So straff ist der Winterdienst im Landkreis organisiert

Schon seit 3 Uhr morgens sind die Schnee-Spähtrupps unterwegs

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Landkreis - Auch wenn der ein oder andere durch sie früher wach wird: für die Vorhut der Räumdienste beginnt der Dienst an Tagen wie heute schon mitten in der Nacht!

Es mag sich aufs erste kompliziert anhören, doch es hat sich längst eingespielt: Für Bundes-, Kreis- und Gemeindestraßen sind jeweils unterschiedliche Räumdienste verantwortlich. Bei Schneefall ist der Arbeitsablauf bei allen aber straff organisiert.

Bauhof-Mitarbeiter ab 2 Uhr in Bereitschaft

Bei der Stadt Traunstein zum Beispiel wird schon gegen Mitternacht die Situation auf den Wegen und Straßen geprüft. Die Mitarbeiter des Bauhofs haben dann ab 2 Uhr nachts Bereitschaft und sind ab 3 Uhr im Einsatz. Auch auf den größeren Straßen fahren schon vor 3 Uhr morgens sogenannte Winterdienst-Melder des Landkreises und des Staatlichen Bauamts Patrouille.

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Diese Schnee-Spähtrupps haben die Straßen im Blick und geben Alarm an die Räum- und Streufahrzeuge. Im Bereich der Straßenmeisterei Traunstein werden die Einsätze von einer selbst entwickelten mobilen Einsatzzentrale aus koordiniert. Allein der Landkreis hat für sein 380 Kilometer langes Kreisstraßennetz fünf eigene Räumfahrzeuge im Einsatz und arbeitet darüber hinaus mit 13 Räumfahrzeugen von privaten Anbietern zusammen. 

Welche Massen an Streusalz in der Region gelagert sind

Dazu kommen schiere Massen an Tausalz, die die Behörden längst eingelagert haben: 20.300 Tonnen Salz hat das Staatliche Bauamt beispielsweise bevorratet. Es ist für die Bundesstraßen in den Landkreisen Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land zuständig - außerdem auch für die A94 zwischen Ampfing und Marktl sowie für die Kreis- und Staatsstraßen im Berchtesgadener Land: über 900 Kilometer Straßen insgesamt. 18 eigene und 29 angemietete Räumfahrzeuge hat das Staatliche Bauamt.

6500 Tonnen Streusalz weisen die Lager des Landkreises Traunstein auf, die damit auch einige Städte und Gemeinden mitversorgen. Die Stadt Traunstein hat rund 150 Tonnen Salz eingelagert, 500 weitere Tonnen wären bereits gekauft und jederzeit verfügbar. Die 200 Kisten mit Split und Salz im Stadtgebiet wurden schon Ende Oktober gefüllt

20 "Handräumer" für die Gehsteige allein in der Stadt Traunstein

Für die Gehsteige sind in der Stadt Traunstein auch bis zu 20 sogenannte Handräumer unterwegs, die sich nur um das Räumen und Streuen der Gehwege kümmern.Auch sie sind von 6 bis 20 Uhr unterwegs. Bei der Stadt hat man ein System mit vier Dringlichkeitsstufen zum Räumen der Straßen: Höchste Priorität haben die Hauptverkehrswege, die geringste Dringlichkeit haben dagegen Anliegerstraßen und Straßen in Wohngebieten.

Die Behörden weisen außerdem darauf hin, dass man möglichst darauf verzichten sollte, Winterdienstfahrzeuge im Einsatz zu überholen.Und ein Appell der Stadt Traunstein aus dem vorigen Winter: Auch wenn die Schneemassen mehr werden möglichst weit am Rand parken. Im Januar hatte der Traunsteiner Winterdienst mit Situationen zu kämpfen, wo manche Straßen unbefahrbar wurden, weil die Autos wegen dem Schnee zu weit auf der Straße standen.

xe

Rubriklistenbild: © dpa - picture alliance/Symbolbild

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