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Noch diese Woche neue Einstufung

Plötzlich ungeimpft: Was der neue Impfstatus für Zehntausende im Kreis Traunstein bedeutet

impfstatus teilweise nur noch bis 1. Oktober gültig.
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Ab 1. Oktober ändern sich die Regeln, wer als vollständig Corona-geimpft gilt.

Zehntausende Bürger im Landkreis Traunstein gelten bald als ungeimpft. Denn: Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz ändert sich noch diese Woche der Corona-Impfstatus. Die neue Einstufung kann ungeahnte Folgen haben...

Landkreis Traunstein - Die neuen Corona-Regeln lassen ab Samstag einige Einwohner im Landkreis Traunstein ohne gültigen Impfstatus zurück. Nur noch bis zum 30. September liegt nach §22a des Infektionsschutzgesetzes ein vollständiger Impfschutz vor, wenn zwei Einzelimpfungen absolviert wurden. Ab 1. Oktober fällt diese Regelung weg. Dann gilt gemäß des neuen Gesetzespakets nur noch als „vollständig geimpft“, wer mindestens eine Booster-Impfung erhalten hat. Eine Ausnahme gelte nur für diejenigen, die zweimalig geimpft und zusätzlich als genesen gelten.

Über 22.000 im Landkreis Traunstein ab 1. Oktober offiziell „ungeimpft“

Gemäß den Zahlen aus dem Landratsamt sind mehr als 22.000 Bürger im Kreis Traunstein von der neuen Regelung betroffen. Denn im Gegensatz zu den rund 114.600 Zweitimpfungen haben sich nur etwa 92.200 auch boostern lassen. Weitere 9.000 haben sogar schon die zweite Auffrischungsimpfung erhalten, die aktuell von der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts speziell für Menschen über 60 Jahre und für Risikogruppen empfohlen wird. Die Zahlen für den Landkreis Traunstein stammen vom 21. September.

Vergleich der Impfquoten in Deutschland, Bayern und im Landkreis Traunstein.

Aktuell ergeben sich für nicht vollständig Geimpfte nach dem neuen Infektionsschutzgesetz zwar noch keine großen Nachteile. Das könnte sich bei steigenden Inzidenzwerte und möglichen Verschärfungen im kommenden Herbst jedoch ändern. Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach soll das Gesetzespaket, das bis zum 7. April 2023 gelten soll, die Bundesregierung besser auf eine mögliche Corona-Welle vorbereiten. Das bedeutet, dass man es den Ländern ermöglichen will, zielgenau je nach pandemischer Lage genau das anzubieten, was notwendig sei.

Möglicherweise wieder Maskenpflicht für Ungeimpfte

Das neue Gesetz sieht daher vor, dass in einer ersten Stufe wieder die Maskenpflicht in Kultur-, Freizeit-, Sport- oder gastronomischen Einrichtungen eingeführt werden kann. Diese Maßnahme könnten die Länder laut dem Gesetz dann treffen, wenn durch einen besonders starken Anstieg der Inzidenzzahlen die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens oder die kritische Infrastruktur in Gefahr sind. Die Länder wären demnach aber auch befugt, vollständig Geimpfte von dieser potenziellen Maskenpflicht auszunehmen.

Jeder mit einer Booster-Impfung könnte also weiterhin ohne Maske ins Konzert oder zum Essen gehen, während alle Bürger mit nur zwei Impfungen von der Verschärfung betroffen wären. Der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek beklagte bei der Vorschrift jedoch bereits, dass eine klare Definition für die verschärften Maßnahmen fehle. Im Landkreis Traunstein kann zusätzlich zu den Angeboten der Arztpraxen und des Impfzentrums in Traunstein auch der Impfbus weiterhin genutzt werden, der mehrmals wöchentlich an verschiedensten Orten im Landkreis Halt macht.

xe

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