„Hier kann der Gast etwas erleben“

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Viele Organisationen in der Umweltbildung informierten bei der Veranstaltung des „Netzwerks Umweltbildung Chiemgau“ im Landratsamt Traunstein über ihr Angebot: Christine Pfaffinger und Kathrin Thaurer von „Bauernland und Bauersleut“, die Rundgänge in der Region Aschau/ Sachrang anbieten.

Traunstein - In den beiden Landkreise Traunstein und Rosenheim soll es verstärkt zu einem Schulterschluss zwischen Privatvermietern, Hotels, Tourismusverbänden und Organisationen im Bereich der Umweltbildung kommen.

Unter dem Motto „Hier kann der Gast etwas erleben“ trafen sich am Mittwochnachmittag rund 50 Vermieter mit Vertretern der Verbänden. Das „Netzwerk Umweltbildung Chiemgau“ in dem sich seit dem vergangenen Jahr 25 Organisation aus dem Bereich der Umweltbildung in loser Form zusammengeschlossen haben, stellten ihre Arbeit vor, die unter anderem von der Kinderförderung „Spürnasenaktionen“ (Lebendiges Sachrang e.V.), über Vogelbeobachtungen (AZV Chiemsee) zum Naturkundemuseum Siegsdorf reichten.

Landrat Hermann Steinmaßl stellte in seiner Einführung die Bedeutung von Kooperationen im Tourismusbereich heraus: „Angebote der Umweltbildung können touristisch gut genutzt werden. Wir brauchen intelligente Vermarktungsstrategien, die dieses Potential marktwirksam umsetzen.“ Man müsse sich die Frage stellen, wo man in der Region im Tourismus hin wolle und das „Wie“ gemeinsam mit Verbänden, Vermietern und Anbietern umsetzen könne. Man unterstütze von Seiten des Landratsamtes Umweltthemen in jeglicher Form, wie er am Beispiel des Umweltpavilions ausführte. „Was der Mensch nicht kennt, kann er nicht schützen“ so der Landrat.

Netzwerk Umweltbildung Chiemgau

Der Gebietsbetreuer Chiemsee Hannes Krauss, der in der Umweltbildung als „Schnittstelle“ zwischen den Landkreisen Traunstein und Rosenheim tätig ist, stellte die Gründe für den Netzwerkgedanken heraus: „Wir wollen das touristische Potential miteinander verbinden. Durch die Umweltbildung können wir zusätzlich ein attraktives Angebot für Gäste in der Region schaffen.“

Dem pflichteten auch der Geschäftsführer des Chiemgau Tourismus Michael Lücke und die Geschäftsführerin der Chiemsee-Alpenland Tourismus GmbH, Claudia Leppin, bei. „Wir wollen mit guten Angeboten die Alleinstellung des Chiemgaus deutlich machen“ so Lücke, der darauf hinwies, dass man den Gast – vor dem Hintergrund von preisgleichen Flugreisen in die Türkei oder Angeboten in Südtirol – nur mit einem besonderen Qualitätsangebot halten und gewinnen könne. Leppin machte klar, dass es wichtig sei, die Werthaltigkeit der Natur in den Vordergrund zu stellen.

Nach den Vorträgen bestand für die Vermieter die Möglichkeit, sich an den Ständen der Netzwerkmitglieder über deren Angebot zu informieren und mit den Referenten über die Angebote zu diskutieren. Der Kreisvorsitzende des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Peter Stocker wünschte sich hier ein „Pauschalangebot“ für die örtliche Gastronomie und die Vermieter.

Karin Strobl (Gästehaus Strobl) aus Gollenshausen formulierte ihren Wunsch so: „Wir brauchen noch bessere Radwege und die Bestehenden müssen besser ausgeschildert werden.“ Die Privatvermieterin Hildegard Pöschl aus Grabenstätt betonte, dass sie die Veranstaltung einfach nutzen wolle, um sich über das Angebot im Bereich der Umweltbildung in der Region zu informieren: „Ich möchte an meine Gäste die Informationen einfach gezielt weitergeben können.“ Für die Netzwerk-Initiatoren brachte der Gebietsbetreuer Chiemsee, Hannes Krauss den Zweck der Veranstaltung auf den Punkt: „Wir suchen den Dialog mit den Vermietern“, was man an diesem Nachmittag dieser ersten öffentlichen Veranstaltung offensichtlich erreicht hatte.

awi

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