Pressemitteilung Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Unmenschliche Zustände in Flüchtlingslagern lindern

Manuela Federl und Bernd Karmann von Lautlos e.V. beladen einen Hilfstrasport nach Bosnien.
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Manuela Federl und Bernd Karmann von Lautlos e.V. beladen einen Hilfstrasport nach Bosnien.

Landkreis Traunstein - Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ruft alle grünen Kommunalpolitiker im Landkreis zur Weihnachtshilfe für Flüchtlinge auf.

„Corona beherrscht derzeit unseren Alltag und in ähnlicher Weise auch die tägliche Berichterstattung in den Medien. Und so hat die unerträgliche Situation von Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos und an anderen Orten an der europäischen Außengrenze wie in Bosnien kaum einen breiten öffentlichen Widerhall.“ So begründete der Fraktionsvorsitzende der grünen Kreistagsfraktion, Sebastian Heller, den Vorschlag des Fraktionsvorstandes, für diese Menschen eine konkrete Hilfe zu leisten und damit ein sichtbares humanitäres Zeichen zu setzen. Der Fraktionsvorstand bittet deshalb alle grünen Mandatsträgerinnen und Mandatsträger im Landkreis Traunstein, ihre Dezember-Sitzungsgelder für Flüchtlingsprojekte zu spenden. Das Mitmachen ist natürlich freiwillig, es wäre aber nach Ansicht von Sebastian Heller ein starkes Zeichen, wenn sich möglichst Viele daran beteiligen.

Mit ihren Spenden unterstützen die grünen Kommunalpolitiker anerkannte Hilfsorganisationen, die gerade jetzt im Winter vor Ort unverzichtbare Hilfe leisten. Das reicht von dem in Altenmarkt ansässigen Verein Lautlos e.V. bis zu den „Ärzten ohne Grenzen“ oder Caritas International.

„Das Leben in den Lagern wie auf Lesbos ist menschenunwürdig. Am meisten leiden die Schwächsten“, erklärte die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl. „Man muss besonders diesen schutzbedürftigen Asylsuchenden, allein lebenden Frauen mit und ohne Kinder, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und Menschen mit Behinderungen helfen, schnellstmöglich aus ihrer lebensgefährlichen Situation heraus zu kommen. Wir haben nicht nur die Chance zu helfen, sondern auch die menschliche Verpflichtung dazu“, so der Fraktionsvorstand.

Christoph Bauhofer sprach sich ebenfalls für eine Hilfe vor Ort aus, nachdem wegen der „politischen Blockade“ innerhalb der EU nicht damit zu rechnen sei, dass Deutschland auf absehbare Zeit mehr als die zugesagten 1500 Asylsuchenden, sowie 150 unbegleitete Minderjährige einreisen lassen wird, obwohl einige Kommunen angeboten haben, mehr als die zugewiesene Zahl von Flüchtlingen aufzunehmen. 

Die Zusage zur Aufnahme dieser Menschen sei ein kleiner, notwendiger Schritt, reiche aber nicht aus. „Das ganze Camp müsse evakuiert werden. Alle Menschen dort hätten ein Recht auf humanitäre Unterbringung und ein faires Asylverfahren“, forderte Gisela Sengl. „Der Vorstand der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen“, so Sebastian Heller, „wird bis Weihnachten bei allen grünen Gemeinde-, Stadt- und Kreisräten im Landkreis dafür werben, die caritative Aktion zu unterstützen“.

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