Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gut ausgebildete Landwirte werden immer gebraucht  

Vier junge Frauen und 31 junge Männer nach Ausbildung zur Landwirtin und Landwirt in Palling freigesprochen 

Vier Absolventen konnten sich über eine eins vor dem Komma freuen.(v.l.n.r.): Ausbildungsberater  Josef Mühlhauser, Anton Statt, Josef Wastlschmid, Lisa Schuhbeck, Jakob Maier, Schulleiter Landwirtschaftschule  Hans Zens, Prüfungsausschussvorsitzender Hans Grabner.
+
Vier Absolventen konnten sich über eine eins vor dem Komma freuen (v.l.n.r.): Ausbildungsberater Josef Mühlhauser, Anton Statt, Josef Wastlschmid, Lisa Schuhbeck, Jakob Maier, Schulleiter Landwirtschaftschule Hans Zens, Prüfungsausschussvorsitzender Hans Grabner.

Wo sonst der Saal bei der Freisprechungsfeier der Landwirtinnen und Landwirte immer brechend voll war, konnte Hans Zens – Schulleiter der Landwirtschaftsschule Traunstein diesmal nur wenige Absolventen und ihre Eltern sowie einige Ehrengäste begrüßen.

Palling - Wegen der Coronabedingten Begrenzung bei der Teilnehmerzahl waren nur die sechzehn erfolgreichen Absolventen zu der Freisprechungsfeier eingeladen worden, die die reguläre dreijährige Ausbildung durchlaufen haben. Dreizehn von ihnen sind nach Palling gekommen. Für drei weiter war die Anreise zu weit. Die Absolventen der Südostoberbayerischen Akademie für Land- und Almwirtschaft (Sola), die über den „2. Bildungsweg“ den Abschluss im Beruf Landwirt erreicht und sich auch zur Prüfung gestellt haben, konnten diesmal leider nicht eingeladen werden.  

Besonders begrüßte Zens den Ausbildungsberater Landwirtschaft Josef Mühlhauser vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Töging, der in diesem Jahr aufgrund einer beruflichen Veränderung zum letzten Mal in dieser Funktion an der Freisprechungsfeier teilgenommen hat. Sein Nachfolger als Ausbildungsberater wird Alfons Osenstätter vom AELF Traunstein, der auch anwesend war. 

MühIhauser gab einen zusammenfassenden Überblick über die diesjährige Abschlussprüfung. Insgesamt haben in diesem Jahr fünf Frauen und 34 junge Männer an der Prüfung teilgenommen. 35 haben bestanden, vier haben es leider nicht geschafft. Die Prüflinge kamen aus den Landkreisen Traunstein (29), Berchtesgadener Land (5), Rosenheim (2), Bad Kissingen (Unterfranken) (1), Neumarkt i.d.Oberpfalz (1) und Osnabrück (Niedersachsen) (1). 

Die Prüfung bestand aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Mit einer Durchschnittsnote von 2,44 zeigte sich Mühlhauser insgesamt zufrieden. Bei einer Absolventin und drei Absolventen stand die eins vor dem Komma. Es waren dies Jakob Maier aus St. Georgen/Weisbrunn (1,24) (Ausbildungsbetriebe Andreas Schroll, Nußdorf und Johann Vordermaier, Pittenhart), Lisa Schuhbeck aus Grabenstätt (1,29) (nur ein Ausbildungsjahr da Abitur, Ausbildungsbetrieb Johann Wimmer Grabenstätt), Josef Wastlschmid aus Altenmarkt (1,29) (nur ein Ausbildungsjahr da Zweitberuf, Ausbildungsbetrieb Markus Maier,  St. Georgen/Weisbrunn) und Anton Statt, Motten (Ausbildungsbetriebe Silke und Raimund Wolf, Bundorf und Max Angerer, Nußdorf). Die Überreichung der Zeugnisse erfolgte durch den Vorsitzenden der Prüfungskommission Hans Grabner und den Schulleiter der Landwirtschaftschule Traunstein Hans Zens. 

In ihren Grußworten gratulierten die Ehrengäste Resi Schmidhuber, stellvertretende Landrätin des Landkreises Traunstein und Ehrenkreisbäuerin, Sebastian Siglreithmayer, Kreisobmann für den Landkreis Traunstein sowie Johann Englschallinger, Vorsitzender des vfl Traunstein den frischgebackenen Landwirten zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und ermahnten sie, nicht stehen zu bleiben, sondern sich weiter zu entwickeln und am Puls der Zeit zu bleiben. „Ihr braucht Geduld, Ausdauer und Leidenschaft, denn Landwirt ist kein Beruf sondern eine Berufung“, so Resi Schmidhuber. „Mit eurer Top-Ausbildung könnt ihr überall mitreden“ ermutigte Sebastian Siglreithmayer die Absolventinnen und Absolventen. „Lasst euch nicht von der negativen Stimmung Weniger anstecken“, so der Rat von Johann Englschallinger, „gut ausgebildete Landwirte werden in der  Zukunft mit ihren großen Herausforderungen dringend gebraucht“.

Besonders berührend waren die Worte der Oberstudiendirektorin Burgi Mörtl-Körner von der Berufschule III, die die Auszubildenden besucht haben. Mörtl-Körner vertrat die Schule nach 35 Jahren zum letztenmal.  Sie gab „ihren Landwirten“ viele gute Ratschläge mit auf den Lebensweg, darunter über den Tellerrand zu blicken, vernetzt zu denken, Zusammenhänge zu erkennen, offen zu sein für Veränderungen. „Meine Landwirte werden mir fehlen“ schloß die Oberstudiendirektorin ihr Statement. Dass auch ihre Schüler sie vermissen werden und viel von ihr gelernt haben, zeigte sich in dem kurzen Rückblick auf die dreijährige Ausbildungszeit aus Sicht der Absolventen, den Jakob Maier und Sebastian Solder in Gedichtform formuliert und mit viel Humor vorgetragen haben. Ihr Fazit: langweilig wars nie, auch wenn viele Tage lang waren. Die drei Jahre sind viel zu schnell vergangen.

Das letzte Wort an diesem Abend hatte Hans Grabner, Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Er gratulierte den erfolgreichen Prüflingen, dankte dem Lehrkörper und dem Prüfungsausschuss für ihren Einsatz , den Eltern und Familien sowie den Ausbildungsbetrieben für die Unterstützung und den Absolventinnen und Absolventen für ihre Disziplin. Es sei nun an ihnen, dass was sie gelernt haben, vernünftig umzusetzen und die Erfahrungen der vorigen Generation mit der neuen Zeit zu verknüpfen. Er warnte davor in Routine zu verfallen und betriebsblind zu werden. „Somit spreche ich Euch aufgrund der dargebrachten Leistungen frei und entlasse Euch in den Beruf der Landwirtin, des Landwirts“ schloß Grabner seine Ausführungen. Anschließens gab es noch Zeit für ein geselliges Beisammensein. 

Musikalisch untermalt wurde die Freisprechungsfeier von den Geschwistern Katharina und Franz-Josef Kaiser aus Töging.  

kon

Kommentare