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Die Staatsanwaltschaft hat den Fall bereits bewertet

PETA-Strafanzeige zu 500 getöteten Dachsen – „das schädigt uns Traunsteiner Jäger“

Bedrohte Tierarten
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Dachs.

PETA spricht von Töten „aus Spaß“: Wegen über 500 erlegter Dachse hat die Tierrechtsorganisation jetzt Traunsteiner Jäger angezeigt - doch die Verweisen auf immer mehr Schäden durch die Tiere. Die Staatsanwaltschaft hat die Anzeige bereits geprüft.

Landkreis Traunstein/Palling - Die Tierrechtsorganisation PETA ist mal wieder juristisch aktiv: Sie hat bei der Staatsanwaltschaft Traunstein eine Strafanzeige gegen Jäger aus dem Landkreis Traunstein erstattet - es geht um insgesamt 516 Dachse, die dort in den Jahren 2019 bis 2021 erlegt wurden. Dachse seien weder gefährlich, noch würden sie gegessen oder Schäden anrichten . Einen „vernünftigen Grund“ für die Tötungen, wie er laut Tierschutzgesetz Voraussetzung sei, gäbe es deshalb nicht. „PETA fordert die Hobbyjäger im Landkreis Traunstein auf, das Töten von Tieren zum Spaß ab sofort zu unterlassen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

PETA-Anzeige wegen Dachstötungen im Landkreis Traunstein

Die Staatsanwaltschaft bestätigt auf Anfrage von chiemgau24.de den Eingang der Anzeige. Sie stammt vom 12. Juli und richtet sich laut Pressesprecher Rainer Vietze jedoch gegen „unbekannte Jäger“. Es geht um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Doch die Traunsteiner Staatsanwaltschaft fügt hinzu: es gibt keine Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten der Jäger. Die Anzeige von PETA wird nicht weiterverfolgt. PETA stützt sich in ihrer Pressemitteilung auf einen Bericht vom Juni über die Hegeschau des Traunsteiner Jagdverbandes in Palling. Dort berichteten die Jäger rückblickend selbst, zwischen 2019 und 2021 die 516 Dachse getötet zu haben.

Sepp Freutsmiedl ist von der PETA-Anzeige alles andere als begeistert. Sie sei „nicht haltbar“ und schädige das Ansehen der Jäger im Landkreis Traunstein, so der Erste Vorsitzende der Kreisgruppe Traunstein im Landesjagdverband gegenüber chiemgau24.de. Die Dachse würden immer mehr, durch sie verursachte Schäden seien keine Seltenheit mehr, berichtet Freutsmiedl. Er spricht von einem „unvertretbaren Ausmaß“ und nennt Beispiele: „Dachse hinterlassen in den Feldern, Wiesen und in den Gärten trichterförmige Löcher, ähnlich der Schäden, die durch Sauen angerichtet werden. Dachse wühlen die Erde auf, um Würme oder Engerlinge zu finden.“

Fakt ist, dass der Dachs in Bayern dem Jagdrecht unterliegt. Jagdzeit besteht vom 1. August bis 31. Oktober. Dachse werden bis zu einem Meter lang und wiegen zwischen sieben und 20 Kilogramm. Dachschäden sind für die betroffenen Landwirte jedoch nicht ersatzpflichtig. Laut Landwirtschaftsministerium wurden 1990 noch rund 8000 Dachse in Bayern erlegt, 2020 waren es dann schon etwa 24.000.

xe

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