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Aktuelle Analyse und Langzeitentwicklung

Zahlen schießen nach oben: Kleine Gemeinden sind Corona-“Hotspots“ im Kreis Traunstein

  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Der Landkreis Traunstein ist deutschlandweiter Spitzenreiter bei der Sieben-Tages-Inzidenz. Aber nicht die Städte sind hier besonders betroffen, sondern auffällig viele kleine Gemeinden - eine von ihnen hat sogar mehr Corona-Infizierte als Traunstein und Trostberg zusammen.

Landkreis Traunstein - Die Zahl der „aktiven“ Corona-Infizierten macht im Vergleich zur Vorwoche erneut einen Satz nach oben: 521 waren es am Montag (20. September), und damit 101 mehr als eine Woche zuvor. Eins bleibt aber beim alten: Kleine Gemeinden sind deutlich stärker mit dem Coronavirus belastet als die Städte im Landkreis Traunstein. Den Spitzenplatz nimmt auch diese Woche wieder Palling ein. Inzwischen weist der Ort schon 86 positive Fälle aus - nochmal 36 mehr als am vergangenen Montag. Damit gelten in Palling 2,45 Prozent der Einwohner als infiziert. Zum Vergleich: Im Landkreis-Schnitt sind es gerade mal 0,29 Prozent.

Landkreis Traunstein: Corona-Hotspots allesamt im Rupertiwinkel

Wie auch in der Vorwoche kommen Taching und Fridolfing auf den Plätzen 2 und 3, wenn es nach der Belastung mit dem Coronavirus in Relation zur Einwohnerzahl geht. In Taching sind es jetzt 1,57 Prozent, in Fridolfing 1,34 Prozent der Bevölkerung. In beiden Orten ist die Zahl der aktiven Fälle im Vergleich zur Vorwoche erneut gestiegen, 34 sind es jetzt in Taching, 59 in Fridolfing. Zwei weitere Orte liegen aktuell über der Schwelle von einem Prozent an Infizierten: Petting mit 1,21 Prozent (28 Fälle) und Kirchanschöring mit 1,16 Prozent (39 Fälle). Es scheint im Landkreis Traunstein also einen klaren Corona-Hotspot rund um den Waginger See zu geben.

Anzahl der aktiven Corona-Fälle in den Kommunen im Landkreis Traunstein, Stand 20. September. Das Landratsamt nennt die genaue Zahl nur für Orte mit mindestens 20 Infizierten. Damit will man einzelne betroffene Personen vor einer Identifizierung schützen und soziale Ausgrenzung verhindern.

Immer mehr Orte im Landkreis Traunstein überschreiten die Schwelle von 20 Corona-Positiven. Das Landratsamt veröffentlicht nur für jene Kommunen die genauen Zahlen. Waren es Anfang September nur drei Orte, die darüberlagen, und vorige Woche sechs, sind es jetzt schon zwölf. Das Infektionsgeschehen in den Städten scheint derweil nicht hauptausschlaggebend zu sein. Auch wenn sich die Zahl der „aktiven“ Fälle in Traunstein im Vergleich zur Vorwoche auf jetzt 52 mehr als verdoppelt hat: Alle vier Städte - also Traunstein, Traunreut, Trostberg und Tittmoning - liegen mit ihren Infektionsquoten in etwa im Landkreis-Schnitt. Mit 75 Infizierten vermelden Traunstein und Trostberg zusammen noch immer weniger Corona-Positive wie Spitzenreiter Palling mit 86.

Entwicklung der „aktiven“ Corona-Fälle in Traunreut, Traunstein, Trostberg und im gesamten Landkreis. Zum Vergleich: Anfang Mai waren es in Traunreut über 350 Fälle und im gesamten Landkreis 1540.

Die Fallzahl in einer Kommune lässt aber keine generellen Rückschlüsse auf die Ansteckungsgefahr vor Ort zu. Denn die Zahl sagt nichts darüber aus, wo sich eine Person mit dem Virus infiziert hat - ob im Gemeindegebiet oder nicht. Zudem sagen die Zahlen nichts über den Zusammenhang einer Ansteckung aus, also ob sich mehrere Personen beispielsweise unabhängig voneinander infiziert haben oder ob sich mehrere Personen innerhalb einer Familie infiziert haben.

Mit Stand vom Montag (20. September) wurden seit Beginn der Pandemie 12.341 Corona-Fälle im Landkreis Traunstein gezählt. Als genesen gelten 11.602. In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind insgesamt 218 Todesfälle im Landkreis zu beklagen - über den Sommer wurden es „nur“ fünf mehr. Ein Covid-19-Patient wird derzeit auf einer Intensivstation behandelt. Mittlerweile haben im Landkreis 93.192 Personen auch eine Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten - das sind 52,5 Prozent.

xe

Rubriklistenbild: © Bild von Makalu auf Pixabay

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