Ruhpoldinger Rat diskutierte Vorschläge

Arbeitskreise warten auf Zielsetzungen

Ruhpolding - Gehen in der Gemeinde nachts bald die Lichter aus? Bekommt Ruhpolding ein Marktrecht? Oder einen Bürgerbahnhof? Wichtige Themen gab es für den Gemeinderat zu besprechen.

Kurz vor der Sommerpause hatten die Arbeitskreise, die zur Umsetzung des Städtebauförderprogramms "Aktive Stadt- und Ortszentren" gegründet wurden, ihre ersten Ergebnisse vorgelegt. Damit befasste sich nun der Ruhpoldinger Gemeinderat, um aus seiner Sicht Zielsetzungen vorzugeben. "Die Arbeitskreise warten auf die Schwerpunkte der Gemeinde", sagte dazu der Arbeitskreiskoordinator, Pongratz Haßlberger.

"In den Arbeitskreisen wurde viel Vorarbeit geleistet", bestätigte Bürgermeister Claus Pichler. Der Gemeinderat habe sich auch schon mit den Inhalten des Protokolls des Workshops befasst. Jetzt gehe es darum, gezielte Aufträge an die Arbeitskreise zu erarbeiten.

Zum Ziel, für Ruhpolding ein Marktrecht zu beantragen, um "günstigere Öffnungszeiten für den Einzelhandel zu erreichen und Wochenmärkte durchführen zu dürfen", war man der Meinung, dass diese Thematik in Sondierungsgesprächen innerhalb der Fraktionen noch einmal besprochen werden sollte. Auch touristische Zielvorstellungen, so zum Beispiel, das Bahnhofsgebäude künftig auch als "Bürgerbahnhof" zu nutzen, wurden zurückgestellt, denn "strukturelle Tourismusthemen sollen erst mit dem neuen Tourismusdirektor besprochen werden".

Der Arbeitskreis Energie wurde nun vom Gemeinderat beauftragt, im Hinblick auf die vorgeschlagenen Stromeinsparungsmöglichkeiten bei der Straßenbeleuchtung zu klären, wo es sinnvoll sei, Lampen auszutauschen, beziehungsweise umzurüsten. Dazu wäre ein "optimaler Umrüstungsplan" sinnvoll.

Die ebenfalls vorgeschlagene zeitweise Abschaltung von Straßenbeleuchtungszügen dagegen stieß auf keine positive Resonanz. "In einem Tourismusort wie Ruhpolding können wir uns das nicht erlauben", war die mehrheitliche Meinung. Die erarbeiteten Fragebögen zur Ermittlung des Energieverbrauches bestehender Heizungsanlagen seien an die Hausbesitzer zugestellt, bestätigte der Rathauschef. Jetzt gelte es, im Energiearbeitskreis nach Rücklauf dieser eine Auswertung vorzunehmen, um Lösungsvorschläge zur Energieeinsparung unterbreiten zu können.

In diesem Zusammenhang plädierte zweiter Bürgermeister Ferdinand Fiedler dafür, eine Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmeheizkraftwerk, eventuell nach einem Genossenschaftsmodell, zu erarbeiten.

hbw

Rubriklistenbild: © pa

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