Neues Löschfahrzeug eingeweiht

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Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr: Der Katholische Ortspfarrer Otto Stangl und sein evangelischer Amtskollege Thomas Schmeckenbecher segneten am vergangen Sonntag das neue Löschgruppenfahrzeug der Ruhpoldinger Feuerwehr.

Ruhpolding - Die Feuerwehr hatte einen ganz besonderen Anlass, das Fest des heiligen Florian zu feiern: Das neue Löschfahrzeug wurde gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.

Nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg, zelebriert von Pfarrer Otto Stangl, zogen die Besucher, angeführt von den Fahnensektionen der Ruhpoldinger Feuerwehr und der Nachbarwehren aus Inzell und Eisenärzt zum Kirchplatz, wo das neue Feuerwehrfahrzeug festlich geschmückt auf den kirchlichen Segen wartete. Zunächst gab der Vorstand der Feuerwehr, Andreas Huber, nach der Begrüßung der Ehrengäste seiner Freude Ausdruck, dass der Wehr jetzt ein neues Fahrzeug zur Verfügung steht. Er verband damit den Dank an die Gemeinde für die Anschaffung des Feuerwehrautos und wünschte den Wehrmännern eine lange, unfallfreie Fahrt.

"Gut Ding braucht Weile", sagte Kommandant Thomas Mayer. Jetzt stehe aber der Ersatz für das 26 Jahre alte Vorgängermodell zur Verfügung. Damit sei man für die laufend steigenden Anforderungen an die Feuerwehr gut gerüstet, obwohl für Neuanschaffungen immer weniger Finanzmittel zur Verfügung stünden.

"Für den Ernstfall ist unsere Feuerwehr einsatzbereit", sagte Bürgermeister Claus Pichler in seinem Grußwort. Die Gemeinde sei bemüht alles zu tun, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten "die Ausrüstung passt". Dabei erinnerte er daran, dass in den vergangenen vier Jahren rund eine Million Euro für Fahrzeugbeschaffungen ausgegeben wurden. Er wünschte "seiner Schutztruppe" auch für die Zukunft den Rückhalt in der Bevölkerung. Die Vorstände der beiden Nachbarwehren ließen es sich nicht nehmen, ihren Ruhpoldinger Kameraden je 50 Liter "Löschmittel" zur Verfügung zu stellen und Markus Schweiger von BAS-Feuerlöschgeräte überreichte einen Scheck, der als Zuschuss zur Beschaffung neuer Jacken gedacht ist.

Nach der Segnung des Fahrzeuges durch Pfarrer Otto Stangl und seines evangelischen Amtskollegen Thomas Schmeckenbecher konnten die Interessierten das neue Löschgruppenfahrzeug ausgiebig besichtigen und sich über den hohen technischen Ausrüstungsstand informieren.

Das Löschgruppenfahrzeug LFB 43/1 ist eines der modernsten Fahrzeuge. Ein leistungsstarker Motor mit 290 Pferdestärken gibt dem 14,6 Tonnen schweren Allradfahrzeug die nötige Kraft und Geschwindigkeit. Für den Einsatz stehen an Bord den acht Mann Besatzung unter anderen vier Pressluftatemgeräte, eine Tragkraftspritze auf einem so genannten "Raupenmanipulator", 600 Meter Löschschlauch, Nahumfeldbeleuchtung und eine Lichtmast zur Verfügung. Der Preis des auf einem MAN-Fahrgestell aufgebauten "Rosenbauer - Löschgruppenfahrzeug" betrug 324000 Euro.

hbw/Chiemgau-Zeitung

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