Im Notfall: 112

Europäischer Tag des Notrufs 112 am 11. Februar 2021

Traunstein - Der Kreisverband Traunstein des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) als ein Durchführender des Rettungsdienstes im Landkreis möchte an diesem europaweiten Aktionstag an die Bürger*innen appellieren, bei einem Notfall innerhalb der EU immer die 112 zu wählen und einen aussagekräftigen Notruf abzusetzen. 

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Denn obwohl die europaweite Notrufnummer 112 bereits 1991 eingeführt wurde, wählen bis heute viele Menschen veraltete nationale Notrufnummern, wodurch es mitunter zu fatalen Verzögerungen bei der Rettung von Menschenleben kommen kann. Die Notrufnummer 112 verbindet den Anrufer im Landkreis Traunstein mit der örtlich zuständigen Integrierten Leitstelle (ILS) Traunstein, die vom Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung betrieben wird.

Zentrale Notrufnummer für den gesamten EU-Raum

„Die 112 ist die zentrale Notrufnummer für den gesamten EU-Raum. Ein Notruf kann auch abgesetzt werden, wenn das eigene Netz am momentanen Standort gerade nicht verfügbar ist. Die Nummer ist in jedem EU-Land vorwahlfrei, kostenlos und wird im Funk- und Festnetz mit Vorrang behandelt“, erklärt Hermann Schramm, Rettungsdienstleiter beim Rotkreuz-Kreisverband Traunstein. Die Integrierte Leitstelle alarmiert dann je nach Art des Notfalls die zuständigen Rettungs- und Hilfsorganisationen. Alleine der Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes im Landkreis Traunstein leistet pro Tag rund 80 Einsätze. 

Wann sollte man die 112 wählen?

Ob ein Notfall vorliegt oder nicht, ist für Angehörige, Passant*innen oder Augenzeug*innen nicht immer einfach einzuschätzen, insbesondere wenn sie selbst nicht über eine medizinische Ausbildung verfügen oder durch die ungewohnte Situation unter Stress stehen. „Im Zweifel ist es besser, gleich die 112 zu wählen. Denn gerade die ersten Minuten sind für die Überlebens- und Genesungschancen des Patienten in ernsten Fällen oft entscheidend“, betont Schramm. Typische Veränderungen oder Symptome, die auf einen akuten Notfall hindeuten sind lageunabhängige Schmerzen in der Brust, akute Atemnot, Vernichtungsschmerz, Störungen der Sprache, Lähmungserscheinungen, Störungen des Bewusstseins, Kreislaufkollaps, Vergiftungssymptome, starker Blutverlust oder stärkste Schmerzen. „Sollte jedoch klar ersichtlich sein, dass keine Lebensgefahr besteht, die Beschwerden schon länger bestehen oder wenn man nur einen ärztlichen Rat einholen möchte, ist die ebenfalls vorwahl- und kostenfreie Nummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes die richtige Wahl. Denn durch unnötige Notrufe beispielsweise aufgrund von Erkältungsbeschwerden werden wertvolle Kapazitäten gebunden, die an anderer Stelle dringend gebraucht werden“, ergänzt Schramm.

Pressemeldung des BRK KV Traunstein

Rubriklistenbild: © Michael Hanschke/dpa

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