Telekom: Neues Jahr - neue Proteste

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Traunstein - Auch im neuen Jahr protestieren die betroffenen Angestellten der Telekom gegen die geplante Verlegung ihrer Arbeitsplätze. Das Motto: "Telekom-Mitararbeiter mauern"

Die betroffenen Mitarbeiter der Deutschen Telekom protestieren weiterhin gegen die geplanten Arbeitsplatzverlagerungen von Traunstein nach Augsburg beziehungsweise Regensburg. Am Montagmittag fand vor dem Eingangsbereich der Konzern Niederlassung in Traunstein wieder eine Protestveranstaltung statt, zu der trotz klirrender Kälte gut 30 Angestellte des Konzerns gekommen waren.

Unter dem Motto "Telekom Mitararbeiter mauern" schaufelten die Teilnehmer symbolische Wände aus Schnee zusammen und machten klar, wem sie damit den Zugang zu dem Haus verwehren wollen. "Die uns die Arbeitsplätze nehmen wollen, sollen draußen bleiben" sagte Telekom-Mitarbeiter Michael Pertl von Verdi. Man wolle sich weiter zur Wehr setzen, um in Traunstein weiter arbeiten zu können. Auf Schildern stand zu lesen: "Wir fordern: Laßt die Arbeit und die Menschen in Traunstein" oder "T verlagert die Arbeit ohne die Menschen" in Anlehnung an die zuletzt bekannt gewordenen Vorstandspläne die Geschäftsbereiche wie geplant zusammenzufassen und den Mitarbeitern an den betroffenen Standorten neue Tätigkeiten anzubieten.

Der Appell aus Traunstein solle auch beim Konzernvorstand ankommen, der "zuerst die Arbeit mit den Menschen verlagern wollte, und jetzt die Arbeit ohne die Menschen verlagern wolle." Man kämpfe weiterhin, dass in den engültigen Vereinbarungen Mitarbeiter wie auch ihre Arbeitsbereiche vor Ort in Traunstein bleiben, so Pertl.

Er wies darauf hin, dass es derzeit Verhandlungen in Arbeitsgruppen gäbe, deren Ergebnisse am 7. Februar bekannt gegeben werden sollen. Betroffene Mitarbeiter, der Betriebsrat und die Gewerkschaft hätten hier eine klare Position: "Lasst die Arbeit und die Menschen in Traunstein."

awi

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