Michaeliritt in Inzell mit langer Tradition

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Inzell - Die mittelalterliche Tradition des Michaeliritts wurde in Inzell 1990 wieder aufgenommen. Daneben gab es am Sonntag auch einen Michaelimarkt in der Gemeinde.

Liebevoll geschmückte 181 Pferde und prächtige Gespanne und viele Festwagen zogen durchs Dorf nach Niederachen . Dort segnete Pfarrer Quirin Strobel Ross und Reiter. Seinen Ursprung hat dieser Pferdeumritt in der Tradition der Leonhardritte. Der Zeitpunkt für den spätherbstlichen Umritt am Tag des Viehpatrons St. Leonhard, dem 6. November, erwies sich wegen des häufig kalten Wetters als ungeeignet. So verlegte man den Ritt auf den Namenstag des Heiligen Michael, Schutzpatron der Pfarrkirche. Zugleich war der Michaelitag ein Bauernfeiertag mit Markttreiben.

1950 wurde dieser Feiertag abgeschafft. Die Umritte schliefen ein. Erst 1990 wurde er wieder belebt. Seit 23 Jahren setzte sich Josef Rieder unermüdlich dafür ein, dass die Umritte reibungslos ablaufen. Wegen Krankheit wurde ihm diese Aufgabe jetzt aber zu viel und hat sie nun in jüngere Hände übergeben.

Impressionen von Michaelimarkt und Michaeliritt

Michaelimarkt 2013 in Inzell

Michaeliritt 2013 in Inzell

Josef Rieder erhielt von der Gemeinde Inzell und den Pferdefeunden St. Michael für die Wiederbelebung des Michaeliritts sowie für sein langjähriges Engagement für den Michaelritt eine Dankurkunde vom Bürgermeister Martin Hobmaier überreicht.

Im Ortskern traten verschiedene Gruppen der Inzeller Musikschule auf. Am Rathaus gab es einen Kinderflohmarkt, in der Traunsteiner Straße konnten Kinder mit einem Minibagger baggern. Am Schwimmbadparkplatz wurde ein buntes Kinderprogramm mit Riesenbauklötzen und mehr geboten. Trotz der frischen Temperatur wurden die Tische gut belegt. Die Geschäfte im Ortskern waren auch alle geöffnet.

kaf

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