Gedenken an Peter und Sophie Baumgartl

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Das Archivbild zeigt Sophie Baumgartl (Zweite von links) beim Ostermarsch vor einigen Jahren.

Traunstein - Gedenken beim Ostermarsch: Peter und Sophie Baumgartl, Vater und Tochter, beim Felssturz in Stein an der Traun ums Leben gekommen, waren über Jahre hinweg Stützen der Friedensbewegung im Landkreis.

Als solche waren sie auch bei den Ostermärschen immer stark engagiert. So war es selbstverständlich, dass Renate Schunck, die Vorsitzende der Friedensinitiative Traunstein-Traunreut-Trostberg, den beiden in ihrer Rede beim Ostermarsch am Samstag ein ehrendes Andenken widmete. Zwei Grabkerzen wurden für sie entzündet, die danach auf dem Marsch zur Kirche am Stadtpark mitgetragen wurden.

Sophie Baumgartl, so erinnerte Schunck, habe oft beim Straßentheater anlässlich des Ostermarsches mitgespielt, und Peter Baumgartl habe stets intensiv bei den Vorbereitungen und beim Plakatieren mitgeholfen.

Ebenso wie seine Enkelin und sein Schwiegersohn war und ist immer Hermann Schätz ein regelmäßiger Gast beim Ostermarsch. Im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung berichtete er, am heutigen Dienstag, zehn Wochen nach der Katastrophe, verlassen die beiden Überlebenden des Felssturzes, seine Tochter Uschi und Enkel Leon, das Traunsteiner Krankenhaus, um sich zur weiteren Reha nach Bad Endorf zu begeben.

So positiv sich das auch anhört, so schwierig stellt sich der Gesundheitszustand der beiden dar. Während Sohn Leon sich mittlerweile immerhin schon auf Krücken fortbewegen kann, ist die Mutter nach wie vor auf den Rollstuhl angewiesen. Ursache für diese Probleme, die zahlreiche Operationen notwendig gemacht hatten, wie Schätz erzählte, ist die lange Zeit, die die beiden Verschütteten in unnatürlicher Körperhaltung zubringen mussten. Dadurch hätten innere Organe wesentlich gelitten, wodurch wiederum die Versorgung vor allem der Beine erheblich beeinträchtigt gewesen sei. Zahlreiche Operationen mussten die beiden über sich ergehen lassen.

So werde es, wie Schätz abschließend sagte, noch geraume Zeit dauern, bis - so bleibe zu hoffen - die beiden wieder all ihrer Körperfunktionen mächtig sein werden. Es sei aber doch damit zu rechnen, dass sie wieder ganz gesund werden, so die optimistische Einschätzung der behandelnden Ärzte, die sich laut Schätz mit allergrößtem Einsatz um die beiden Verletzten gekümmert hätten.

edh/Chiemgau-Zeitung

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