Pressemitteilung BRK Kreisverband Traunstein

Tag des Ehrenamtes: Unbezahlbare Hilfe

Die ehrenamtlichen Helfer*innen der Rotkreuz-Rettungshundestaffel.
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Die ehrenamtlichen Helfer*innen der Rotkreuz-Rettungshundestaffel rücken mit ihren Vierbeinern aus, wenn Menschen in weitläufigen oder schwer zugänglichen Gebieten vermisst werden.

Landkreis Traunstein - Menschen in Not zu helfen: das ist die zentrale Idee, die die vielen Helfer*innen, Mitglieder und Unterstützer*innen des Roten Kreuzes weltweit vereint.

Als größte humanitäre Bewegung der Welt ist das Rote Kreuz gemeinsam mit dem Roten Halbmond in mehr als 190 Ländern unserer Erde aktiv. Auch im Landkreis Traunstein gibt es einen sehr vielseitigen Rotkreuz-Kreisverband, der hilfsbedürftige Menschen in verschiedenen Notsituationen und Lebensphasen unterstützt. Das ist nur möglich, weil sich rund 1.800 Menschen aus der Region in ihrer Freizeit ehrenamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) engagieren und mit anpacken.

„Das Ehrenamt ist eine tragende Säule für unsere Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation. Nur durch das freiwillige Engagement und den großen Einsatz unserer zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer können wir so viele wirksame Hilfsmaßnahmen und Unterstützungs-leistungen für die Schwächsten der Gesellschaft realisieren. Mein herzlicher Dank gilt allen Frauen und Männern, die sich unentgeltlich beim Roten Kreuz einbringen und dadurch jeden Tag wirksam Not lindern“, betont BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Richter.

Unter dem Dach des BRK-Kreisverbandes Traunstein engagieren sich ehrenamtliche Helfer*innen in ganz verschiedenen Bereichen: sie eilen im Rettungsdienst Unfallopfern und akut Erkrankten zu Hilfe, retten bei der Wasserwacht Menschen vor dem Ertrinken, sichern als Bereitschaftsmitglieder Veranstaltungen sanitätsdienstlich ab, beugen im Katastrophenschutz Gefahren vor, unterweisen Kinder und Erwachsene in den Grundlagen der Ersten Hilfe, unterstützen Senior*innen und Menschen mit Behinderung im Alltag, betreuen traumatisierte Einsatzkräfte und Privatpersonen oder vermitteln in der Jugendarbeit altersgerecht die Bedeutung humanitärer Hilfe.

Auch das Ehrenamt kostet Geld - Mehrkosten durch Corona

Das Ehrenamt ist für die Rotkreuz-Arbeit von zentraler Bedeutung, ist jedoch für die Hilfsorganisation keinesfalls kostenlos. Denn Ausbildung, Ausrüstung und Absicherung der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer*innen kosten viel Geld. „Uns ist es wichtig, dass unsere Helferinnen und Helfer gut geschult werden und mit vernünftigem Einsatzmaterial arbeiten können. Um die finanziellen Mittel dafür aufbringen zu können, sind wir auf Spenden und die Unterstützung von Fördermitgliedern angewiesen“, betont der BRK-Kreisgeschäftsführer. Die Corona-Krise hat die Finanzierung nicht einfacher gemacht. Denn der zusätzliche Bedarf an Schutzkleidung hat erhebliche Mehrkosten verursacht und zugleich brachen wichtige Einnahmen durch Sanitätsdienste aufgrund der Absage vieler Veranstaltungen weg. Die umfangreichen Einsätze an der Corona-Teststation an der A8 im Sommer sowie derzeit an den Corona-Testzentren in Traunstein und Trostberg beanspruchen zudem die personellen Kapazitäten stark, da die ehrenamtlichen Helfer*innen weiterhin ihren regulären Berufen nachgehen müssen und zudem viele nicht mit Corona zusammenhängende Aufgaben ebenfalls zu erledigen sind. 

Jede/r kann mitmachen

Wer Teil der Rotkreuz-Gemeinschaft werden und sich für das Wohl seiner Mitmenschen in der Region einsetzen möchte, kann jederzeit bei einer der Rotkreuz-Ortsgruppen (Bereitschaften, Wasserwachten, Jugendrotkreuz und Bergwacht) im Landkreis Traunstein vorbeischauen und sich selbst ein Bild von der Arbeit der Helfer*innen machen. Auch die Wohlfahrts- und Sozialarbeit bietet vielseitige Betätigungsmöglichkeiten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, denn das Rote Kreuz bildet seine ehrenamtlichen Helfer*innen in den jeweiligen Einsatzbereichen aus. Wer schon Erfahrungen mitbringt, kann sein Wissen in den Rotkreuz-Fachdiensten vertiefen und sich spezialisieren. Wichtig ist beim Roten Kreuz, dass nicht zwischen Menschen unterschieden wird. Es spielt bei der Hilfeleistung keine Rolle, woher jemand kommt oder woran jemand glaubt. Was allein zählt, ist die Menschlichkeit.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Traunstein

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