Frist nun vorbei

Unterschriften zum Wahlantritt: Nicht alle haben es geschafft

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Von links nach rechts: Franz Pletschacher (Grassau, Bayernpartei), Georg Osenstätters (Initiative Traunstein), Maria Dirnaichner (Schnaitsee, Umweltinitiative) Michael Mollner (Traunreut, Liberale Initiative Zukunft), Markus Schupfner (Traunreut, Bayernpartei).

Landkreis - Nicht alle Kandidaten und Parteien dürfen ohne weiteres bei den Kommunalwahlen antreten - manche mussten Unterstützungsunterschriften sammeln. Die Frist ist nun abgelaufen, wer hat es geschafft?

Stichtag war am Montag um 12 Uhr - bis dahin konnten die Bürger im Landkreis unterschreiben, dass bestimmte Parteien und Kandidaten bei den Kommunalwahlen 2020 antreten dürfen. Die meisten waren erfolgreich und konnten die Hürde überspringen: Geschafft hat es die Bayernpartei in Grassau und Traunreut, die Umweltinitiative in Schnaitsee, die "Initiative Traunstein", die Junge Liste für den Kreistag, und die "Liberale Initiative Zukunft" in Traunreut. 


Zwei Listen dürfen nicht zur Kommunalwahl antreten

Nicht geschafft hat es "Die PARTEI": Sie wollte 120 Unterschriften sammeln, um bei der Gemeinderatswahl in Ruhpolding teilzunehmen. Es kamen aber nur 17 zusammen. Die "Liberale Initiative Zukunft" wollte zusätzlich auch bei der Kreistagswahl teilnehmen. 430 Unterschriften hätte die neue Gruppierung gebraucht, es kamen aber nur 320 in den Rathäusern des Landkreises zusammen. 

Bayernpartei: "Sind für Überraschung gut"

"Die Unterstützung in der Bevölkerung ist sehr positiv und wir sind guter Dinge, dass wir bei der Bürgermeisterwahl hervorragende Ergebnisse erzielen werden", freut sich Markus Schupfner. Der Traunreuter Bürgermeisterkandidat der Bayernpartei hat die Hürde von 190 Unterschriften leicht übersprungen. Sowohl für seine Kandidatur, als auch für die Stadtratsliste unterschrieben jeweils rund 300 Traunreuter.


Genauso erfolgreich war die Bayernpartei in Grassau: Die 120 Unterschriften für die Bürgermeister-Kandidatur von Franz Pletschacher und die Bayernpartei-Gemeinderatsliste hat man geschafft. "Wir sind jederzeit für eine Überraschung gut", so Schupfner gegenüber chiemgau24.de.

Neue Listen in Traunstein, Traunreut, Schnaitsee und im Landkreis

Eine ganz neue politische Gruppe hat es auch in Schnaitsee geschafft: Die "Umweltinitiative" rund um Maria Dirnaichner, die auch beim Bund Naturschutz aktiv ist. 80 Unterschriften wurden gebraucht, 104 gültige sind im Schnaitseer Rathaus zusammegekommen. Einen Bürgermeister-Kandidaten stellt die "Umweltinitiative" nicht, aber sie wird mit einer Gemeinderatsliste antreten. 

Ebenfalls ganz neu auf dem politischen Parkett ist die "Initiative Traunstein". Sie will in den Traunsteiner Stadtrat und brauchte für den Antritt 190 Unterschriften. Die Hürde wurde leicht genommen, 272 Traunsteiner unterschrieben für die "Initiative". 1. Vorsitzender Georg Osenstätter: "Das Ergebnis ist hervorragend und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind - ein starkes Zeichen gegen ein 'Weiter so'."

Mehr als doppelt so viele Unterschriften hat die "Junge Liste" gesammelt, die jetzt für den Kreistag kandidieren darf. 430 brauchte man quer durch den Landkreis, 952 sind es geworden. Die Liste rund um Florian Kick hat ein Durchschnittsalter von gerade mal 26 Jahren. Geschafft hat es auch die "Liberale Initiative Zukunft" mit ihrer Kandidatur für den Traunreuter Stadtrat. 300 Bürger unterschrieben für sie, 190 hätten gereicht. "Vermutlich sind die Bürger ebenfalls der Meinung, dass es echte Veränderungen in der Stadtpolitik braucht", so Listenführer Michael Mollner. 

Die Kommunalwahlen - Landrat, Kreistag, Bürgermeister und Gemeinde- bzw. Stadtrat - sind am 15. März.

xe

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