Nach Straßenausbau: Aufatmen in Leiderting

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Letztes Kapitel einer (fast) unendlichen Geschichte: Die Asphaltierung der Leidertinger Straße beobachten v.l. der Sachgebietsleiter der Stadt Traunstein für Straßenbau, Gerhard Hogger, Bürgermeister Hans Zillner und Bauleiter Michael Hochmann. In den Straßenausbau investiert die Stadt Traunstein rund 77.000 Euro.

Leiderting - Der Ausbau der Straße nach Leiderting ist abgeschlossen und schon am Donnerstag können die Anwohner ihre Häuser wieder vom Traunsteiner Stadtgebiet aus erreichen.

Den Termin für die Verkehrsfreigabe nannte Traunsteins 2. Bürgermeister Hans Zillner, als er sich auf der Baustelle über die Fortschritte der Arbeiten informierte. „Nach jahrelangen Beschwerden über den schlechten Straßenzustand können die Leidertinger endlich aufatmen“, sagte Zillner. Viele hätten schon nicht mehr an ein Ende dieser beinahe unendlichen Geschichte geglaubt, die seit Jahren für Diskussionen sorgte. Zuletzt erinnerte die Leidertinger Straße mit ihren tiefen Schlaglöchern mehr an eine Buckelpiste als an eine Straße.

Erst in langwierigen Verhandlungen hat die Bundeswehr, die Eigentümer der Straße ist, dem Drängen der Stadt Traunstein nachgegeben und dem Ausbau zugestimmt. Vor zwei Wochen rückten Arbeiter der Firma Swietelsky an, um den kaputten Fahrbahnbelag abzufräsen. Im nächsten Schritt wurde eine neue Schottertragschicht aufgebracht. Obwohl das Asphaltieren des 900 Meter langen Straßenstücks von der Kreisstraße bis zur Panzerstraße nur einen Tag dauerte, kamen die Arbeiter ganz schön ins Schwitzen – allerdings waren dafür nicht die Außentemperaturen von über 30 Grad verantwortlich, sondern der 180 Grad heiße Asphalt, der mit LKW zur Baustelle geliefert wurde. „Wir haben sicher den heißesten Arbeitsplatz in ganz Traunstein“, meinte Bauleiter Michael Hochmann. Am Donnerstag wird der Asphalt so weit abgekühlt sein, dass die Sperrung der Straße aufgehoben werden kann. Die Zufahrt nach Leiderting ist dann auch wieder von der Traunsteiner Seite möglich und die Anwohner können auf dem schnellsten Weg nach Kammer fahren, ohne den Umweg über Nußdorf nehmen zu müssen.

77.000 Euro investiert die Stadt Traunstein in den Straßenausbau, den auch der Stadtrat für unbedingt erforderlich hielt und in der Vergangenheit immer wieder forderte – auch wenn es sich bei der Zufahrt nach Leiderting nicht um eine öffentliche Straße handelt. Allerdings hat die Bundeswehr den Anwohnern das Benutzungsrecht schon vor Jahrzehnten garantiert. Dass die Verträge noch aus der Zeit vor der Eingemeindung stammen, machte die Sache noch komplizierter. Erleichtert über den Abschluss der Maßnahme zeigte sich deshalb auch Gerhard Hogger, der im Rathaus für den Straßenbau zuständig ist. Er schätzt, dass die Leidertinger Straße seit den 60er Jahren nicht mehr erneuert wurde. „Ohne die Probleme aufgrund der Eigentumsverhältnisse wäre der Ausbau schon längst fällig gewesen“, so Hogger. Für die nächsten 40 Jahre sei das Thema jedoch erledigt – so lange wird die neue Straße mindestens halten.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

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