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Düstere Aussichten bei unseren Nachbarn in Salzburg und Tirol

Vorbote Österreich? Corona-Inzidenzen in Grenzbezirken schon teils über 3500

Ein Schild mit der Aufschrift „Republik sterreich - 500m“ ist kurz vor der Grenze „Saalachbrücke“ zu sehen.
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Die Einreise nach Österreich ist für Ungeimpfte nur noch mit PCR-Test möglich. (Symbolbild)

Egal, ob bei den Neuinfektionen, den Anti-Corona-Maßnahmen oder einer möglichen Impfpflicht - Österreich war in der Pandemie immer einen Schritt vor Bayern. Auch diesmal im Zeichen der Omikron-Variante? Die Zahlen aus den Grenzbezirken in Salzburg und Tirol lassen nichts Gutes erahnen. Wir analysieren die Corona-Lage bei unseren Nachbarn.

Salzburger Land/Tirol - Die Omikron-Variante des Coronavirus rollt wie erwartet über die Welt. Die gemeldeten täglichen Fälle übertreffen derzeit alle bisherigen „Wellen“ um ein Vielfaches. Und was erwartet unsere Region im Südosten Oberbayerns? Der Blick über die Grenze nach Österreich war während der Pandemie fast immer wegweisend - und lässt nichts Gutes erahnen. Während die Sieben-Tage-Inzidenz beispielsweise im Landkreis Traunstein am Dienstag (11. Januar) noch bei knapp 300 lag, betrug sie im angrenzenden Bezirk Kitzbühel sage und schreibe 3518.

Corona in Österreich: Kitzbühel und Pongau mit Inzidenzen um 3500

Kitzbühel ist damit Spitzenreiter in ganz Österreich - und der zweitplatzierte Bezirk St. Johann/Pongau im Bundesland Salzburg grenzt ans Berchtesgadener Land: 3433 betrug die Sieben-Tage-Inzidenz dort am Dienstag, im Berchtesgadener Land lag der Wert dagegen bei 189. Mögen die Bezirke Kitzbühel und St. Johann im Pongau auch Ausreißer sein, in ganz Tirol und Salzburg ist das nachgewiesene Infektionsgeschehen wesentlich aktiver als hierzulande. In Tirol lag die Inzidenz am Dienstag bei 1301, in Salzburg bei 1514, in ganz Österreich bei 762. Zum Vergleich: In Bayern betrug der Wert 341, in Deutschland 407.

Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Bezirke bzw. Landkreise entlang der Grenze vom Dienstag im Vergleich.

Die Infektionszahlen aus Kitzbühel oder St. Johann im Pongau übertreffen auch die bisherigen österreichweiten Rekordwerte vom vorigen November bei weitem. Damals machte beispielsweise Braunau mit Inzidenzen von über 2000 von sich reden. Dort, wie auch im Schnitt Oberösterreichs, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aber derzeit (noch) bei 600. Die Zahlen der weiteren österreichischen Grenzbezirke: Die Stadt Salzburg und Umgebung liegen bei unter 900, Hallein bei rund 1840, Zell am See bei 1545 und Kufstein bei 1326.

Welche Rolle spielt die Ski-Hauptsaison?

„Die aktuelle Omikron-Welle übertrifft die vierte Infektionswelle im Herbst. Die Zahlen werden laut Prognosen weiter steigen“, hieß es jüngst in einer Pressemitteilung des Landes Salzburg: „Alle Daten zeigen, dass sich das Virus von Tag zu Tag dynamischer ausbreitet.“ In den Hotspots Kitzbühel und Pongau hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz binnen fünf Tagen um etwa 1000 erhöht. Das Bayerische Kultusministerium bat bereits die Schulen, geplante und auch schon gebuchte, mehrtägige Klassenfahrten und Skilager abzusagen.

Oder ist das Omikron-Problem in Tirol und Salzburg genauso schnell wieder vorbei, wie es gekommen ist? Das vermutet zumindest Kitzbühels Tourismusobmann Christian Harisch im ORF: „Es werden die Zahlen in den nächsten 14 Tagen massiv sinken, weil einfach viel, viel weniger Menschen in den Tourismusdestinationen sind“, meint er. Tatsächlich wurden in den besonders betroffenen Bezirken schon „Corona-Cluster“ unter Saisonarbeitskräften und ausländischen Skilehrern ausgemacht. Laut dem Bürgermeister der Tourismusgemeinde Flachau im Pongau würden sich momentan fünfmal so viele Menschen im Ort aufhalten, als es dort Hauptwohnsitze gibt.

Zahl der Corona-Intensivpatienten in Österreich aber weiter rückläufig

Trotz allem wurden fürs Hahnenkammrennen in Kitzbühel am übernächsten Wochenende pro Tag 1000 Zuschauer zugelassen - unter 2G-Bedingungen und mit Maskenpflicht. Auf der anderen Seite hat Österreich seit Dienstag die Corona-Regeln nochmal verschärft: Der Handel ist jetzt selbst zur Kontrolle der 2G-Regel verpflichtet und im Freien gilt Maskenpflicht, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Außerdem gilt nach wie vor ein Lockdown für Ungeimpfte, die die Wohnung etwa nur zum Arbeiten oder für den Einkauf lebensnotwendiger Güter verlassen dürfen. Hier findet Ihr alle Infos zur Einreise nach Österreich.

Die Fortschritte beim Impfen werden derweil wieder kleiner: „Die Impfbereitschaft ist sehr stark zurückgegangen“, berichtet etwa Salzburgs Gesundheitsreferent Christian Stöckl gegenüber dem ORF. In ganz Österreich soll ab 1. Februar eine Impfpflicht eingeführt werden. Verweigerern drohen bis zu 3600 Euro Strafe jährlich. Die neue Corona-Variante „Omikron“ gilt als wesentlich ansteckender als Delta. Gleichzeitig gehen Fachleute davon aus, dass Omikron im Schnitt mildere Krankheitsverläufe verursacht. Das lässt auch die Situation in Österreichs Krankenhäusern vermuten: Bei den Intensivpatienten hält der Abwärtstrend weiter an, die Zahl aller Corona-Patienten inklusive jener auf der Normalstation stagniert seit dem Jahreswechsel.

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