Chiemgauer Bergwacht mahnt aber: Rodelunfälle können gefährlich sein

Ansturm auf Wintersportgebiete: „Momentan spielt uns das Wetter noch in die Karten“

Momentan sei die Einsatzlage für die Bergwacht noch entspannt, berichtet Michael Holzner, stellvertretender Regionalleiter der Bergwacht Chiemgau gegenüber chiemgau24.de. Er warnt allerdings, das die derzeitigen Wetterbedingungen auch für eine erhöhte Verletzungsgefahr bei Rodelunfällen sorgen.
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Momentan sei die Einsatzlage für die Bergwacht noch entspannt, berichtet Michael Holzner, stellvertretender Regionalleiter der Bergwacht Chiemgau gegenüber chiemgau24.de. Er warnt allerdings, das die derzeitigen Wetterbedingungen auch für eine erhöhte Verletzungsgefahr bei Rodelunfällen sorgen.

Landkreise Traunstein/Berchtesgadener Land - Noch sorgt das aktuelle Wetter trotz Ansturm auf die Wintersportgebiete der Region für eine entspannte Einsatzlage für die Bergwacht. Sie warnt allerdings vor erhöhter Verletzungsgefahr beim Rodeln.

„Wenn‘s so ruhig bleibt wie jetzt, wären wir froh. Momentan spielt uns das Wetter noch in die Karten“, erklärt Michael Holzner, stellvertretender Regionalleiter der Bergwacht Chiemgau gegenüber chiemgau24.de. „Das Einsatzgeschehen hält sich Gott sei Dank in Grenzen. So werden auch die Kliniken der Region nicht zusätzlich belastet.“ Die Bergwacht habe aber durchaus schon einen stärkeren Ansturm auf die Wintersportgebiete der Region verzeichnet. „Wegen der eher dünnen Schneedecke sind die meisten davon aber zum Wandern oder Schlittschuhlaufen da.“

Zustände wie am Schliersee oder dem Spitzingsee seien derzeit nicht absehbar. Diese erlebten am Wochenende einen Ansturm von Ausflüglern. Auch am Sonntag war die Situation stellenweise außer Kontrolle. Der Ansturm ist enorm“, sagte der Bürgermeister von Schliersee, Franz Schnitzenbaumer. Hunderte Schlittenfahrer tummelten sich selbst auf kleinen Hügeln und die Skipisten bevölkerten Tourengeher.

Lage für Chiemgauer Bergwacht derzeit entspannt - Allerdings hohe Verletzungsgefahr bei Rodelunfällen

Die meisten Einsätze in der Region würden derzeit Rodelunfälle betreffen. So zuletzt am Sonntag am Unternberg bei Ruhpolding. Dort stürzte zunächst ein Mann aus dem Landkreis Berchtesgadener Land im oberen Bereich der Rodelbahn und verletzte sich an Kopf und Gesicht. Dass der Mann einen Helm trug, verhinderte Schlimmeres. Am Nachmittag stürzte ein 24-Jähriger aus dem Landkreis Traunstein auf der hart gefrorenen Forststraße im unteren Bereich der Bahn und zog sich dabei innere Verletzungen zu.

Die Rodelbahn am Unternberg ist derzeit wegen geschlossener Bergbahn nicht offiziell in Betrieb. Trotzdem sind dort täglich zahlreiche Menschen unterwegs. „Das Problem dort und an anderen Rodelstrecken in der Region ist: Die geringe Schneeauflage und Vereisung erhöhen die Verletzungsgefahr“, mahnt Michael Holzner.

Schnee der nächsten Tage dürfte keine Änderung bringen

Für die nächsten Tage sagt der Wetterbericht Schnee voraus. Holzner erwartet davon allerdings erstmal keine Änderung der Lage. „Das wird nur minimale Änderungen ergeben. Nichts, was die Skipisten jetzt sehr viel attraktiver machen würde“, erklärt er. „Auf absehbare Zeit dürfte sich damit der Wintersportbetrieb einigermaßen in Grenzen halten.“

Präparierte Pisten gäbe es derzeit, wegen der Schließung der Skilifte, überwiegend nur dort, wo Wintersportler trainieren würden. „Aber auch das ist ja nur ein Behelf, es macht nicht unbedingt Spaß dort zu fahren.“

hs

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