20 neue Lehrer treten Dienst an

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Landrat Hermann Steinmaßl und Schulamtsleiter Gerhard Poremba ( rechts) hießen die neuen Lehrerinnen und Lehrer im Landkreis Traunstein willkommen.

Traunstein/Landkreis - In den Volksschulen des Landkreises Traunstein treten heuer 20 junge Lehrerinnen und Lehrer ihren Vorbereitungsdienst an.

Zu Beginn des neuen Schuljahrs wurden sie am Montag von Landrat Hermann Steinmaßl und Schulamtsleiter Gerhard Poremba willkommen geheißen. Im Rahmen einer Feierstunde im Großen Sitzungssaal des Landratsamts legten die neuen Lehrkräfte, die ihr 1. Staatsexamen bestanden haben, das feierliche Gelöbnis ab. Gleichzeitig wurden 21 ihrer Kolleginnen und Kollegen, die das 2. Staatsexamen erfolgreich abgelegt haben, in den Schuldienst übernommen. Zwei von ihnen hatten bisher lediglich befristete Verträge.

Es gehört zur Tradition des Staatlichen Schulamts Traunstein, die Lehramtsanwärter in einem feierlichen Rahmen auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe einzustimmen. Damit soll die besondere Bedeutung des Lehrerberufs für die Erziehung von Kindern und Jugendlichen unterstrichen werden. So sorgten das Ehepaar Starzer und Isabelle Göring von der Carl-Orff-Schule Traunreut sowie Gertrud Schwoshuber von der Volksschule Obing für eine anspruchsvolle musikalische Begleitung.

„Die Begrüßung der neuen Lehrkräfte im Landkreis Traunstein ist für mich in jedem Jahr ein ganz besonderes Ereignis“, bekannte Landrat Hermann Steinmaßl. Er gratulierte ihnen zu ihrer Berufswahl und wünschte ihnen viel Erfolg bei der Aufgabe, Kinder zu verantwortungsvollen Menschen zu erziehen. „Eltern und Lehrer sind die wichtigsten Personengruppen für die Zukunft unseres Landes“, so der Landrat. Deshalb sei der Bereich Bildung und Erziehung auch ein persönlicher Schwerpunkt seiner politischen Arbeit.

Mit dem Investitionsprogramm „Bildung und Infrastruktur“ habe der Kreistag die Weichen für ein breit gefächertes Schulangebot gestellt. Über die reine Wissensvermittlung hinaus gelte es auch, die soziale Kompetenz von Kindern zu fördern. Steinmaßl: „Alles in allem ist es Ihre Aufgabe, den Rohstoff Geist zu bearbeiten – der einzige Rohstoff übrigens, der sich vermehrt, wenn man ihn fördert.“

Schulamtsleiter Gerhard Poremba mahnte in seiner Ansprache, noch mehr auf die veränderte Lebenswelt der Kinder einzugehen: „Wenn das Unterrichten und Erziehen wirklich gelingen soll, dann müssen wir uns bewusst machen, dass unsere Kinder in eine Welt hineingeboren wurden, die anders ist als die Welt unserer eigenen Kindheit.“ Die Kinder unserer Zeit seien Medien-, Wohlstands- und oft Einzelkinder. „Sie werden von Attraktionen und Sensationen aller Art berieselt und oft besudelt, sind an Überfluss und schnelle Bedürfnisbefriedigung gewohnt, bekommen viel geboten und wenig verboten.“ Dies zu beklagen helfe aber nicht weiter. Poremba: „Die Kinder von heute sind beileibe nicht dümmer oder fauler oder bösartiger als die Kinder von früher. Sie sind aber mehr Kinder unserer Zeit als unsere Kinder. Wir müssen sie dort abholen, wo sie heute stehen und dürfen nicht klagen, dass sie nicht dort stehen, wo wir sie gerne abholen wollen.“ Eltern, Lehrer, Gemeinde, Kirche und Staat müssten dazu an einem Strang ziehen. „Als Instanz der Wissensvermittlung hat die Schule in unserer Mediengesellschaft an Bedeutung verloren, die Erziehungsaufgabe ist jedoch enorm gewachsen. Diese Aufgabe zu erfüllen, ist der Kern Ihrer zukünftigen beruflichen Arbeit“, so Poremba.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

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