Auch Papst Benedikt gratulierte

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Seminardirektor Markus Moderegger, Oberbürgermeister Manfred Kösterke, Weihbischof Engelbert Siebler vom Erzbistum München und Freising sowie der stellvertretende Landrat Georg Klausner (von links).

Traunstein - Das Erzbischöfliche Studienseminar St. Michael in Traunstein feierte am Sonntag sein 80-jähriges Bestehen.

Viele geladene Gäste konnte Seminardirektor Markus Moderegger zu dem Festakt begrüßen, darunter auch Weihbischof Engelbert Siebler vom Erzbistum München und Freising. "Schön und imposant steht der Bau auf freier Höhe, dem Lärm der Stadt und Straße entrückt, von Luft, Licht und Sonnenschein umflossen" zitierte Seminarsprecher Stefan Körber aus einem Zeitungsbericht anlässlich der Eröffnung im Jahr 1929. Das vom damaligen Erzbischof von München und Freising, Michael Kardinal von Faulhaber, gegründete Haus bietet nach der Renovierung 1994 heute 70 Schülern Platz.

Weihbischof Engelbert Siebler ging kurz auf die Geschichte des Hauses ein, das viele Höhen und Tiefen erlebt habe. "Wir danken Gott für diese 80 Jahre." Er erinnerte daran, dass das 50-jährige Bestehen mit dem damaligen Erzbischof von München und Freising, Joseph Kardinal Ratzinger, dem heutigen Papst Benedikt XVI. gefeiert werden konnte. Er hatte das Studienseminar selbst als Schüler besucht.

Zum Pontifikalgottesdienst verlas Seminarleiter Markus Moderegger den überraschten Gästen ein Grußwort von Papst Benedikt XVI: "Ich bin dankbar, wenn ich auf meine eigene Seminarzeit zurück schaue. Ich wünsche ihnen Freude am Glauben und Mut zum Leben. In meinen Gedanken und Gebeten bin ich bei Ihnen."

Nach dem Sektempfang im Foyer vor dem Theatersaal zeigten die vielen Grußworte aus Kirche, Schule und Politik, welche enorme Bedeutung das Studienseminar für die Region hat. Der stellvertretende Landrat Georg Klausner hob den geistlichen Ansatz heraus: "Gott verspricht eine sichere Landung, aber keine sichere Reise. Das Seminar gibt Ruhe und Rückhalt für die Seminaristen und damit auch für diejenigen, die später mit ihnen zu tun haben werden."

Oberbürgermeister Manfred Kösterke ging auf die vielfältigen Verbindungen zwischen den Studierenden und der Traunsteiner Bevölkerung ein: "Im Lauf von 80 Jahren sind enge und gute Verbindungen zwischen dem Seminar und der Stadt Traunstein gewachsen, und vielleicht sollte ich hinzufügen: zwischen den Seminaristen und den Traunsteinern."

Oberstudiendirektor Klaus Kiesl vom Chiemgau-Gymnasium hob die Bedeutung des letzten Studienseminars in Bayern hervor und fügte hinzu: "Was ich an diesem Haus besonders schätze ist die Werteerziehung. Und die ist heute wichtiger denn je."

Stadtpfarrer Sebastian Heindl kam gleich mit einem alten Rucksack auf die Bühne, einem "Lebensrucksack" mit Erfahrungen, die nötig seien, und die junge Seminaristen an diesem Ort machen würden. Auch der evangelische Pfarrer Torsten Fecke, der die Grüße des verreisten Dekans Gottfried Stritar und des Evangelischen Dekanats überbrachte, wies auf Gemeinsamkeiten im Glauben hin: "Wir bemühen uns beide, junge Erwachsene auf ihrem Weg an das Evangelium von Jesus Christus zu begleiten." Fecke bedankte sich für die "ökumenische Offenheit" des Seminars und seiner Leitung.

Neben den vielen Festansprachen, einem Nachmittagskonzert mit einem Bläserensemble sowie Begleitungen mit Flöte, Geige und Klavier durch einzelne Seminaristen und einem gemeinsamen feierlichen Abendlob war der sportliche Vergleich einer der Höhepunkte des Festprogramms. Die Mannschaft "Don Camillo" des Seminardirektors spielte gegen das Team "Peppone" des Oberbürgermeisters Fußball. Das Spiel war bei Redaktionsschluss noch nicht beendet.

wz

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