Hoteldorf Zell: Bebauungsplan fix!

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Ein Lageplan des fast 30 Millionen Euro teuren Hoteldorfs, für das der potenzielle Betreiber Tui mit "von Natur aus schön" wirbt.

Ruhpolding - Die Aufstellung des Bebauungsplanes "Hoteldorf Zell" ist nun beschlossene Sache. Einstimmig entschied sich der Gemeinderat für eine Fassung:

Dossier zum Hoteldorf Zell

Die Aufstellung des Bebauungsplanes "Hoteldorf Zell" ist nun beschlossene Sache. Einstimmig entschied sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für die Fassung, die bereits im August des vergangenen Jahres festgelegt wurde. Mit der Festsetzung der Satzung ist nun der Bebauungsplan rechtsverbindlich.

Auf dem Areal des ehemaligen "Zellerbauernhofes" soll auf rund 2,7 Hektar das "Hoteldorf Zell" entstehen.

Bereits im August 2010 habe der Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das "Hoteldorf Zell" beschlossen, erinnerte eingangs Karin Schultes vom Bauamt. Nach erfolgter Abwägung aller eingegangener Einwendungen, Informationen und Empfehlungen habe dann das Kommunalparlament die Verwaltung beauftragt, erneut eine Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen, die kürzlich abgeschlossen worden sei. Dabei wurde auch bestimmt, dass weitere Stellungnahmen nur zu den geänderten oder ergänzten Teilen des Bebauungsplanentwurfs abgegeben werden können. Bei der erneuten Öffentlichkeitsbeteiligung sei lediglich eine Stellungnahme eingegangen, die sich aber nicht auf die geänderten Teile des Planentwurfs beziehe, so Schultes weiter.

Der Gemeinderat fasste daraufhin den einstimmen Satzungsbeschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes. Seine Festsetzung wird durch die Bekanntgabe rechtsverbindlich.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde die Änderung des Flächennutzungsplanes "Glockenschmiede" beraten. Wie Karin Schultes dazu ausführte, habe der Betreiber dieser historischen Schmiede bei der Gemeinde eine Bauvoranfrage zum Neubau eines Ausstellungsgebäudes mit Betriebsleiterwohnung südlich der neuen Thoraustraße eingereicht. Mit diesem Vorhaben hatte sich der Bauausschuss schon im vergangenen Monat befasst und festgestellt, dass am Fortbestand der Glockenschmiede ein öffentliches Interesse besteht. Vonseiten der Gemeinde werde es daher begrüßt, wenn durch diese Maßnahme eine nachhaltige Sicherung des Museumsbetriebs erreicht werden könnte, so die Bauamtsangestellte weiter. Die Landesstelle für nichtstaatliche Museen sei in ihrer Stellungnahme zu dem Ergebnis gekommen, dass die Errichtung eines Gebäudes "mit den Kernfunktionen Ausstellungsraum, Archiv, Büro und Betriebsleiterwohnung als sinnvoll erscheint".

Regierungsbaumeister Anton Zeller, der als Referent zur Sitzung eingeladen war, erläuterte, dass an der geplanten Stelle früher das so genannte "Schmidt-Großhaus" gestanden habe und 1899 abgetragen wurde. Er würde begrüßen, wenn hier wieder "ein Traunsteiner Gebirgshaus aus dem 16. Jahrhundert aufleben könnte". Die Planung sieht nach Auskunft Zellers eine Grundfläche von zehn mal 15 Meter vor und sei von der Konzeption her auch für Sonderausstellungen geeignet. Die erforderliche Straßenverlegung beurteile er "topografisch machbar", die Kosten dafür würde der Bauwerber übernehmen. Nach einigen Nachfragen beschloss der Gemeinderat einstimmig, den Flächennutzungsplan zu ändern und das Gelände als "Sondergebiet Museum" auszuweisen.

hbw/Chiemgau-Zeitung

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