieb gar nicht darstellen", so Hochreiter. Er freue sich, dass die Landkreisfeuerwehren eine Woche lang die Möglichkeit hatten, diese Übungsmöglichkeit im Feuerwehrhaus Traunreut nutzen zu können.

Der für den Ausbildungsbetrieb des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein verantwortliche Fach-Kreisbrandmeister Josef Linner lobte die Disziplin der Feuerwehrfrauen und -männer. So war es möglich, dass annähernd 40 Teilnehmer in den Genuss kamen, den Simulator zu nutzen. Die Maschinisten der Feuerwehren Engelsberg, Kay, Maisenberg, Palling, Pietling, Haslach, Matzing, Nußdorf, Traunreut, Holzhausen, Oberwössen, Siegsdorf, Seebruck, Truchtlaching, Eisenärzt, Marquartstein, Vachendorf, Vogling, Hart, Ising, Kammer und Kienberg haben bewiesen, dass sie lauernde Gefahren frühzeitig erkennen und in Stresssituationen den Überblick behalten. Josef Linner ist davon überzeugt, dass dies zu einer Verbesserung der Sicherheit bei Einsatzfahrten führt.

Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

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