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+++ Eilmeldung +++

Großeinsatz für die Feuerwehren

Rauchentwicklung in Industriegebäude in Peterskirchen

Rauchentwicklung in Industriegebäude in Peterskirchen

Ärgerlich und kostspielig

Behinderung von Rettungseinsätzen: Das droht Gaffern und Falschparkern

Freiwillige Feuerwehr Trostberg Appell an Bürger
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Dicht geparkte Autos in engen Straßen und der Weg für die Drehleiter zu kurz: Im Notfall sind das echte Herausforderungen für die Feuerwehren. Die Trostberger Wehr dokumtentierte hier glücklicherweise nur Übungseinsätze und Bewegungsfahrten.

Falschparker in der Feuerwehranfahrtszone, Gaffer, Beschimpfungen durch Passanten - Rettungskräfte müssen sich oft mit Querulanten herumschlagen. Doch gerade in Notsituationen gilt es Nerven zu bewahren, weiß der Pressesprecher vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein. Und für Behinderer von Rettungseinsätzen kann es schnell teuer werden, wie ein Blick in den Bußgeldkatalog offenbart.

Landkreise - Bei Bewegungsfahrten und Übungseinsätzen fallen sie besonders auf: Falschparker, die Wege so blockieren, dass die Feuerwehr nicht mehr durchkommt oder die Drehleiter zu kurz ist. Die Trostberger Feuerwehr hat ihrem Ärger bereits öffentlich in einem Facebook-Post Luft gemacht und appelliert an die Bevölkerung mehr Rücksicht zu nehmen.

chiemgau24.de erkundigte sich ergänzend dazu bei Hubert Hobmaier, dem Pressesprecher vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein. „Wenn es um Leben oder Tod geht, dann treffen wir Feuerwehren durchaus hoheitliche Maßnahmen“, erklärt der. Im Ernstfall seien bei einem Einsatz genug Leute vor Ort, da könne ein Auto, das im Weg oder falsch parkt, schon einmal weggehoben werden.

Hubert Hobmaier, Pressesprecher vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein.

Die Regel aber sei das definitiv nicht, in den seltensten Fällen komme es im Ernstfall zu Komplikationen. In Großstädten wie München sehe die Lage anders aus, auf dem Land halte es sich noch in Grenzen mit Behinderern von Rettungseinsätzen.

In Treppenhäusern werden bei Rauchentwicklungen im Weg stehende Kinderwagen oder Räder schnell weggeschoben, um den Fluchtweg zu ermöglichen. Am schwierigsten tue sich die Wehr mit den großen Einsatzfahrzeugen in engen Gassen von Altstädten rund um die Salzach-Gegend. Auch ein Problem: Elterntaxis vor Schulen und Kindergärten, die die Feuerwehranfahrtszone blockieren.

Bis zu 100 Euro und ein Punkt für die Behinderung von Rettungseinsätzen

Während die Feuerwehren für den akuten Einsatz verantwortlich sind, nimmt im Fall einer Behinderung die Polizei den Straftatbestand und eine etwaige Strafverfolgung auf. Welche Konsequenzen Gaffern oder Falschparkern drohen, weiß Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

„Die Unterscheidung zwischen der Anzeige beziehungsweise der Verwarnung von Verkehrsordnungswidrigkeiten richtet sich nach dem Bußgeldkatalog. Bei der Bemessung des Bußgeldes wird immer zwischen Halten und Parken sowie mit oder ohne Behinderung differenziert.“

Ein Blick in den Bußgeldkatalog offenbart demnach: Verbotswidriges Halten in einer Feuerwehranfahrtszone oder Feuerwehrzufahrt kostet 20, Parken 55 Euro. Verbotswidriges Parken im Bereich einer Feuerwehranfahrtszone, einer Feuerwehrzufahrt oder eines Rettungswegs und damit die Behinderung eines Rettungsfahrzeugs im Einsatz hat ein Bußgeld von 100 Euro sowie einen Punkt in Flensburg zur Folge.

Neben den Halt- und Parkverstößen, die von Polizeibeamten im Rahmen der Streife festgestellt werden, teilen immer wieder Bürger mit, dass für sie eine Straße wegen parkender Fahrzeuge nicht befahrbar sei, sie aus ihrer Ausfahrt nicht herauskämen oder eben andere Verkehrsteilnehmer in Feuerwehranfahrtszonen stünden. In all diesen Fällen werde Polizei neben der kommunalen Verkehrsüberwachung tätig.

Gaffern droht im Ernstfall die Freiheitsstrafe

Bei Schaulustigen gebe es Sonntag zufolge verschiedene Tatbestände: Das Befahren des Seitenstreifens auf der Autobahn und dadurch die Behinderung von Rettungskräften liegt bei 20 Euro, unterlassene Hilfeleistung oder Fotografierens sowie Filmes eines Unfalls kann mit einer Freiheitstrafe bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden.

„Als Verkehrsteilnehmer sollte man, wenn man zu einem Unfall kommt, immer die Rettungskräfte verständigen, erste Hilfe leisten und wenn professionelle Hilfskräfte bereits vor Ort sind, deren Zeichen und Weisungen beachten“, rät Sonntag abschließend.

mb

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