Walch im Kreuzverhör der CSU-Senioren

Traunstein - Tourismus-Streit, "Koma-Saufen", Traun-Alz-Linie: Bei den CSU-Senioren musste Landratskandidat Walch Farbe bekennen. Seine Antworten auf aktuelle Fragen:

Der Landratskandidat Siegfried Walch erlebte eine lebhafte Aussprache mit den CSU-Senioren im Sailer-Keller. Zunächst stellte er sich persönlich vor und erläuterte dann seine politischen Anliegen.

Walch zur Jugendhilfe: So geht es nicht weiter!

Zum Thema:

Jetzt spricht der Landratskandidat Walch

Große Sorgen machen ihm die innerhalb von acht Jahren verdoppelten Ausgaben von jetzt 14 Millionen Euro für die Jugendhilfe, so Walch. Nur durch eine Systemreform könne diese "Lawine" gestoppt werden – weg von der Bezahlung der Langzeitbetreuung, hin zur Erfolgs-Honorierung für die Eingliederung in die Arbeitswelt. Auch die Abwanderung bestens ausgebildeter junger Fachkräfte müsse durch mehr qualifizierte Arbeitsplatz-Angebote entgegen gewirkt werden.

Kreiskliniken und Kreisaltenheime sollten unbedingt in der Hand des Landkreises verbleiben. Hierfür müssten – wie bei den Kliniken schon geschehen - alle Anstrengungen zur wirtschaftlichen Führung unternommen werden, meinte der CSU-Politiker. Nur so könne der Bevölkerung eine gute, flächendeckende Versorgung geboten werden.

Traun-Alz-Linie: Kein Verzicht auf die Schiene

Die Aussprache eröffnete Schorsch Mayer aus Traunstein mit dem Hinweis auf die „Geisterbahn“ Traunstein – Traunreut. Walch meinte, dass durch eine intensivere Fahrplan-Abstimmung von Bus und Bahn das Nahverkehrsangebot in der Fläche verbessert werden kann. Von einem Verzicht auf die Schiene würde er abraten: “Was einmal weg ist, ist weg!“. Zudem sei die Industrie sei dringend auf die Schiene angewiesen.

Elternhäuser in die Pflicht nehmen

Dann ging es um eine vermeintliche Zunahme von Fällen des "Koma-Saufens". Walch meint, hier müsse man in erster Linie die Elternhäuser mehr in die Pflicht nehmen, die verursachten Klinikkosten sofort einziehen und in "Brennpunkt-Gemeinden" die Möglichkeit der Sperrstunde nutzen, die dort bereits besteht.

Tourismusverbände: Fusion ist zweitrangig

Franz-Josef Strauß aus Bergen hielt die aktuelle Kritik an der Tourismus-Organisation Chiemgau Tourismus e.V. für eine Frechheit und neben der anhaltend schlechten Wetterlage für zusätzlich schädlich. Walch plädierte in erster Linie für die weitere gute Zusammenarbeit des Verbands mit dem Chiemsee Alpenland Tourismus und erst in zweiter Linie für die Fusion – diese müsse ja ohnehin kommen.

Walch: Bin nicht zu jung

Abschließend bedankte sich der Vorsitzende der CSU-Kreissenioren Schorsch Klausner für die zahlreiche Teilnahme, die rege Diskussion, wünschte Siegi Walch viel Glück und sicherte ihm die volle Unterstützung zu. Walch meinte, die Befürchtung, er sei zu jung für das Amt des Landrates würde ganz sicher mit den Jahren abnehmen.

Quelle: Pressemitteilung CSU-Senioren Kreisverband Traunstein

Rubriklistenbild: © Siegi Walch

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser