Unternehmen bietet Helikopter und Waldbrandausrüstung an

Feuerwehren im Landkreis Traunstein - Hilfe aus der Luft: „Ein Glücksfall für die Region“

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Traunstein - In den Frühjahrs- und Sommermonaten kommt es immer wieder zu Wald- und Flächenbränden. So auch in diesem Jahr.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Die heimischen Feuerwehren waren bereits mehrmals bei kleineren Wald- und Flächenbränden gefordert. Glücklicherweise wurde unsere Region bisher von ganz großen Bränden verschont. Es werden sich jedoch sicherlich noch viele an den Bergwaldbrand in Ruhpolding im August 2018 oder den Brand am Thumsee im Juli 2013 erinnern. Nun hat sich in der Region ein Unternehmen mit internationaler Erfahrung in Sachen „Brandbekämpfung aus der Luft“ angesiedelt und hat den Feuerwehren seine Unterstützung angeboten.

Kreisbrandrat Christof Grundner bezeichnet es als „es als Glücksfall für die gesamte Region“. Er freut sich über das Angebot und die damit verbundene Verbesserung Ausrüstungssituation vor Ort. Aufgrund der geografischen Lage sind die Feuerwehren immer wieder in Bergwäldern oder an schwer zu erreichenden Einsatzstellen gefordert. Besonders an schwer zugänglichen Stellen sind Hubschrauber ein unverzichtbares Einsatzmittel. Sie haben die Möglichkeit in sogenannten Außenlastbehältern Wasser aus der Luft über den Brandstellen abzuwerfen oder Einsatzausrüstungen direkt an die Einsatzstellen zu befördern.


Im Landkreis Traunstein verfügen die Feuerwehren Siegsdorf und Übersee über eine sogenannte Waldbrandausrüstung, also Gerätschaften zur Bodenbrandbekämpfung. Diese wurde durch den Landkreis zentral beschafft und kommt somit im gesamten Einsatzgebiet sowie auf Anforderung auch darüber hinaus zum Einsatz. Darüber hinaus gibt es spezielle Einsatzkomponenten wie beispielsweise „Wassertransport“ oder „lange Schlauchstrecken“ die bei der Leitstelle in Traunstein hinterlegt sind und innerhalb kurzer Zeit zum Einsatz kommen können.

Kreisbrandmeister Thomas Mayr und Kreisbrandinspektor Georg König sind innerhalb des Kreisfeuerwehrverbandes für die Thematik „Vegetationsbrandbekämpfung und Flughelfer“ verantwortlich. Zusammen mit den Mitgliedern der dazugehörigen Arbeitskreise wollen sie so schnell wie möglich mit den neuen Möglichkeiten vertraut machen und planen bereits jetzt eine enge Zusammenarbeit. „Aus meiner Sicht können wir unheimlich von der Einsatzerfahrung dieses Unternehmens lernen und gleichzeitig die Ausbildung unserer Einsatzkräfte verbessern“, so Thomas Mayr.

Dieses Angebot ist eine ideale Ergänzung zu den bisherigen Möglichkeiten und verkürzt auf Grund der räumlichen Nähe die Eingriffszeiten der Feuerwehr bei derartigen Einsatzlagen deutlich. Dadurch erhöht sich die Chance, Entstehungsbrände frühzeitiger zu löschen bzw. einzudämmen bis weitere Unterstützung aus der Luft eintrifft. Aus der Sicht der Verantwortlichen bildet das Angebot eine perfekte Ergänzung zu den Hubschraubern der Bayerischen Polizei bzw. der Bundeswehr, die darüber hinaus bei Waldbrandeinsätzen angefordert werden können.

Die weltweit agierende Firma „Global Helicopter Service“ (GHS) ist unteranderem für „Ärzte ohne Grenzen“ in Afrika oder bei der Waldbrandbekämpfung in Spanien und Portugal im Einsatz. Anfang dieses Jahres hat die Firma ihren neuen Hauptsitz in Kirchanschöring eröffnet. Zurzeit ist dort als Transporthubschrauber eine „Bell 412“ stationiert, zudem befindet sich am Standort ein Löschwasserbehälter mit ca. 1500 Liter Fassungsvermögen der für Gras- Busch- und Waldbekämpfung genutzt werden kann.

„In der vergangenen Woche haben wir am Waginger See einen ersten Testflug durchführen können. Dieser ist absolut positiv verlaufen und ich bin froh, dass sowohl die Gerätschaften als auch die Crew zu 100 Prozent einsatzbereit sind“, so der GHS Geschäftsführer Dominik Goldfuss. Weiter freut er sich auf die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren in der Region. Kreisbrandrat Christof Grundner betont abschließend, „es ist gut zu wissen, dass wir zukünftig auf einen weiteren starken Partner vertrauen dürfen und ich bin davon überzeugt, dass dieses Angebot unseren Feuerwehren eine wertvolle Unterstützung in den zukünftigen Einsätzen geben wird“.

Pressemeldung Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V./hob

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