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Mehrere Wehren im Landkreis Traunstein betroffen

Rätselraten bei heimischen Feuerwehren: Wer schickt die anonymen Dankeskarten?

Markus Illgut, Stefan Kellner, Lars Boße, Josef Steckermaier, Markus Maier, Fabian Berndlmaier
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Großes Rätselraten bei den Feuerwehren. Seit rund acht Wochen stecken in den Briefkästen der Feuerwehren immer wieder selbstgebastelte Dankeskarten mit wunderschönen Texten. Keiner der Verantwortlichen kann sagen, wer der Absender ist und was diesen zu der Aktion veranlasst hat. Es ist aber in Feuerwehrkreisen gerade das Topthema.

Was und wer dahintersteckt, wissen weder die Verantwortlichen im Kreisfeuerwehrverband noch die Feuerwehren selbst. In jedem Fall ist klar, da gibt sich jemand richtig viel Mühe, um dem Ehrenamtlichen seine Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Ob und wie lange weitere „Dankeschön“ folgen werden steht ebenfalls in den Sternen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Seit etwa acht Wochen melden sich immer wieder Feuerwehren, die eine dieser anonym verschickten Karten erhalten haben. Der Stil ist immer der gleiche, eine liebevoll gebastelte Feuerwehrkarte mit einem schönen Text darin. Markus Maier von der Feuerwehr Kienberg sagt „wir haben uns irrsinnig gefreut und hätten versucht, den Absender zu ermitteln. Leider wissen wir nur, dass der Stempel vom Postverteilerzentrum in Kolbermoor stammt, einen Hinweis auf den Absender konnten wir nicht finden“.

Die erste derzeit bekannte Karte fand sich vor etwa acht Wochen im Briefkasten der Feuerwehr Lindach. „Da gibt sich jemand unheimlich viel Mühe mit basteln und schreiben, es herrscht aber seit dem Erhalt Rätselraten darüber, wer sich hinter dieser tollen Idee versteckt“, so Markus Illguth. In den Wochen darauf sind immer wieder mal ähnliche dieser Karten aufgetaucht. Die Feuerwehren haben dann über ihre sozialen Kanäle versucht, den Urheber ausfindig gemacht, sind aber bisher allesamt noch auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen.

Ebenso wie in Kienberg und Lindach herrscht auch in Altenmarkt großes Rätselraten um die Karte. Die Feuerwehr hat auch eine erhalten. „Wir haben versucht, dass wir mit einem Aufruf auf Instagram an den Absender kommen, aber bisher hat sich niemand bei uns gemeldet“, so Kommandant Lars Boße und fügt an, „so eine tolle Art der Wertschätzung und Dankbarkeit haben wir noch nie erfahren. Es kommen schon immer wieder mal schöne Karten und Briefe, die sich auf einen Einsatz beziehen. Anonym und ohne erkennbaren Grund eine Karte zu bekommen, das macht uns schon neugierig uns ist bisher einzigartig“.

An die Feuerwehr Emertsham, Es ist uns ein Herzensbedürfnis, uns mit dieser Karte bei der gesamten Mannschaft der Feuerwehr zu bedanken. Gerade die letzten Tage haben gezeigt, wie wichtig uneigennützige Menschen sind die ihr Leben, ihre Gesundheit, ihre Kraft und ihre Zeit opfern, um sich für fremde Menschen einzusetzen…“, so der Textauszug in der Emertshamer Karte.

„Wir sind zutiefst gerührt und dankbar über diese Zeilen. Es zeigt uns aber auch, dass unser Einsatz bei den Menschen ankommt und sie sehr dankbar sind, wenn wir Feuerwehrler da sind, wenn Not am Mann ist“, so die Kommandanten Sebastian Lipp und Fabian Berndlmaier im Gespräch mit chiemgau24.

Wie bei den Kollegen in den anderen Feuerwehren ist die Karte der Feuerwehr Peterskirchen gerade das Top Gespräch innerhalb der Mannschaft. „Wir können uns keinen Reim drauf machen, warum wir diese anonyme Karte erhalten haben. Wir haben die Unwetterereignisse des vergangenen Sommers in Verdacht, aber wirklichen wissen tuen wir es auch nicht“, sagt Josef Steckermeier. „Es freut uns jedoch umso mehr, dass wir eine der auserwählten Feuerwehren sind, die sich über die großartige Dankeskarte freuen dürfen“, sagt der Peterskirchener Kommandant freudestrahlend.

Stefan Kellner und Anita Mussner aus Heiligkreuz können sich ebenfalls keinen rechten Reim darauf machen und wären schon neugierig, wer sich hinter der anonymen Karte für ihre Feuerwehr verbirgt. „Wir haben schon mehrfach versucht zu erforschen, weshalb wir diese bekommen haben, und hatten zunächst den Verdacht, dass diese eventuell auf Grund unseres Einsatzes im Berchtesgadener Land bei dem Starkregenereignis im Sommer erhalten haben. Ganz schlüssig ist dies aber nicht, da mittlerweile mehrere Feuerwehren eine Karte erhalten haben, die nicht in Berchtesgaden und Schönau im Einsatz waren“, so die Beiden im Gespräch.

Kreisbrandrat Christof Grundner ist von der Idee und der Umsetzung ebenfalls total begeistert. „Mir ist bayernweit keine ähnliche Aktion bekannt und ich freue mich für alle Feuerwehren, die diese Form der Wertschätzung erfahren dürfen. Zugegeben ich würde schon auch gerne wissen wer sich dahinter verbirgt und bin bereits am überlegen, ob wir vom Kreisfeuerwehrverband eine Belohnung zur Ergreifung des Wohltäters der Feuerwehren aussetzen sollen“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Es ist und bleibt wirklich spannend“ findet Peter Volk von der Pressestelle der Feuerwehren im Landkreis Traunstein, „kurz nachdem die ersten Bilder der Karten im Internet aufgetaucht sind, haben sich auch schon mehrere örtliche Medien gemeldet, die diese tolle Aktion ebenfalls gerne unterstützen möchten.

Egal ob sich der Absender ausfindig machen lässt oder nicht, die Feuerwehrfamilie ist richtig begeistert und sehr stolz darauf, dass jemand auf diese Art und Weise seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringt“. Ebenso unklar wie der Absender und der genaue Hintergrund ist, ob noch weitere Karten folgen werden und welche Feuerwehren noch mit einer Überraschung im Briefkasten rechnen dürfen.

Pressemitteilung des Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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