Klare Ansage vom WZG-Bürgermeisterkandidat

Gegen Geothermie in Litzlwalchen

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Auf diesem Gelände bei Litzlwalchen ist eine Geothermieanlage geplant. Das Bild beim Ortstermin zeigt Gemeinderatskandidat Gerhard Lackner, Bürgermeisterkandidat Gerhard Mittermaier sowie die Gemeinderatskandidaten Sepp Kittl, Andreas Schroll und Heike Müller

Nußdorf - Die im vergangenen Jahr gegründete Nußdorfer Wählervereinigung WZG (Wir - Zukunft - Gemeinde) findet großen Zuspruch.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Die im vergangenen Jahr gegründete Nußdorfer Wählervereinigung WZG (Wir - Zukunft - Gemeinde) findet großen Zuspruch. Zu ihrer Wahlversammlung kamen rund 100 Bürger ins Gasthaus Zenz nach Sondermoning. Bürgermeisterkandidat Gerhard Mittermaier, der auch auf der Liste der Freien Wähler/ Unabhängigen Wähler (FW/UW) für den Traunsteiner Kreistag kandidiert, erläuterte seine kommunalpolitischen Ziele, die sich in einigen Punkten sehr deutlich von denen des nicht mehr kandidierenden Gemeindeoberhauptes unterscheiden. In der Versammlung skizzierte außerdem der Landratskandidat von FW/UW, Andreas Danzer seine politischen Vorstellungen für den Landkreis. In einer lebhaften Diskussionsrunde meldeten sich Bürger zu Wort und nahmen zu ortspolitischen Themen Stellung. 


Ein erklärtes Ziel, so Gerhard Mittermaier, sei es, den Grundsteuersatz wieder auf das Niveau von 2016 zu senken. Er liegt jetzt in Nußdorf mit 440 Punkten im oberen Fünftel im Landkreis. Senke man ihn wieder auf 330 Punkte, dann habe jeder etwas davon.Das mache die Gemeinde auch wieder für junge Leute attraktiver. Der Steuersatz war vor vier Jahren erhöht worden, um den Neubau der Schule zu finanzieren. Dieses Projekt sei mittlerweile abgeschlossen, weshalb man die Steuer auch auf den alten Satz senken könne, argumentierte der 55-jährige selbständige Schreinermeister, der Vater zweier erwachsener Söhne ist. 

Im Gegensatz zum scheidenden Amtsinhaberspricht sich der WZG-Kandidat klar gegen die geplante Geothermieanlage in Litzlwalchen aus. Er habe in den letzten Monaten eine ganze Reihe von Versammlungen und Informationsveranstaltungen im Landkreis und darüberhinaus besucht und sich umfassend mit dem Thema beschäftigt. "Nach sorgfältiger Abwägung aller Argumente bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass der Standort völlig ungeeignet ist", sagte der Bewerber und begründete das auch: Die Geothermieanlage fördere das heiße Wasser nur zur Stromerzeugung. Es gebe mangels Abnehmern keinerlei Wärmenutzungskonzept. Heißes Wasser, mit dem man etwa 80.000 Haushalte mit Wärme versorgen, könnte, wird in den Boden zurückgeleitet. Ein erheblicher Teil der Bürger sei dagegen. "Ich bin der Meinung, ein Bürgermeister ist in erster Linie für seine Bürger da und hat die Ängste und Sorgen ernst zu nehmen", sagte Mittermaier unter dem Beifall der Besucher. 


Ein weiteres brisantes Thema in Nußdorf sind die erheblichen Defizite in der kommunalen Finanzverwaltung. Für ihn habe oberste Priorität, das Tagesgeschäft so schnell wie möglich wieder auf die Reihe zubekommen. Dazu gehöre es auch, Gebühren und Abgaben regelmäßig und termingerecht einzuziehen. Vor allem müsse man sich aber künftig wieder darauf verlassen können, dass Bescheide auch stimmen. Er wolle als Bürgermeister alles tun, damit Haushaltsplan und Abschlüsse zu den gesetzlich vorgeschriebenen Terminen fertig sind. Das wolle er erreichen, indem auch in Nußdorf die in anderen Gemeinden übliche Hierarchie in der Verwaltung wieder hergestellt wird. Seit Jahren sei die Geschäftsleiterin nicht Vorgesetzte der Kämmerei, sondern der Bürgermeister. "Zwischen Verwaltung, speziell Geschäftsleitung, und dem Bürgermeister darf kein Blatt Papier passen", gab Mittermaier als Ziel aus. 

Der WZG-Kandidat sprach noch weitere Themen an, die für ihn wichtig sind und die er angehen und umsetzen will, sofern ihn die Bürger zum neuen Bürgermeister wählen.Mit einer schlagkräftigen Kandidatenliste biete man den Bürgern die Möglichkeit, die genannten Ziele umzusetzen. In der Diskussion wollte Benno Auer aus Sondermoning wissen, welche Chancen man sehe, den Schwerverkehr durch Sondermoning wegzubekommen. Wenn, so Mittermaier dann müsse man ein Gesamtkonzept mit anderen Gemeinden entwickeln, denn eine Verlagerung des Verkehrs in eine andere Gemeinde oder Ortschaft wäre auch nicht gerecht.Ein Ärgernis vor allem für die Aiginger Bürger sind die oft stark verschmutzten Straßen am Gewerbegebiet Aiging. Mittermaier sagte dazu, man habe schon Gespräche mit den Kiesgrubenbetreibern angedacht mit dem Ziel, dass künftig regelmäßig gekehrt oder eventuell eine Reifenwaschanlage gebaut wird.

Pressemitteilung WZG Nußdorf

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