Herr König übergibt an Herr Rehm

Amtsübergabe im Staatlichen Bauamt Traunstein

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Herr König

Traunstein - Im Beisein von zahlreichen Festgästen aus Politik und Öffentlichkeit hat Regierungspräsidentin Brigitta Brunner heute den bisherigen Amtsleiter am Staatlichen Bauamt Traunstein, Herrn Ltd. Baudirektor Sebald König, verabschiedet und Herrn Baudirektor Christian Rehm als neuen Behörden- und Bereichsleiter Straßenbau in sein Amt eingeführt.

Sebald König, der dieses Amt seit 2002 innehatte, ist mit Ablauf des Jahres 2017 in den Ruhestand gegangen, nachdem er in ein paar Monaten das 66. Lebensjahr vollendet. Sein Nachfolger Christian Rehm (54) war bisher als Bereichsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Rosenheim tätig.

Der neue Behörden- und Bereichsleiter Christian Rehm hat bisher bei vielen Verwendungen im Bereich der Bayerischen Staatsbauverwaltung Erfahrungen sammeln können, die ihn als neuen Chef des Staatlichen Bauamtes qualifizieren. Sein dienstlicher Werdegang führte ihn 1995 zunächst an das Straßenbauamt München, wo er zunächst Projektgruppenleiter und ab 2000 Leiter der Zentralabteilung war. 2001 wechselte Christian Rehm an die Oberste Baubehörde in das Sachgebiet „Straßenbau Oberbayern und Schwaben“, bevor er 2002 an das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen nach Bonn abgeordnet wurde und dort im Referat „Gebietsaufgaben Bayern“ tätig war. 2005 kehrte Christian Rehm nach Bayern zurück und war zunächst für ein Jahr im Sachgebiet Straßenbau der Regierung von Oberbayern eingesetzt. Am 1. September 2006 wechselte er zur Autobahndirektion Südbayern und leitete dort das Planungssachgebiet „Strecke Mitte“. Seine wichtigste Aufgabe in dieser Zeit war die Planung der A 94 zwischen Forstinning und Heldenstein. Am 15.11.2014 übernahm Christian Rehm die Leitung des Bereichs Straßenbau am Staatlichen Bauamt Rosenheim. Schwerpunkte seiner Aufgaben in dieser Zeit waren der Bau der Westtangente Rosenheim (B15) und der Bau der Ortsumfahrung Grafing (St 2080).

Regierungspräsidentin Brigitta Brunner und Ministerialdirektor Helmut Schütz, Leiter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern für Bau und Verkehr würdigten in ihren Reden die Leistungen des Staatlichen Bauamtes Traunstein, die in den letzten 15 Jahrenin den Bereichen Straßen- und Hochbau im Zusammenwirken mit den Querschnittsabteilungen erbracht werden konnten.

Im Bereich Straßenbau betreut das Staatliche Bauamt Traunstein ein Netz von rd. 900 km Bundes- und Staatsstraßen in den Landkreisen Altötting und Traunstein und im Landkreis Berchtesgadener Land zusätzlich auch noch die Kreisstraßen.

Auf diesem Netz konnten seit 2002 auf 75 km Neubau- bzw. Ausbaumaßnahmen fertiggestellt werden.

Herausragende Einzelprojekte waren insbesondere

  • 7 neue Ortsumgehungen (B 588 Eisenfelden, B 299 Unterneukirchen, St 2095 Grabenstätt, B 307 Raiten, B 304/St 2105 Traunstein/Hufschlag, St 2105 Weibhausen, B 304 Mühlreit mit Beseitigung eines Bahnüberganges) und
  • 4 größere Um- und Ausbaumaßnahmen (St 2104 Gaden-Buchwinkel, St 2104 nördlich Freilassing, St 2098 Neustadl-Ruhpolding, und B 20 3-streifiger Ausbau Marktl- Burghausen).

