Steinmassl dankt Ehrenamtlichen

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Traunstein - Die Standortausbildung 2009 zeichnete sich durch hohe Motivation der Teilnehmer aus.

Ein Szenario, wie man es sich nur in den schlimmsten Alpträumen vorstellen kann: Ein Flugzeugabsturz über Traunreut, das Schicksal von 140 Passagieren sowie der Bewohner brennender und zerstörter Häuser vorerst völlig ungewiss, überall rauchende Trümmer, zerfetzte Leiber, Menschen in Panik. Am Dienstag um 15 Uhr löste sich dieser Alptraum mit der erlösenden Ankündigung „Übungsende“ in nichts auf. Der „Ernstfall“ war lediglich auf der Führungsebene über sechs Stunden geprobt worden. Trotzdem war den rund 110 Teilnehmern die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Jeder von ihnen hatte vollen Einsatz gezeigt, sich von Stunde zu Stunde mehr mit seiner speziellen persönlichen Aufgabe identifiziert und sich wohl auch mehr als einmal insgeheim und selbstkritisch gefragt: „Was wäre, wenn?“

Eine außerordentlich hohe Motivation wurde den Übungsteilnehmern bei der Abschlussbesprechung am Mittwoch auch durch die Fachkräfte der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried bescheinigt, die das Geschehen akribisch unter die Lupe genommen hatten. Darüber hinaus fand Landrat Hermann Steinmaßl besondere Dankesworte angesichts der Tatsache, dass es sich bei den Mitwirkenden zu einem großen Teil um ehrenamtlich tätige Spezialisten handelte – Männer und Frauen also, die in ihrer Freizeit umfangreiche Schulungen absolvieren, um in Notsituationen anderen wirksam helfen zu können. Auch für die Dauer der Übung, die ja eigentlich schon am Montag mit einer nachmittagsfüllenden allgemeinen theoretischen Einweisung begonnen hatte und am Mittwochvormittag mit der obligatorischen Nachbesprechung endete, hatten sie sich aus ihrem Beruf oder Geschäft ausgeklinkt. Steinmaßl: „Den Arbeitsplatz auch nur vorübergehend für einen fiktiven Einsatz zu verlassen, ist angesichts der heutigen wirtschaftlichen Unsicherheit keine Selbstverständlichkeit. Das gilt für die Feuerwehr ebenso wie für das Bayerische Rote Kreuz, die leitenden Notärzte, das Technische Hilfswerk und die Reserve-Offiziere der Bundeswehr.“ Von genau diesen Organisationen und Verbänden waren die hauptamtlichen Kräfte von Polizei und Landratsamt entscheidend unterstützt worden.

Der Landkreis Traunstein war einer der letzten in Bayern, die diesem in der Fachsprache „Standortausbildung“ genannten Test im Auftrag des Bayerischen Innenministeriums unterzogen wurden. Eine detaillierte schriftliche Auswertung wird noch ein wenig auf sich warten lassen. Vor möglichen Kritikpunkten fürchtet sich jedoch keiner der Beteiligten. Landrat Steinmaßl: „Es ist ja gerade der Sinn einer solchen Übung, seine Kenntnisse und Fähigkeiten weiter auszubauen, um die Bürger schützen zu können.“

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

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