1,3-Millionen-Euro-Straße in Ruhpolding gestern eingeweiht

Miesenbacher Straße: Hangstrecke entschärft

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Kernstück der Straßensanierung war neben der Fahrbahnverbreiterung und der Schaffung eines Geh- und Radwegs die Abstützung des Hangs zum HPZ mittels massiver Natursteinblöcke.

Ruhpolding - "Was lange währt, wird endlich gut", meinte anlässlich der Einweihung der Miesenbacher Straße der Ruhpoldinger Bürgermeister Claus Pichler am Freitagvormittag.

Er spielte damit weniger auf die kurze, rund sieben Monate währende Bauzeit ans, als vielmehr darauf, dass bereits seit 2005 geplant war, das 640 Meter lange Teilstück am Fuße des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) grundlegend zu sanieren.

Die in den 60er-Jahren entstandene und in diesem Bereich sehr unübersichtliche Straße war dringend sanierungsbedürftig, es fehlten zudem ein Fußgänger- beziehungsweise ein Radweg. In einer feierlichen Eröffnung wurde nun im Beisein von Vertretern der Baufirma und des Planungsbüros, von Handwerksbetrieben, der Polizei, des stellvertretenden Landrats Sepp Konhäuser, sowie Vertretern der Gemeinde die neue Straße offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Den kirchlichen Segen gaben in einer kleinen ökomenischen Andacht der evangelische Ortspfarrer Thomas Schmeckenbecher und der pensionierte geistliche Rat Bernhard Schwaiger.

Finanziert wurde das 1,3 Millionen Projekt mit verschiedenen Mitteln: So bezuschusst die Regierung von Oberbayern den Ausbau mit 460.000 Euro, 720.000 Euro verbleiben bei der Gemeinde. Die Anlieger hatten 120.000 Euro zu entrichten, was die gesetzliche Bestimmungen verlangten, wie dies der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser den etwa 60 Gästen der einstündigen Eröffnungsfeier erläuterte.

Hans Althammer, Geschäftführer des Ingenierbüros SAK, Traunstein, der Ruhpoldinger Bürgermeister Claus Pichler, der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser und Wilhelm Schuhböck, Geschäftführer der Baufirma Swietelsky (von links) bei der Einweihung.

Diese Bestimmungen fänden sich in der Straßenausbaubeitragssatzung, wobei die Beitragshöhe jedes Anliegers individuell ermittelt wurde. Erneuert wurden im Zuge der Baumaßnahmen auch die in den Straßenkörper eingelagerte Wasserleitung und der Regenwasserkanal, ein großzügiger, 2,5 Meter breiter Geh- und Fahrradweg entstand, vor allem aber galt es, den Hang zum HPZ mittels einer massiven Mauer aus Natursteinblöcken gegen Abrutschung abzusichern. Das sei alles vorbildlich gelungen, erklärte Hans Althammer, Geschäftsführer des Planungsbüros SAK aus Traunstein und hat auch, wie seine Vorredner, die harmonische Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, den Anwohnern und den beauftragten Firmen lobend hervorgehoben.

In ihren kurzen Ansprachen äußerten die einzelnen Redner immer wieder den Wunsch, dass die neue, 5,5 Meter breite Straße von Verkehrsunfällen verschont bleiben möge. Die Polizei stufte diesen jetzt wesentlich übersichtlicher gestalteten Abschnitt früher insbesondere für Fußgänger und Radfahrer als sehr unfallträchtig ein, wie dies am Rande der Eröffnung der Leiter der Ruhpoldinger Polizeidienststelle Manfred Kriechbaumer auf Anfrage erklärte. So war vor etlichen Jahren ein Mopedfahrer an dieser Hangstrecke tödlich verunglückt. "Aber jetzt sieht das hier viel übersichtlicher und viel weniger gefährlich aus", so Kriechbaumer abschließend.

ost/Chiemgau-Zeitung

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