Ohne Alkohol zum Frühlingsfest

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Traunstein - Heute beginnt das Traunsteiner Frühlingsfest - und es gibt neue Sicherheitsregeln: Unter anderem dürfen jetzt keine alkoholischen Getränke mehr auf den Festplatz mitgebracht werden!

Vor dem Auftakt zum Frühlingsfest am heutigen Freitag haben sich Vertreter der Polizei und der Stadt noch einmal über die Sicherheitsstrategie abgestimmt. "Zehn Tage Frühlingsfest bedeuten aus ordnungsrechtlicher Sicht eine echte Herausforderung", betonte der Leiter des Ordnungsamtes, Manfred Bulka.

Aufbau Traunsteiner Frühlingsfest

Auf die Probleme der vergangenen Jahre hat die Stadt mit dem Erlass einer neuen Volksfestverordnung reagiert, die der Stadtrat im April einstimmig verabschiedet hatte. Die Polizei erhält mit der Verordnung die rechtliche Grundlage, um negative Begleiterscheinungen sowohl auf dem Festplatz, als auch im Umfeld des Frühlingsfestes zu unterbinden.

Für die Beamten ist in der Chiemgauhalle direkt neben dem Festgelände eine eigene Festwache eingerichtet, damit die Polizei immer präsent sein kann. Wie Einsatzleiter Andreas Hinterschwepfinger von der Polizeiinspektion Traunstein versicherte, werden die Beamten mit dem nötigen Augenmaß, aber auch der nötigen Konsequenz vorgehen. "Wir sind für die Verordnung sehr dankbar und erwarten eine deutliche Verbesserung der Sicherheitslage."

Unter anderem regelt die Verordnung, dass die Besucher keine alkoholischen Getränke auf den Festplatz mitbringen dürfen. Ein Alkoholverbot gilt auch für die Siegsdorfer Straße, die Bürgerwaldstraße und den Bereich an der Haferlbrücke, wo es in der Vergangenheit öfter Probleme mit betrunkenen Jugendlichen gab. Ausdrücklich wird in der Verordnung auf die Einhaltung des Jugendschutzes hingewiesen.

Der Jugendschutz ist auch Festwirt Jochen Mörz ein wichtiges Anliegen: "Bier gibt es erst ab 16, härtere Sachen erst ab 18", versicherte Mörz. Vor der Ausgabe von Alkohol sind die Bedienungen angewiesen, im Zweifel das Alter der Besucher zu kontrollieren. Für die Ordnung im Zelt und auf dem Platz vor den Toiletten sorgt ein privater Sicherheitsdienst, der eng mit den Einsatzkräften der Polizei zusammenarbeiten möchte. Am Eingang zum Zelt werden die Sicherheitsleute strenge Ausweiskontrollen durchführen und die Besucher nach mitgebrachten Flaschen durchsuchen.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke bezeichnete die Verordnung als ein notwendiges rechtliches Instrument, um einen geordneten Festverlauf zu gewährleisten. Über die Verordnung würden ohnehin nur Punkte geregelt werden, die für die große Mehrheit der Besucher selbstverständlich seien. Er appellierte an die Vernunft der Besucher, aber auch an die Verantwortung der Eltern, damit die in der Verordnung vorgesehenen Sanktionen gar nicht erst eintreten.

re/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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