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Gewitterzelle fegte über Kreis Traunstein

Kreisbrandrat zieht bittere Bilanz: „Es gibt nicht mehr viele Bäume, die noch fallen können“

Der Landkreis Traunstein wurde am Samstag (7. August) wieder von einem schweren Unwetter getroffen.
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Der Landkreis Traunstein wurde am Samstag (7. August) wieder von einem schweren Unwetter getroffen.
  • Christina Eisenberger
    VonChristina Eisenberger
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Massive Gewitterzellen fegen seit Wochen über die Region. Am Samstag traf es den Kreis Traunstein erneut besonders schwer. Kreisbrandrat Grundner zieht im Gespräch mit chiemgau24.de eine Bilanz zu den Einsätzen und der „neuen“ Art von Gewittern.

Landkreis Traunstein - Am Samstag (7. August) fegte wieder ein schweres Unwetter über die Region. Die Gewitterfront traf am Abend mit voller Wucht den Landkreis Traunstein und nur wenige Minuten später gingen die Einsätze für die heimischen Feuerwehren los. „Bei uns ist um 18.35 Uhr der erste Alarm über die Leitstelle Traunstein reingekommen“, erzählt Traunsteins Kreisbrandrat Christof Grundner im Gespräch mit chiemgau24.de, „es war wieder eine Gewitterfront mit einer Art Starkregenzelle, die praktisch den Landkreis einmal quer durchlaufen ist“, so Grundner weiter.

Auch dieses Mal traf es besonders den nördlichen Teil des Landkreises, „ab Traunreut aufwärts“. Das Tragische dabei: Erst einige Tage zuvor hinterließ ein heftiges Unwetter rund um Obing eine Schneise der Verwüstung. Am Samstag hielten dann voll gelaufene Keller, entwurzelte Bäume und blockierte Straßen die Einsatzkräfte auf Trab. Doch: „Es gibt ja nicht mehr so viele Bäume, die noch stehen und auf die Straße fallen können, weil ja doch einiges in Obing weggerissen worden ist“, erklärt der Kreisbrandrat.

Stromausfälle durch Starkregen

Rund 160 offizielle Einsätze kamen im Laufe des Abends auf die Feuerwehren aus dem Kreis zu. 80 Einsätze leitete die Integrierte Leitstelle Traunstein an die zuständigen Einsatzkräfte weiter. „Wir haben aber genauso viele nochmal bekommen“, so Grundner. Verantwortlich dafür war vor allem ein Stromausfall in Tittmoning. Dies sei auch eine Erkenntnis der letzten Gewitter, erklärt Grundner: „Der Starkregen dringt in Trafostationen ein und dann gibt es lokale Stromausfälle und dann geht natürlich ein, zwei, drei Stunden gar nichts mehr.“

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Gewitterzellen dieser Art „noch nie gehabt“

Sind denn diese Unwetter noch „normal“? „Also diese Art der Gewitter, die wir dieses Jahr haben, das ist außergewöhnlich. Weil das ist ja bei sämtlichen Ereignissen der letzten Wochen immer verbunden mit diesen Starkregenfällen und die haben wir in dieser Form eigentlich noch nie gehabt. Wir haben normalerweise Dauerregensituationen, wo es über mehrere Tage regnet, wo die Pegel steigen und dann wieder fallen, wenn der Regen aufhört. Das ist eigentlich das Gängige, was wir jetzt immer hatten. Gewitterzellen in dieser Form, die haben wir bis jetzt nicht gehabt und die letzten beiden, die waren auch noch geprägt vom Starkwind. Das hat man in Obing gesehen, wo es hektarweise den Wald umgerissen hat. Das ist also auch etwas, das wir in der Form jetzt erst seit den letzten zwei Gewitterzellen hatten. Sonst war das immer bloß viel Regen, mal 60 Liter auf einen Quadratmeter. Doch die letzten beiden Male war eben der Wind noch mit dabei und hat dann die abgedeckten Dächer, die umgestürzten oder entwurzelten Bäume mit verursacht.“

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Seit Mitte Juli heißt es aufgrund der Unwetter also nahezu Dauereinsatz für die Feuerwehren. Am Samstag waren rund 200 Feuerwehrfrauen und -Männer im Kreis Traunstein im aktiven Einsatz. Doch damit ist es nicht getan: Nach meist vier bis fünf Stunden Einsatzzeit heißt es in der Regel auch noch am nächsten Tag aufzuräumen, die eigenen Geräte wieder für den Einsatz vorzubereiten und gegebenenfalls auch zu reparieren. „Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen“, meint Grundner. „Wir haben 80 Feuerwehren mit knapp 5000 aktiven Mitgliedern. Aber es ist trotzdem immer eine Herausforderung“.

ce

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