Besonders erfreulich war, dass es 2017 noch gelang, nach der Erlangung von rechtsbeständigen Planfeststellungsbeschlüssen bei der 

  • Ortsumgehung Obing und dem 1.Bauabschnitt der Ortsumgehung Altenmarkt die Baufreigabe durch das Bundesverkehrsministerium zu erreichen und deren Bau mit dem 1. Spatenstich zu beginnen.

BeimZustand der Fahrbahndecken stellt sich die Situation wie folgt dar: In den letzten 15 Jahren konnten insgesamt auf rund 430 km neue Fahrbahndecken eingebaut werden, sei es im Zuge von Neubau-, Um- und Ausbaumaßnahmen oder von Deckenbaumaßnahmen.

Bezogen auf die Gesamtlänge der betreuten Straßen beim Bauamt Traunstein heißt dies, dass derzeit knapp 50 % des betreuten Straßennetzes Fahrbahndecken aufweisen, die weniger als 15 Jahre alt sind: Bei den Bundesstraßen erhielten in diesem Zeitraum rd. 62 % des Netzes neue Straßendecken, bei den Staatsstraßen waren es rd. 45 % und bei den Kreisstraßen im Landkreis BGL rd. 50 %.

Insgesamt war die Entwicklung in den letzten beiden Jahren bedingt durch den Investitionshochlauf beim Bund und durch die Mittelerhöhung beim Staatsstraßenbereich besonders erfreulich.

So konnten allein im letzten Jahr auf den Bundesstraßen auf rd. 40 km neue Fahrbahndecken gebaut werden.

In den letzten 15 Jahren wurden insgesamt 33 neue Kreisverkehre auf diesem Straßennetz im Zusammenwirken mit der Autobahndirektion Südbayern, den Landkreisen und Kommunen errichtet. Insbesondere der Kreisverkehr am Bahnhofsvorplatz in Berchtesgaden und der Kreisverkehr „mit Overfly“ nördlich Burghausen waren außergewöhnliche Lösungen mit hohen planerischen und gestalterischen Anforderungen.

Besonders gefordert ist das Staatliche Bauamt Traunstein auch künftig durch eine Vielzahl von Planungsaufträgen, sind doch im aktuellen Bundesverkehrswegeplan mit Gültigkeit bis 2030 in den Landkreisen AÖ, BGL und TS 9 Ortsumgehungen im vordringlichen Bedarf (Burghausen, Garching a. d. Alz, Trostberg/Tacherting, Altenmarkt, Matzing-Nunhausen, Laufen, Obing, Hammer- au und Bad Reichenhall) bzw. 2 Maßnahmen im Weiteren Bedarf mit Planungsrecht (OU Reischach, Grenzbrücke südlich Laufen) enthalten. Im Vergleich der bayerischen Bauämter ist dies einer der Spitzenplätze.

Erfreuliche Ergebnisse konnte das Staatliche Bauamt Traunstein auch beim Ausbau der Radwegeverbindungen erzielen.

2002 gab es knapp 300 km straßenbegleitende Geh- und Radwege sowie der Radwege mit naher Parallelführung zu den Bundes-, Staats- und Kreisstraßen, das waren rund 30 % des damaligen Straßennetzes.

In den letzten 15 Jahren betrug der Zuwachs bei den neu gebauten und ausgeschilderten Radwegen mit naher Parallelführung rd. 100 km. Derzeit gibt es somit mit etwa 400 km auf rd. 45 % des aktuellen Straßennetzes im Zuständigkeitsbereich des Bauamtes TraunsteinRadwegverbindungen, die entweder straßenparallel verlaufen und/oder durch entsprechende Beschilderung gekennzeichnet sind. Diese Ergebnisse sind den erheblichen Bemühungen von Bund und Land zur Förderung

des Radverkehrs zuzuschreiben.

Mit dem Betrieb der mautpflichtigen Roßfeldpanoramastraße und der fachlichen und baulichen Betreuung der Kehlsteinstraße für die Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee hat das Bauamt Traunstein sicher 2 ganz besondere „Leckerbissen“, die besondere Herausforderungen stellen. Dies gilt auch für die Deutsche Alpenstraße im Bauamtsbereich, die auf einer Länge von rd. 80 km in topografisch schwierigen Gelände liegt, das nach der Gefahrenhinweiskarte des Bayerischen Innenministeriums als Bereich mit hohem Gefährdungspotential durch Georisiken wie Steinschlägen, Lawinen und Muren ausgewiesen ist.

