Neuregelung für Wertstoff-Container

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Traunstein - Vor Kurzem wurden vier Wertstoff-Container Standorte wegen geringer Nutzung aufgelöst. Beschwerden von Anwohnern über illegale Müllablagerungen trugen dazu bei.

Zur Entsorgung von Wertstoffen wählen immer mehr Traunsteiner Bürger den Weg zum Wertstoffhof, während die Containerplätze im Stadtgebiet stark an Bedeutung verlieren. Das berichtete Oberbürgermeister Manfred Kösterke in der letzten Sitzung des Umweltausschusses, der über die Zukunft der 15 Containerplätze im Stadtgebiet diskutierte. Aufgelöst werden laut Beschluss die Standorte an der Haferlbrücke, am Reiterhof in Geißing, am Kramerweg und in Haidforst. Nach der Neuregelung können die Bürger ihre Wertstoffe entweder im Wertstoffhof an der Scheibenstraße, im Wertstoffhof der Firma Schaumaier oder an den verbleibenden Containerplätzen entsorgen.

"Ein dichtes Netz an Sammelstellen sichert nach wie vor eine wohnortnahe Entsorgungsmöglichkeit in allen Stadtteilen", betonte Kösterke. Viele Bürger würden ohnehin die Wertstoffhöfe bevorzugen, da dort die Mitarbeiter bei der Entsorgung behilflich sind und fast alle Materialien angenommen werden. Hingegen ist an den Containerplätzen in der Regel nur die Entsorgung von Altpapier, Altglas und Alu möglich. "Einige Standorte werden nur noch in sehr geringem Umfang genutzt, verursachen für den Steuerzahler aber hohe Personal- und Unterhaltskosten, da mindestens zweimal pro Woche eine Kontrolle durch unsere Mitarbeiter erfolgen muss", begründete der Oberbürgermeister die Neuregelung. Für die geringe Nutzung der Sammelstellen machte Kösterke eine ganze Reihe von Gründen verantwortlich: Schon 2005 ist nach einer Gesetzesänderung die "Grüne Tonne" für Gartenabfälle weggefallen, einen weiteren Bedeutungsverlust brachte 2007 die Einführung der "Blauen Tonne" für Altpapier, die jeder Haushalt im Landkreis auf Wunsch kostenlos erhält. Nicht zuletzt würde auch das Angebot des 2009 eröffneten Wertstoffhofs der Firma Schaumaier sehr gut angenommen.

Für die Entscheidung, die Container am Kramerweg abzubauen, gaben Beschwerden von Anwohnern über dauernd wiederkehrende illegale Müllablagerungen und Probleme mit der Sauberkeit den Ausschlag. Der Standort in Haidforst wird vom Umweltausschuss aufgrund der Nähe zum Wertstoffhof der Firma Schaumaier nicht mehr für notwendig erachtet. Ein Problem ist auch, dass die Container direkt vor dem Waldfriedhof stehen und die Friedhofsruhe durch das Einwerfen von Altglas gestört wird. Alle beschlossenen Änderungen treten am 30. Juni in Kraft. Fragen dazu beantworten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes unter Tel.: 0861 / 65-247

Pressemitteilung der Stadt Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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