Pressemitteilung BRK Kreisverband Traunstein

Zahl der Blutspenden auf Vorjahresniveau

Viele Landkreis-Bürger*innen spenden regelmäßig Blut. In einer alternden Gesellschaft wird dieses Engagement für in Not geratene Mitmenschen immer wichtiger.
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Viele Landkreis-Bürger*innen spenden regelmäßig Blut. In einer alternden Gesellschaft wird dieses Engagement für in Not geratene Mitmenschen immer wichtiger.

Landkreis Traunstein - Im Jahr 2020 ist die Zahl der im Landkreis Traunstein getätigten Blutspenden im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben.

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) zählte in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt 7643 Blutspenden und damit 18 mehr als im Jahr 2019.

Mehr Spender*innen pro Termin

Erfreulich war, dass pro Termin im Schnitt deutlich mehr Bürger*innen Blut spendeten als im Vorjahr. So wurden an jedem der 63 Termine im Jahr 2020 durchschnittlich 121 Blutspenden geleistet, 2019 hatte der Durchschnittwert 101 Spenden pro Termin betragen. Die meisten Blutspenden an einem Termin (205) wurden im Dezember in Trostberg geleistet. Traunstein wies unter den Städten im Landkreis mit 167 die höchste durchschnittliche Spender*innen-Zahl pro Termin vor Trostberg (121) und Traunreut (120) auf. Bei den Gemeinden lag Obing (141) vor Seeon-Seebruck (121) und Palling (112). Zu beobachten war, dass gerade zu Beginn der Corona-Krise sogar mehr Menschen Blut gespendet haben als sonst. „Diese große Solidarität in Anbetracht der damals herrschenden Unsicherheit ist ein tolles Zeichen“, betont Claudia Schaffner-Konarski, die zuständige Sachbearbeiterin beim BRK-Kreisverband Traunstein.

Mehr Erstspender*innen und 75 Stammzellen-Typisierungen

Nachdem im Jahr 2019 eine sehr niedrige Zahl an Erstspender*innen (529) zu beklagen war, gab es im Jahr 2020 wieder eine leichte Aufwärtstendenz. 649 Bürger*innen spendeten im Landkreis Traunstein im vergangenen Jahr zum ersten Mal Blut. Dies ist besonders wichtig, da in einer alternden Gesellschaft immer mehr Präparate aus Spenderblut für die Behandlung von Patient*innen in den Kliniken benötigt werden und zudem langjährige Spender*innen ersetzt werden müssen, die altersbedingt nicht mehr regelmäßig Blut spenden können. „Vor allem auf die jungen Menschen kommt es an. Wir möchten alle ab 18 Jahren bitten, durch eine Blutspende mit geringem zeitlichen Aufwand weniger gesunden Menschen wertvolle Hilfe zu leisten“, sagt Schaffner-Konarski. Im Rahmen von drei Blutspendeterminen wurde zusätzlich eine unkomplizierte Typisierung als potentielle/r Stammzellenspender*in angeboten. „Für die Typisierung werden lediglich rund 2 Milliliter Blut mehr abgenommen. Diese Aktion ist auf großes Interesse gestoßen. 75 Spenderinnen und Spender haben daran teilgenommen - eine tolle Sache“, berichtet Schaffner-Konarski.

Zusätzliche Herausforderungen durch Corona-Schutzmaßnahmen

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen haben für die Organisation und Durchführung von Blutspendeterminen zusätzliche Anstrengungen erforderlich gemacht. Zwar unterliegen Blutspendetermine ohnehin äußerst strengen hygienischen Regularien, doch um Abstände und die maximale Personenzahl pro Raum einhalten zu können, mussten zahlreiche Termine in größere Räumlichkeiten wie Turnhallen verlegt werden. Auch spezielle Einmalunterlagen für Arm und Kopf sowie erweiterte Checklisten werden eingesetzt. 

Zum Blutspenden gibt es nach wie vor keine künstliche Alternative. Darum ist eine Blutspende auch explizit als triftiger Grund erwähnt, um das Haus trotz Ausgangsbeschränkungen zu verlassen. Rund die Hälfte aller vom Roten Kreuz gesammelten Blutkonserven wird übrigens zur Therapie bei Krebs-, Herz-, Magen- und Darmerkrankungen eingesetzt. Benötigt wird Spenderblut aber auch bei Geburtskomplikationen, Organtransplantationen, Knochen- und Gelenkkrankheiten, Blutarmut sowie diversen Unfällen. Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Darüber hinaus muss man mindestens 50 Kilogramm wiegen. Zur ersten Blutspende muss lediglich der Personalausweis mitgebracht werden.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Traunstein

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