Traunsteiner Stadtfest : Planungen laufen

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Dürften eine große Zahl von Fans zum "neuen" Traunsteiner Stadtfest locken: Die "Killerpilze", eine der bekannten Bands, die beim Gastronomie- und Musikfest in Traunstein auftreten.

Traunstein - Die Planungen für das „neue" Stadtfest in Traunstein laufen auf Hochtouren. Das gaben die Initiatoren am Donnerstagnachmittag auf einer Pressekonferenz im Wochinger-Bräu bekannt.

Wie berichtet wurde Ende März diesen Jahres der Verein „Traunsteiner Feste e.V.“ gegründet, der das Stadtfest Traunstein künftig ausrichten wird. 20 Mitglieder habe der Verein inzwischen, der ein Zusammenschluss der drei Traunsteiner Brauereien mit Werbe-, Veranstaltungs- und Sicherheitsfachleuten ist. Vorausgegangen war der Beschluss der Werbegemeinschaft Traunstein im März 2010, das Stadtfest nach 16 Jahren nicht mehr auszurichten. Hatte man in den Jahren 1994 bis 2007 das Stadtfest über die gesamten Innenstadtgrenzen mit in der Spitze über fünfundzwanzigtausend verkauften Eintritten pro Stadtfest ausgebaut, beschloss die Werbegemeinschaft 2008 das Fest nur mehr als verkleinertes Fest auf dem Stadtplatz auszurichten, das im vergangenen Jahr gänzlich dem schlechten Wetter zum Opfer fiel.

Der neu gegründete Verein will nun nahtlos an alte erfolgreiche Zeiten des Stadtfestes anknüpfen, auch wenn man sich flächenmäßig auf die Innenstadt um den Stadtplatz konzentriert und auch die Dauer des Festes (18 Uhr bis 2 Uhr) reduziert. Flächenmäßig habe man sich am Stadtfest 2007 orientiert.

9 Euro Eintritt

Die Eintrittspreise des Musikfestes betragen je nach Alter fünf (bis 16 Jahre) bis neun Euro (ab 16 Jahre). Besucher im Alter bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Allerdings ist der Zutritt von Kindern bis 12 Jahren nur im Beisein eines Elternteils gestattet, Jugendliche bis 18 Jahre benötigen für den Zugang auf das Festgelände ihren Ausweis und eine Vollmacht eines Erziehungsberechtigten. Die 38 Wirtestände hätten kulinarisch Einiges zu bieten: „Vom Steckerlfisch über Hendl und Döner ist alles vertreten“ so Wochinger und fügt für seine Brauereikollegen hinzu: „Verdursten wird bei uns niemand.“

Hoher Spaßfaktor erhofft.

Dürften eine große Zahl von Fans zum "neuen" Traunsteiner Stadtfest locken: Die "Killerpilze", eine der bekannten Bands, die beim Gastronomie- und Musikfest in Traunstein auftreten.

Eine „Wabbelburg“ (10 x 10 Meter) werde auf dem Maxplatz aufgestellt, am Stadtplatz werde man einen Kletterturm aufbauen. Mit einer über 100 Meter langen „Flying-Fox-Anlage“ (Seilschwebebahn) können wagemutige Stadtfestbesucher in15 Meter Höhe über den Stadtplatz rasen. Rund um den Max- und Stadtplatz, die Schaumburgerstraße und den Taubenmarkt werden fünf Bühnen aufgebaut, auf denen von 18 Uhr bis 2 Uhr Nachts 13 Live-Bands spielen werden. Bei der Auswahl der Bands habe man gute bestehende Kontakte genutzt, die dazu geführt hätten, dass man kurzfristig bekannte Bands wie „Killerpilze“, „Bluekilla“, oder „Die Springer“ verpflichten konnte.

Weitere Bands würden eine breite musikalische Stilrichtung präsentieren: „Ob Pop, Rock, Country, italienischen Schmalz oder traditionelle bayerische Volksmusik: Wir haben für jeden Geschmack etwas dabei“ macht der 2. Vereinsvorsitzende Maximilian Sailer klar. Es sei fast schon ein kleines Musikfestival ergänzte Günter Wimmer, der sich beim Veranstalter um die Auswahl der Musikgruppen kümmerte.

Strikte Alkoholkontrollen angekündigt

„Wir wollen dem Jugendschutz in vollem Umfang gerecht werden“ betont Wochinger. Deshalb werde man unter anderem die „One Way Regelung“ umsetzen. Gäste können damit nach Verlassen des abgezäunten Bereichs das Festgelände nur durch den erneuten Kauf eines Eintrittsbandes betreten. „Wir wollen das ‚Zwischen- und Nachglühen’ verhindern macht Ferdinand Erben klar, der sich in dem Verein um das Thema „Sicherheit“ kümmert. Durch das erneute Verlangen des Eintritts lohne es sich für trinkwillige Festbesucher nicht, zwischendurch außerhalb des Festgeländes billigen Alkohol zu konsumieren. Verschiedenfarbige Eintrittsbänder würden auf dem Gelände dafür sorgen, dass kein Alkohol an Jugendliche ausgeschenkt werde. Das Thema „Sicherheit“ werde beim diesjährigen Stadtfest großgeschrieben: Zwölf Sicherheitsmitarbeiter und die Polizei würden aktiv auf Festgäste zugehen um im Fall von Alkoholexzessen einzuschreiten. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Traunstein und der Polizei Traunstein sei im Planungszeitraum „überaus positiv und angenehm“ gewesen erläuterte Wochinger.

Weitere Aktivitäten sollen folgen

Markus Echtler, der sich in dem neugegründeten Verein um die Werbung kümmert wies darauf hin, dass man in Abstimmung mit der Werbegemeinschaft Traunstein und der Stadt Traunstein auch an einem Konzept für die „Musikkulturnacht“ arbeite. „Wir wollen die Veranstaltung mit einem überarbeiteten Konzept fortführen.“

Unsicherheitskomponente „Wetter“

Den leidvollen Erfahrungen des schlechten Wetters, insbesondere des völlig verregneten letztjährigen Bürgerfestes zum Trotz, macht Wochinger klar, dass das Stadtfest bei jeder Witterung stattfinden werde: „Wir ziehen das in jedem Fall durch.“ Wie abhängig Stadtfeste andererseits vom Wetter sind, zeigt aktuell die Absage des Trostberger Stadtfestes, das für diesen Samstag geplant war. Dass das „neue" Stadtfest in Traunstein kein echtes Bürgerfest mehr ist, machten die Initiatoren deutlich. Das liese sich mit dem Aufwand auch nicht mehr realisieren. „Aber der Besucher erhält beim ‚neuen Stadtfest’ einen super Gegenwert“ zeigt sich Wochinger überzeugt.

awi

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