Seepferdchen in Gefahr!

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Rosenheim/Traunstein - Die Landtagsabgeordnete Maria Noichl (SPD) fordert finanzielle Unterstützung für die bedrohten bayerischen Schwimmbäder:

Seit 1995 mussten in Bayern über 100 Schwimmbäder, darunter 70 Hallenbäder, die Pforten dicht machen. „Jedes Jahr schließen in Bayern eine Reihe von Schwimmbädern - diesem Trend muss energisch entgegengewirkt werden“ so die Rosenheimer SPD-Landtagsabgeordnete Maria Noichl.

Wo Hallenbäder fehlen, wird Schulschwimmunterricht ersatzlos gestrichen. Erschütternde Zahlen legt Maria Noichl aufgrund einer Parlamentarischen Anfrage auf den Tisch. So haben in Stadt und Landkreis Rosenheim von 60 Grundschulen 20 nicht oder nicht mehr die Möglichkeit Schwimmunterricht anzubieten. Im Landkreis Traunstein sind es 13 von insgesamt 41 Grundschulen. So wundert es nicht, dass die Zahl der Nichtschwimmer auch in Rosenheim und Traunstein stetig zunimmt.

Laut Deutscher Leben-Rettungs-Gesellschaft DLRG kann fast jeder 4. Deutsche nicht schwimmen. Bei der Einschulung können über 35% der Kinder nicht schwimmen, und nur noch etwa 17% Prozent der Kinder und Jugendlichen erlernen dies dann in der Schule. Schwimmfähigkeit von Kindern ist oft überlebenswichtig.

Seit Jahren sind viele bayerischen Kommunen nicht mehr in der Lage die notwendigen Sanierungen und Betriebskosten ihrer Hallenbäder zu zahlen. Die ausgebildeten Lehrkräfte stehen bereit, ihnen fehlen jedoch immer öfter Schulbäder vor Ort. Seit Jahren setzt sich die SPD-Landtagsfraktion für eine finanzielle Unterstützung von Kommunen mit Schwimmbädern ein. „Hallenbäder sind keine Luxuseinrichtungen! Bayern darf sich nicht mit einem Lehrplan Schwimmen begnügen, sondern muss den Kommunen auch die Möglichkeit geben, das „Staatsziel“ Schwimmunterricht auch umzusetzen.“ so Noichl.

Pressemitteilung Bürgerbüro Maria Noichl

Rubriklistenbild: © pa

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