Zu würdigen sind auch die Arbeit und Leistungen der 4 Straßenmeistereien in Bischofswiesen, Freilassing, Neuötting und Traunstein, die ihre Leistungsfähigkeit nicht nur im Extremwinter 2006 und bei vielen Naturereignissen, Überschwemmungen und Sturmschäden unter Beweis gestellt haben, sondern tagtäglich einen unverzichtbaren Dienst für die Allgemeinheit erbringen.

2006 wurden das frühere Straßenbauamt und das damalige Hochbauamt im Rahmen der Verwaltungsreform zum Staatlichen Bauamt zusammengelegt.

Der Bereich Hochbau des Staatlichen Bauamtes Traunstein ist in den Landkreisen Traunstein, Altötting und Berchtesgaden für ca. 600 staatliche Gebäude des Bundes und Landes baufachlich zuständig und für eine Vielzahl von kirchlichen Gebäuden. Die wichtigsten Baumaßnahmen der letzten Jahre waren insbesondere die Fertigstellung des Hauses der Berge und zahlreiche Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen bei den Bundeswehrstandorten Bad Reichenhall und Bischofswiesen.

In den nächsten Jahren stehen im Bereich Hochbau eine Vielzahl von großen Baumaßnahmen für den Bund und das Land Bayern zur Umsetzung an:

Die aktuell größte laufende Neubaumaßnahme beim Land Bayern ist der Erweiterungsbau der Dokumentationsstelle in Berchtesgaden am Obersalzberg mit über 21 Mio. Euro. Die Baugrube wurde noch letztes Jahr weitgehend fertiggestellt, sodass die Baumeisterarbeiten demnächst im Frühjahr begonnen werden können.

Mit den Neubauten für die bayerische Polizei in Ainring und in Traunreut oder dem neuenSport- hallenbau für das Landschulheim in Marquartstein und der energetischen Sanierung des Amtsgerichtes Laufen befinden sich weitere große Baumaßnahmen des Landes vor der Realisierung.

Die Bundeswehr präsentiert sich mit ihren großen Liegenschaften in Bad Reichenhall, Bischofswiesen und Oberjettenberg im Zusammenwirken mit der Bundesimmobilienanstalt seitens des Bundes als größter Auftraggeber für das Staatliche Bauamt Traunstein.

Die Hochstaufenkaserne in Bad Reichenhall erhält eine neue Einfahrt mit Wachgebäude, zwei neue Unterkunftsgebäude und den Neubau einer Hallenschießanlage. Danach sind dort unter anderem noch eine neue Sport- und Kletterhalle, ein neues Kammergebäude und der Umbau der Halle 29 geplant. In unmittelbarer Nähe zur Jägerkaserne in Bischofswiesen sind neben Erweiterungsmaßnahmen an der bestehenden Standortschießanlage umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen samt der Komplett- einhausung des Zielbereiches vorgesehen.

Auch in den Liegenschaften der Wehrtechnischen Dienststelle 52 in Oberjettenberg und am Standortübungsplatz in Kammer wird weiter geplant und gebaut. In Kammer ist neben einer neuen Geländelehrbahn der Neubau einer Fahrzeug-Waschanlage in Vorbereitung.

Für das Bundespolizeitrainingszentrum Kührointhaus Schönau muss die Kücheneinrichtung erneuert und die Kläranlage erweitert werden, und ein bestehendes Gebäude soll einen Anbau erhalten.

In den Bereichen Hoch- und Straßenbau zusammen wurden in den letzten 15 Jahren fast 700 Mio. Euro für Baumaßnahmen investiert, eine stolze Summe, die zeigt, welche Bedeutung das Staatliche Bauamt Traunstein auch für die heimische Wirtschaft und die Ingenieur- und Architekturbüros hat.

Pressemeldung Staatliches Bauamt Traunstein

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