Blutspende: Pallings Geheimnis

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Trotz der stolzen Zahl von über 10 000 Blutspenden im letzten Jahr ist der Trend im Landkreis rückläufig. Deshalb will der Blutspendedienst des BRK in diesem Jahr möglichst viele Bürger zu motivieren, ihre kostbare Körperflüssigkeit zu spenden – nach dem Motto: „Spende Blut – Rette Leben“.

Traunstein - Die Pallinger gehen wieder einmal am häufigsten zum Blutspenden. Doch wie sieht es denn mit den anderen Orten aus? Und wie läuft eigentlich eine Blutspende genau ab?

Ein Geheimnis liegt über Palling: Immer wieder steht die Gemeinde an der Spitze der Blutspendestatistik im Landkreis - Mehr als 15 Prozent ihrer Einwohner gingen 2010 zur Blutspende - und diesen Trend gibt es seit vielen Jahren. Über 10.000 Blutkonserven sammelten die ehrenamtlichen Helfer des Blutspendedienstes vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) im Traunsteiner Landkreis in den Gemeinden ein. Eine stolze Zahl, denn damit liegt Traunstein mit über 1000 Blutbeuteln Vorsprung wieder an der Spitze in Oberbayern – und doch gibt es einen Wermutstropfen, denn die Zahl der Blutspenden ist wie in ganz Bayern rückläufig. Drastisch steigt dagegen der Bedarf: Täglich sind 2500 Konserven in Bayern nötig, um Menschenleben zu retten. Dabei gibt es bestimmte Blutgruppen, die am häufigsten gebraucht werden: Null negativ und A negativ.

Robert Schneider vom Blutspendedienst München bringt es auf den Punkt: „Wir haben das Problem, dass es zu wenig Erstspender gibt. Die treuen älteren Spender werden immer weniger, weil sie aus Altersgründen ausscheiden. Deshalb müssen wir versuchen, auch die über 40-Jährigen zur Blutspende zu motivieren, denn sie wären von den Zahlen her unsere stärkste Basis.“ Bei den jungen Blutspendern liegt Wonneberg an der Spitze: Über 18 Prozent der Spender sind hier zwischen 18 und 25 Jahren, gefolgt von Palling und Tacherting. Das allererste Mal ließen sich die meisten in Reit im Winkl pieksen. Die Statistik der Blutspender über 60 Jahre führt Inzell an, gefolgt von Grabenstätt, Reit im Winkl, Traunreut und Ruhpolding. Während in Traunreut, Chieming und Grassau im letzten Jahr am wenigsten Spender zu motivieren waren, gehören zu den Spitzenreitern im Landkreis neben Palling die Gemeinden Fridolfing, Kirchanschöring und Waging.

80 Prozent brauchen eine Blutspende

Der Ablauf einer Blutspende ist genau geregelt: Zu Beginn beantwortet der Spender einige Gesundheitsfragen. Danach bestimmen die Mitarbeiter des Blutspendedienstes die Zahl der roten Blutkörperchen und die Blutgruppe. Das gesammelte Blut wird umgehend mit einem Kühlwagen in ein Münchener Labor transportiert und dort weiterverarbeitet. Das Rote Kreuz stellt rund 80 Prozent der Blutversorgung in Deutschland sicher und hat entsprechende Vorräte für Notfälle und Katastrophen. „Da der Bedarf ständig steigt, bedingt durch immer mehr Patienten und mehr medizinische Eingriffe, hoffen wir in diesem Jahr, wieder möglichst viele Spender motivieren zu können“, so BRK- Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer. „Laut Statistik sind 80 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Leben auf eine Blutspende angewiesen - jeder von uns kann der nächste sein.“

Die nächsten Termine zur Blutspende sind am 12. April in Grassau, am 15. April in Ruhpolding und am 18. April in Schnaitsee.

Presseinformation Bayerisches Rotes Kreuz

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