Biathlon-Weltcup in Ruhpolding

Biathlon-Weltcup: BRK hält die Augen offen

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Ihr wachsames Auge gilt Sportlern, Besuchern und Betreuern: 220 Rotkreuz-Helfer aus ganz Bayern sind während des Biathlon-Weltcups in der Chiemgau Arena in Ruhpolding im Einsatz.

Ruhpolding - Nur wenige Tage vor dem Start laufen die Planungen für den Sanitätseinsatz des BRK-Kreisverband Traunstein auf Hochtouren. Ein modernes Fahrzeug kommt zum Einsatz.

Der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding (7. bis 12. Januar) wirft seine Schatten voraus: Seit vielen Wochen laufen die Planungen für den Sanitätseinsatz des BRK-Kreisverband Traunstein auf Hochtouren. 220 Rotkreuzler sorgen während der Trainings- und Wettkampftage für eine bestmögliche Betreuung der Sportler und Besucher, wenn es zu Notfällen kommt.

Die wichtigsten Eckpunkte des Einsatzkonzeptes hat Jakob Goess, der als ehrenamtlicher BRK-Kreisbereitschaftsleiter die Fäden in der Hand hält, bereits festgelegt: Fast 400 Schichten mit jeweils 70 Helfern sind die Basis der Sanitätsbetreuung in der Chiemgau Arena. Da dieser Großeinsatz für den BRK-Kreisverband zu viel gewesen wäre, hat Jakob Goess bei anderen Rotkreuz-Kreisverbänden um ehrenamtliche Helfer geworben.

Zahlreiche Einsatzfahrzeuge

Die Resonanz war wie immer sehr groß und so stehen auch in diesem Jahr Rotkreuzler aus ganz Bayern bereit, um Sportler, Betreuer und Besucher im Notfall zu versorgen. Elf Einsatzfahrzeuge, darunter Rettungswägen sowie Kranken- und Mannschaftstransportwägen, stehen täglich zur Verfügung. Dazu zählen auch zwei Quads – kleine Allrad-Fahrzeuge - mit denen schnell schwer zugängliche Geländestellen erreicht werden können. Zudem ist ein zusätzliches Rettungsdienst-Fahrzeug im Stadion für den Transport von Patienten stationiert.

Während des Biathlon-Weltcups sind in der Chiemgau Arena in Ruhpolding Rotkreuz-Helfer im gesamten Stadion im Einsatz, um Besucher, Sportler und Betreuer im Notfall sofort versorgen zu können.

Da die Arena zwischen den beiden BRK-Rettungswachen Ruhpolding und Reit im Winkl liegt, sind die Anfahrtswege relativ lang und mit diesem Fahrzeug ist im Notfall ein schneller und direkter Weg ins Krankenhaus möglich. Elf Sanitätsposten mit jeweils drei Helfern sind im Biathlonstadion verteilt. Die Zentrale, wo alle Notfälle betreut werden, ist die „Unfallhilfsstelle“, die wie eine kleine Ambulanz ausgestattet ist.

Sie besteht aus zwei Doppelcontainern und befindet sich am Rande des Veranstaltungsgeländes. Hier stehen Arzt und Rotkreuz-Helfern verschiedene Notfallausstattungen zur Verfügung, wie Beatmungsgeräte und EKG. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre litten Besucher, Betreuer und Sportler meist unter Kreislaufproblemen. „Oft ist die Kälte sowohl für den Patienten als auch für die Helfer ein Problem in der Arena“, weiß Jakob Goess aus Erfahrung.

Modernes Fahrzeug als Organisationszentrale

Bewährt hat sich im vergangenen Jahr der Einsatz eines besonderen Fahrzeuges, der „ELW 2 - ein Einsatz-Leitfahrzeug“, das wie ein riesengroßer Rettungswagen aussieht. Der ELW 2 ist hochmodern ausgestattet, denn neben einer speziellen Computeranlage verfügt er über zwei Funkarbeitsplätze, verschiedene Kommunikationstechniken und einen kleinen Besprechungsraum – zudem kann er über 48 Stunden autark arbeiten, benötigt also keinerlei Stromversorgung von außen.

„Gerade der kleine Besprechungsraum ist für uns sehr wichtig“, erklärt Goess, denn hier haben zum Beispiel die verschiedenen Einsatzleiter die Möglichkeit sich abzustimmen. Alle Notfälle laufen in diesem Fahrzeug, das wie eine kleine Leitstelle eingerichtet ist, zusammen und werden entsprechend mit den Helfern und Behörden, je nach Problemfall, koordiniert.

„Wir haben hier einen umfassenden Überblick über das Geschehen im Stadion und können alles dokumentieren“, so Goess. Außerdem müsse man während des gesamten Sanitätseinsatzes in der Chiemgau Arena stets eine qualitativ gute Verbindung zur Integrierten Leitstelle haben.

Pressemitteilung BRK/cs

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