Laubhölzer immer beliebter

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Strahlende Gesichter am Spitzenstamm der Submission: Bernhard Kurz, Geschäftsführer der WBV Traunstein, der Verkaufsleiter, Forstbetriebsleiter Paul Höglmüller, Lothar Klöffer Revierleiter des Reviers Isen, Christian Zaiser, der für die Submission verantwortliche Revierleiter des Forstbetriebs Ruhpolding (von links).

Landkreis - Nicht nur mit der jährlich wachsenden Resonanz, sondern vor allem auch mit den erzielten Ergebnissen zeigten sich die Veranstalter der 14. Südostbayern-Submission mehr als zufrieden.

Mehr als 250 Personen besuchten die Präsentation der Ergebnisse im Waginger Kursaal.

27 Holzkäufer aus Deutschland und Österreich und sogar ein Furnierhersteller aus Polen gaben Gebote für die besten Hölzer der Region ab. Das Angebot lag mit rund 380 Festmetern bester Laub- und Nadelhölzer nochmals deutlich über dem des Vorjahres.

Holzanlieferung für die Submission:

Holzanlieferung für die Holz-Submission

Dies war, so die Aussagen des Ruhpoldinger Forstbetriebsleiters und Verkaufsleiters der Submission, Paul Höglmüller, nur möglich, weil es in den vergangenen Jahren gelang neben vier Forstbetrieben der bayerischen Staatsforsten Ruhpolding, Berchtesgaden, St. Martin im Pinzgau und Wasserburg sowie dem Forst der Stadt Traunstein immer mehr Waldbesitzervereinigungen (WBV) und deren Mitglieder für die Submission zu begeistern. Neben den WBV Traunstein, Laufen-Berchtesgaden, Altötting-Mühldorf und Wasserburg-Haag, war in diesem Jahr erstmals die WBV Erding beteiligt.

Über den wirtschaftlichen Erfolg hinaus, so die Veranstalter, setzt gerade die Südostbayernsubmission mit der breiten Palette fast aller heimischen Hölzer auch ein Zeichen, dass das Bestreben der Forstwirtschaft in Bayern, sowohl im Staats- wie im Privatwald auf naturnahe, gemischte Wälder zu setzen, der richtige Weg war und ist.

Dies gilt auch in Hinblick auf den sich abzeichnenden Klimawandel, der, so die Veranstalter keine Kapriolen erfordert. Die breite Palette heimischer Baumarten, ergänzt durch einzelne Neubürger, wie die Douglasie bietet da ein hohes Maß an Sicherheit für die Stabilität der bayerischen Wälder. Entscheidend ist, dass angemessene Wildbestände das Einbringen und Nachwachsen dieser Baumarten uneingeschränkt zulassen.

Großen Anklang fand die Präsentation der Verkaufsergebnisse durch den Geschäftsführer der WBV Traunstein, Bernhard Kurz.

Seit der ersten Wertholzsubmission im Chiemgau vor über einem Jahrzehnt standen die angebotenen Bergahorne im Mittelpunkt des Interesses. In diesem Jahr konnten bei einem gegenüber den Vorjahren deutlich verringerten Angebot wieder Spitzenpreise erzielt werden, die an die Ergebnisse des Jahres 2009 anknüpfen. Am besten beboten wurden ein Riegelahorn aus dem Forstbetrieb Wasserburg der Bayerischen Staatsforsten mit 6676 Euro/Festmeter und ein Ahorn aus dem Gemeindewald Ruhpolding mit 2810 Euro. Neben dem Bergahorn ist nach wie vor die Eiche mit einem Angebot von knapp 150 Festmetern die wichtigste Baumart der Submission. Der Durchschnittspreis mit zirka 354 Euro/fm entsprach durchaus den Erwartungen der Anbieter und lag über dem des Vorjahres.

Beim Nadelholz stießen vor allem die hochwertigen Gebirgslärchen der Gebirgsbetriebe der Bayerischen Staatsforsten auf reges Interesse, der best bebotene Stamm aus dem Forstbetrieb St. Martin erzielte einen Preis von 478 Euro pro Festmeter. Der Durchschnittspreis lag bei 215 Euro/fm. Der Spitzenpreis für eine Gebirgsfichte des Forstbetriebs Ruhpolding lag bei stolzen 319 Euro.

Ein wichtiges Anliegen der Veranstaltung ist neben einer bestmöglichen Wertschöpfung für das Holz aus der Region, der Bevölkerung einen Überblick über die breite Palette heimischer Hölzer zu vermitteln.

Dieses Angebot wurde in den vergangenen Wochen von zahlreichen Familien und Interessierten genutzt, die sich auf dem Gelände des Kurparks anhand der vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein angebrachten "Steckbriefe" zu den einzelnen Baumarten informieren konnten.

re/Chiemgau-Zeitung

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