Bund und Länder beschließen neue Regeln ab Oktober

Weiter kostenlose Corona-Tests für Reiserückkehrer: Das meinen unsere Leser

Die Corona-Testation an der Raststation Hochfelln bei Bergen.
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Die Corona-Testation an der Raststation Hochfelln bei Bergen.

Landkreise - Sollen Urlauber, die zurück nach Deutschland kommen besser getestet werden oder vielmehr weniger? Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Bund und Länder debattierten am Donnerstag über schärfere Regeln - ebenfalls wie unsere Leser.

„Angesichts der gestiegenen Zahlen müssen wir einen neuen Anlauf nehmen, damit wir wieder zu niedrigeren Zahlen zurückkehren“, betont Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstagnachmittag in der Pressekonferenz nach der gemeinsamen Sitzung von Bund und Ländern. So soll im September gerade in Bezug auf Tests für Reiserückkehrer noch alles beim Alten bleiben, ab Oktober aber werde das Konzept modifiziert.


Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder unterstreicht, die bisherige Teststrategie sei richtig gewesen für den Freistaat Bayern: „Wir halten an allem fest, was wir machen - aber ab dem 1. Oktober in anderer Form.“ So soll es digitale Einreisekarten geben, die die Nachverfolgung möglicher Infektionsketten möglich einfacher gestalten sollen. Indes soll es mit den kostenlosen Tests - sowohl aus Risiko - und Nicht-Risiko-Gebieten - weiter gehen. „Der Hinweis in Risiko-Gebiete nicht zu reisen, steht“, betont Söder und appelliert auch an die Eigenverantwortung der Bürger. „Unsere Kernaufgabe ist es die Vernünftigen vor den Unvernünftigen zu schützen.“

Rückkehrer aus Risiko-Gebieten müssen sich ab Oktober in eine vierzehntägige Quarantäne begeben um damit der Verantwortung gegenüber den Mitbürgern gerecht werden, erklärt Merkel weiter. Ein Test soll ab dem fünften Tag durchgeführt werden und man bemühe sich um eine möglichst breite Aufstellung an den Teststationen. Wer sich den Quarantäne-Vorgaben widersetzt, auf den warten empfindliche Strafen. Auf Reisen in Risiko-Gebiete soll wenn möglich - außer aus dringenden Privatgründen wie dem Tod eines Angehöhrigen oder dringlichen geschäftlichen Gesichtspunkten - unbedingt verzichtet werden, so die Empfehlung der Kanzlerin. Ob sich der Freistaat an den neuen Regeln des Bunds anschließt oder den bayerischen Sonderweg wählt, ließ Söder offen.


Corona-Tests für Urlauber verbessern oder minimieren? So reagieren unsere Leser

Für bessere Testungen spricht sich Rosi K. unter dem Post von rosenheim24.de auf Facebook aus: „Urlauber darf man nicht der Hetze aussetzen (...) das Risiko ist hier genauso.“ Marianne L. kommentiert unter dem Post von chiemgau24.de klipp und klar: „Wir sind für Tests“ während Hubert R. auf der BGLand24.de-Facebook-Seite auf eher ironische Art und Weise verlauten lässt: „Auf alle Fälle testen in den Urlaub fahren und Corona mit bringen."

Jennal L. äußert auf der Facebook-Seite von innsalzach24.de allgemeine Verwunderung über die ganze Testerei: „Meiner Meinung nach zuerst zwei Wochen Quarantäne und dann testen. Bringt doch absolut nichts sich gleich bei Heimreise testen zu lassen. Was ist, wenn sich der oder diejenige erst am zum Beispiel am Vortag angesteckt hat?“

Noch vor der Sitzung mit der Bundeskanzlerin lieferten sich bereits Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder einen Schlagabtausch wie es weitergehen soll. Wie unsere Umfrage offenbart, schließen sich rund 50 Prozent der Meinung des Ministerpräsidenten an, Tests vielmehr noch zu verstärken, während sich nicht einmal ein Drittel der Leser (22 Prozent) auf die Seite des Bundesgesundheitsministers schlägt, der die Testungen lieber an anderer Stelle denn an den Ländergrenzen sehen würde.

Einigkeit unter den Lesern bei der Frage nach den Kosten für den Test

Während die Meinungen bei den allgemeinen Testungen auseinander driften, sind sich unsere Leser beim finanziellen Aspekt eher einig: Die Frage, ob Urlaubsrückkehrer selbst für Test und Quarantänezeit aufkommen sollten, beantworten über 80 Prozent mit "Ja".

Norbert S. hinterfragt unter dem chiemgau24.de-Facebook-Post, ob es denn wirklich nötig sei, heuer während der Pandemie in den Urlaub fahren zu müssen: „Ich bin der Meinung, wer jetzt unbedingt in den Urlaub fahren muss, der sollte seinen Test selber bezahlen (...), diejenigen, die daheim bleiben sind die Dummen. Der Test wird von Steuern bezahlt, also von der Allgemeinheit (...) die, die daheim bleiben ‚zahlen‘ den Test für die anderen...“

„Wer Geld hat um in den Urlaub zu fliegen/fahren und dafür genug Geld bezahlt kann auch auch den Test selber zahlen. Und jeder kennt das Risiko", bekräftigt auch Marcell J. auf der innsalzach24.de-Facebook-Seite.

mb

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