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Nach Rissen in Kreisen Traunstein und Berchtesgadener Land

LfU Bayern: Wolf als Verursacher sehr wahrscheinlich - Herdenschutz dringend geboten

In den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land gab es im Zeitraum von 17. bis 19. Dezember wieder mehrere Nutztierrisse. Das bestätigte das Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) in einer Pressemitteilung.

Landkreis Traunstein/Berchtesgadener Land - Die Rede ist von mehreren Nutztierrissen. Ein totes Rotwild wurde am 17. Dezember in einem Wildgehege im Kreis Traunstein gefunden sowie zwei Ziegen, welche am 18. Dezember ebenfalls tot auf einer Weide aufgefunden wurden. Im Berchtesgadener Land wurden am Folgetag, den 19. Dezember, zwei tote Schafe gefunden - zwei weitere waren schwer verletzt.

Wie das LfU in einer Pressemitteilung darlegt, war „bei allen Fällen sehr wahrscheinlich ein Wolf beteiligt“. Es wird mitgeteilt, dass „die zügige und umfassende Aufklärung der Sachverhalte läuft“. Demnach haben die Mitglieder des Netzwerks Große Beutegreifer und Mitarbeiter des LfU die Erreignisse vor Ort bereits begutachtet - genetische Proben seien genommen worden. Weitere Erkenntnisse werden von der Analyse der genetischen Spuren am nationalen Referenzlabor erwartet, heißt es weiter.

LfU Bayern: Man nimmt „Sorgen der Tierhalter und der Bevölkerung vor Ort sehr ernst“

Im Zusammenhang mit den erneuten Nutzzierrissen, welche vermutlich auf das Konto eines Wolfs gehen, wird seitens des LfU betont, dass man die „aktuellen Ereignisse und die damit verbundenen Sorgen der Tierhalter und der Bevölkerung vor Ort sehr ernst“ nehme. Sowohl die Behörden als auch die Interessensverbände und Vertreter von Nutztierhaltern seien bereits informiert worden. Die neuerlichen Vorfälle sollen zusammen mit den Ereignissen vom späten Oktober beziehungsweise Novemberanfang zeitnah von einer Expertenkommission bewertet werden.

Zum Weiterlesen: An Brigitte Dietz‘ Laden in Bergens Ortsmitte streifte der Wolf vorbei: „Er gehört hier nicht her“ (Plus-Artikel)

Die Orte der Übergriffe liegen innerhalb der „Förderrichtlinie Investition Herdenschutz Wolf“, wie das LfU in der Pressemitteilung erklärt. Es werden alle Nutztierhalter der Region gebeten, ihre Tiere „wolfssicher unterzubringen“. Als Beispiele werden Einstallung oder wolfsabweisende Zäunungen genannt. Weitere Übergriffe auf Nutztiere und Beobachtungen sollen unmittelbar an die Fachstelle Große Beutegreifer des LfU gemeldet werden, so die Bitte des Landesamtes für Umwelt. So sollen „unverzüglich weitere Schritte wie beispielsweise Rissbegutachtung und Probeentnahme für genetische Analysen veranlasst werden können“.

Von einer Probenentnahme durch die Finder etwaiger Risse, rät das LfU ab: „Um eine möglichst hohe Probenqualität und Verwertbarkeit der Ergebnisse – ggf. auch im Rahmen rechtlicher Verfahren – sicherzustellen, sollten Proben nur von vom LfU bestellten Personen entnommen werden.“

mda mit Material des LfU Bayern

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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